03-1915, März 1915

Kriegstagebuch des Ersten Weltkrieges für März 1915.

Schlacht von Neuve Chapelle, Winterschlacht in der Champagne endet, finaler anglofranzösischer Marineangriff auf die Dardanellen-Einfahrt durch 16 Schlachtschiffe scheitert, das belagerte Przemysl kapituliert.

zurück Zurück zu Februar 1915.


HMS Cornwallis vor den Dardanellen
Das britische Kriegsschiff ‘HMS Cornwallis’ im Einsatz vor den Dardanellen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 1. März 1915:

Seekrieg

Großbritannien: Die Regierung erklärt, dass sie ‘alle Güter jeglicher Art am Eintreffen oder Verlassen von Deutschland hindern wird.’ Aber aus Furcht vor der Entfremdung mit den USA und anderen Neutralen gelangen weiterhin große Lieferungen über die holländischen und skandinavischen Häfen bis 1917 nach Deutschland.
Dardanellen: 50 Männer der Royal Marines und britische Matrosen zerstören 15 Kanonen, 4 MGs und 2 Scheinwerfer am Eingang zu den Dardanellen. 3 britische Schlachtschiffe bekämpfen 8 türkische Forts und französische Schiffe beschießen Bulair am nächsten Tag.
Adria: Die österreich-ungarische Kriegsmarine überfällt den montenegrinischen Hafen Antivari.

Westfront

Eine im März eingesetzte deutsche Sturmabteilung aus 70 Mann mit gepanzerten Schilden erleidet 50 Prozent Verluste. Die französische Armee gibt erstmals Handgranaten aus, die Truppe hatte zuvor improvisierte Granaten selbst hergestellt.
Flandern: 15 Inder laufen zu den deutschen Truppen über. Die Deutschen schicken sie zusammen mit anderen Überläufern an die indische Nordwestgrenze zurück.
Champagne: Die Franzosen bauen eine neue Frontlinie aus, nachdem sie seit dem 16. Februar weniger als 2.000 Meter im Abschnitt Perthes-Beausejour vorangekommen sind. Französische Truppen nehmen deutsche Gräben in einer Tiefe von knapp 1.000 Metern auf einer 5,75 km langen Frontlinie. Erfolglose Angriffe durch 2 preußischen Garde-Regimenter nordöstlich von Mesnil bis zum 4. März.

Ostfront

Polen: Schwere Kämpfe in der Nähe von Grodno und Osovyels bis zum nächsten Tag, als die russische Zehnte Armee Gegenangriffe durchführt.
Karpaten: Österreich-ungarische Angriffe werden bis zum 9. März abgeschlagen, aber der ungarische General Szurmay hält mit seinen Männern den Uzsok-Pass und verweigert im März dreimal den Befehl, seine Stellungen aufzugeben.

Südfront

Serbien: Das britische Hilfskomitee für Serbien und die Rotkreuzgesellschaft eröffnen eine Typhus-Quarantänestation. Jedoch stecken sich 16 Mitarbeiter zwischen dem 6. und 24. März an (darunter auch die Leiterin Lady Paget), sodass nur noch eine Krankenschwester für 300 Patienten verbleibt. Erst nach einer Woche treffen mit der zweiten Hilfslieferung für Serbien vier weitere Krankenschwestern ein.

Naher Osten

Dardanellen: Corps Expeditionnaire d’Orient für die Dardanellen gebildet. Mittlerweile befinden sich 5 türkische Divisionen auf diesem Kriegsschauplatz, nachdem weitere 3 Divisionen im Februar hinzugekommen waren.
Persien: General Nazarbekov erobert Dilman (Aserbaidschan) zurück.
Palästina: Dem Djemal wird aus Konstantinopel befohlen, die Zusammenarbeit mit den Juden zu suchen.

Afrikanische Fronten

Deutsch-Ostafrika: Die britische Seeblockade an einer 1.000 km langen Küste beginnt offiziell.

Luftkrieg

Frankreich: Im März entscheidet die französische Marine, kleine und nicht-starre Luftschiffe für U-Boot-Überwachung und Minenräum-Operationen einzuführen.
Türkei: Im März fliegen deutsche Piloten 6 Flugzeuge aus Südungarn nach Bulgarien, welche von dort per Bahn nach Konstantinopel transportiert werden sollen. 3 kommen an, 3 andere werden von den Bulgaren beschlagnahmt. Von nun an bis zum 11. Oktober 1915 werden die Flugzeuge direkt von Ungarn in die Türkei nach Adrianopel geflogen.
Westfront: Kommandant Baron de Tricornet, Marquis de Rose, stellt auf dem Flugfeld Rosnay bei Reims die weltweit erste spezialisierte Jagdflieger-Einheit auf (Escadrille MS12), ausgerüstet mit Zweisitzer-Flugzeugen vom Typ Morane-Saulnier L ‘Parasol’.
Die dritte Staffel des Royal Flying Corps wird in St. Omer gebildet. Das Royal Flying Corps fliegt 141 Bombenangriffe bis zum 20. Juni, aber nur drei sind definitiv erfolgreich.

Politik

Anglo-Französische-Erklärung, um den Handel von oder mit Deutschland zu unterbinden, welche für alle Schiffe ab dem 11. März gilt. Es folgt ein US-Protest am 5. März.

Geheimkrieg

Frankreich: Während des März beginnt der französische Physiker Paul Langevin mit der Erforschung des Echo-Messverfahrens. Es finden Unterwasserversuche in der Seine Ende 1915 und bei Toulon im Jahr 1916 statt.
Österreich-Ungarn: Major Primavesi vom österreich-ungarischen Geheimdienst organisiert eine Gruppe von Zensoren für Italien im März.


Heimatfronten

Großbritannien: Die Lebensmittelpreise sind um 24 Prozent angestiegen.


Gefallene Russen
Durch deutsche Artillerie getötete russische Soldaten.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 2. März 1915:

Ostfront

Polen: Nachtangriffe der russischen Zwölften Armee bis zum 4. März westlich des Fluss Bobr scheitern – 21.000 Tote und zwei Panzerwagen sind auch keine Hilfe.
Bukowina: Russische Artillerie beschießt Czernowitz. Verstärkten österreich-ungarischen Verbänden gelingt es nicht, den Fluss Pruth bis zum 17. März zu überqueren und Überfälle über den Fluss Dnjestr werden ebenfalls am 23. März abgewehrt.
Galizien: Mannerheim wird kommandierender General der russischen 12. Kavallerie-Division und ersetzt Kaledin.

Westfront

Champagne: Deutscher Gegenangriff in der Nähe von Perthes.

Naher Osten

Mesopotamien: 14.400 britische Soldaten mit 40 Kanonen und 500 indische Kavalleristen werden von 1.500-2.000 türkische Soldaten in der Nähe von Shaiba aufgehalten.

Luftkrieg

Westfront: Die 3. Squadron (Staffel) des Royal Flying Corps verwendet erstmals eine neue Feld-Typ-‘A’-Kamera, um die deutschen Schützengräben zu fotografieren.

Heimatfronten

Österreich-Ungarn: Metall-Sammlung-Woche.
Südafrika: Weißbuch der Regierung über die Rebellion in Auftrag gegeben, Parlamentsdebatte darüber am nächsten Tag.


Russische Truppen marschieren durch Stadt
Russische Truppen marschieren bei dem Versuch, den anstürmenden Feind aufzuhalten, durch eine Stadt in Galizien.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 3. März 1915:

Ostfront

Galizien: Russische Truppen erobern Krasna und am nächsten Tag auch Stanislau zurück und behaupten, 19.000 Kriegsgefangene seit dem 21. Februar genommen zu haben.

Westfront

Flandern: Die 1. kanadische Division betritt die Frontlinie und übernimmt den Abschnitt Fleurbaix südlich von Armentieres. Sie hilft beim Angriff auf Neuve Chapelle am 10. März.
Artois: Eine deutsche Division erobert bei einem Gegenangriff die Höhe Lorette zurück und drängt die französischen Truppen in den Wald von Buvigny ab, aber die Franzosen gewinnen den Großteil des verlorenen Geländes bis zum 5. März zurück.

Naher Osten

Persien: ca. 800 britische Soldaten mit 4 Kanonen verlieren bei einem vergeblichen Angriff in der Nähe von Ahwaz 189 Männer und eine Kanone gegen eine türkisch-arabische Streitmacht (ca. 800-900 Mann Verluste).

Seekrieg

Dardanellen: Eine Landungstruppe der Royal Navy zerstört 6 Feldgeschütze bei Sedd-el-Bahr, während 4 britischen Schlachtschiffe das Fort Dardanos an der Südküste beschießen.

Luftkrieg

Deutschland: Die französische Bombereinheit MF29 (Happe) bombardiert die Pulverfabrik von Rottweil (am 12. März wiederholt).

Neutrale

USA: National Advisory Committee for Aeronautics (NACA) gegründet.
Der Deutsche Vaterlandsverein wirbt mit Souvenirs aus Eisernen Kreuzen (1.500 bereits verkauft, um Kriegswitwen und Waisen zu unterstützen).

Heimatfronten

Großbritannien: Der britische Kriegsrat diskutieren die Zukunft Konstantinopels und Churchill schlägt gar die Übernahme der türkischen Armee als Söldner im Kampf gegen Österreich-Ungarn nach dessen Einnahme vor. Der britische Botschafter aus dem russischen St. Petersburg kabelt, daß Russland ‘nicht mit einer griechischen Beteiligung an dem Dardanellen-Unternehmen einverstanden ist’.
Die königliche Familie ist auf einer Pferde-Veranstaltung.


U-8 versenkt
U-8 ist das erste deutsche U-Boot, welches verloren geht – versenkt durch ‘HMS Maori’ und ‘HMS Gurkha’ am 4. März 1915. Rammen wurde die bevorzugte Weise, ein U-Boot zu versenken.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 4. März 1915:

Heimatfronten

Großbritannien: Die britische Admiralität entscheidet, dass den 29 deutschen Kriegsgefangenen von U 8 nicht eine ‘ehrenvolle Behandlung’ zuteilwerden kann. Deutschland droht mit Repressalien gegenüber britischen Kriegsgefangenen am 2. April.
Das Granaten- und Zünder-Abkommen ermöglicht den Einsatz von ungelernten Arbeitskräften und Frauen bei der Munitionsfertigung.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Zweites Gefecht bei Harmann Farm: beide Seiten ziehen sich zurück und die 550 britischen Soldaten graben sich nach einiger Panik in Fort Bare ein.

Seekrieg

Dardanellen: Der anglofranzösische Beschuss der Dardanellen-Festungen geht weiter. 5 Truppentransporter treffen in Mudros ein. 300 Royal Marines (48 Verluste) werden an beiden Ufern zurückgeschlagen und können lediglich nur 4 MGs zerstören.
Die britische Admiralität sendet Anweisungen zur Bekämpfung der Bosporus-Festungen.
Enver Pascha lässt in Wien anfragen, ob die Türken 3 österreich-ungarische U-Boote in Pola ankaufen können, um sie bei der Verteidigung der Dardanellen einzusetzen. Nur 2 U-Boote gelangen zum Einsatz, können aber nicht vor den Dardanellen eingesetzt werden, da ein geeigneter Stützpunkt fehlt.

Luftkrieg

Dardanellen: Flugboote des Royal Navy Air Service und der Franzosen gelingt es nicht, Artillerie-Aufklärung für die alliierte Flotte über den türkischen Festungen zu fliegen.
Westfront: Das deutsche Marine-Luftschiff L8 wird von belgischen Truppen auf dem Weg nach London abgeschossen.

Politik

Italien: Botschafter Imperiali teilt dem britischen Außenminister Grey die territorialen Bedingungen für Italiens Kriegseintritt aufseiten der Alliierten mit.


'Queen Elizabeth' beschießt türkische Forts
Schlachtschiff ‘Queen Elizabeth’ beschießt türkische Forts an den Dardanellen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 5. März 1915:

Seekrieg

Dardanellen: Das Schlachtschiff Queen Elizabeth feuert 20.000 Meter über die Halbinsel Gallipoli hinweg zu den Forts von Narrows bis zum nächsten Tag.
Ägäis: 2 britische Schlachtschiffe und der Kreuzer Euryalus beschießen Smyrna (und am 7. und 28. März). Die Türken versenken 5 Sperrschiffe und machen damit den Hafen von Smyrna auch unbrauchbar für ihre geplanten U-Boote, deren mögliches Erscheinen bei den Alliierten einige Ängste ausgelöst hatte.

Westfront

Argonnen: Drei erfolglose deutsche Gegenangriffe bei Hügel 263.
Flandern: In einem privaten Brief beklagt sich der Oberbefehlshaber des Britischen Expeditionskorps, Sir J French, über seine ‘Stille Armee der Toten’.

Ostfront

Polen: Die deutsche Hauptmasse befindet zwischen Thorn und Mlawa im Norden.
Karpaten: Die Russen überqueren den Fluss Bistritza im Osten und bedrohen die österreich-ungarische Flanke. Die österreich-ungarische Zweite Armee greift vergeblich bis zum 10. März an.

Afrikanische Fronten

Ein anglo-portugiesisches Protokoll bestimmt die Grenze zwischen Angola und Rhodesien.
Südwestafrika: 43.000 südafrikanische Soldaten sind in 4 Kampfgruppen zusammengezogen worden, gegen 9.000 Deutsche.

Luftkrieg

Westfront: Das Heeres-Luftschiff L233 wird durch Flak-Feuer abgeschossen und stürzt in der Nähe von Ostende ab.

Politik

Deutschland: Die Regierung antwortet auf den US-Protest gegen die Einrichtung eines Kriegsgebietes um Großbritannien.


Berittene südafrikanische Truppen
Berittene südafrikanische Truppen bereiten sich auf den Sturm auf Deutsch-Südwestafrika vor.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 6. März 1915:

Afrikanische Fronten

Südwestafrika: Deventer dringt mit seinen 9.000 Mann der südafrikanischen South Force bei Schuit Drift am Fluss Orange nach Deutsch-Südwestafrika ein. Berranges East Force (2.500 Mann berittene Infanterie mit 2 Kanonen) beginnt mit dem Marsch durch die Kalahari-Wüste und erreicht Rietfontein an der Grenze am 31. März.

Ostfront

Die deutsche Zehnte Armee zieht sich aus Augustow-Wald gerade östlich der Grenze zurück und wird von den Russen bis zum 9. März verfolgt.

Politik

Griechenland: Premierminister Venizelos tritt nach der Weigerung des Königs, Truppen für die Dardanellen zur Verfügung zu stellen, zurück. Oberst Metaxas vom Generalstab hat den König dementsprechend beraten, nachdem der Premierminister 3 griechische Divisionen den Alliierten angeboten hatte. Gounaris wird Ministerpräsident am 9. März. Der König löst das Parlament am 11. März auf.


Humor von Heinrich Zille
Heinrich Zille, bekannt durch seine realistischen Zeichnungen aus dem Berliner Arbeiter- und Armenmilieu, erfreut mit seinem Humor auch die Soldaten im Ersten Weltkrieg mit der Broschüre ‘Vadding in Frankreich’.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 7. März 1915:

Westfront

Champagne: Die französische 64. Brigade erobert einen kleinen Teil des Waldes von Sabot, die Kämpfe dauern bis zum 15. März an.

Seekrieg

Dardanellen: 6 anglofranzösische Schlachtschiffe (2 Treffer) beschießen die Forts von Narrow, von denen sie offenbar zwei zum Schweigen bringen.
Schwarzes Meer: Ein russisches Geschwader beschießt Eregli und Zonguldak, versenkt 7 Dampfer und ein Segelschiff. Das russische U-Boot Nerpa liegt zum ersten Mal vor dem Bosporus auf Lauer.

Luftkrieg

Nordsee: 6 Flugzeuge des Royal Navy Air Service bombardieren Ostende.

Politik

Griechenland: Die Regierung protestiert gegen die britische Besetzung der Insel Lemnos. Die britische Regierung plädiert am 9. März auf militärische Notwendigkeit und garantiert die Rückgabe am 20. März.

Heimatfronten

Großbritannien: Asquith bezeichnet Churchill ‘als den bei seinen Kollegen unbeliebtesten Mann im Kabinett’.
Der König verleiht das York House an Kriegsminister Kitchener.
Grippe-Epidemie in London.


Ark Royal (1. Weltkrieg)
Ark Royal im Einsatz vor den Dardanellen: umgebaut zum Flugzeugträger 1914, Wasserverdrängung 7550 t, einer Bewaffnung von 4 x 12-Pfünder-Kanonen und 2 MGs und einer Besatzung von 180 Mann.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 8. März 1915:

Seekrieg

Dardanellen: 2 Wasserflugzeuge des Royal Navy Air Service gehen verloren, nur noch 2 sind einsatzfähig.

Westfront

Flandern: Deutscher Angriff in der Nähe von Diksmuide.

Afrikanische Fronten

Südwestafrika: Temperaturen in der Namib-Wüste für die durchziehenden südafrikanischen Truppen 55,6° Celsius.

Heimatfronten

Österreich-Ungarn: Im Ministerrat akzeptiert Kaiser Franz Joseph im Prinzip Änderungen an der Grenze zugunsten Italiens, während Generalstabschef v. Hötzendorf bitter beklagt, es sei besser, zugrunde zu gehen.
Großbritannien: Der Explosivstoff Amatol zum ersten Mal getestet. Kriegsminister Kitchener ermächtigt den sofortigen Einsatz (c. 400 t Produktion pro Woche bis Mitte 1917).


Deutsche Truppen an der Ostfront
Deutsche Truppen an der Ostfront. Die deutschen Bemühungen nehmen hier zu, weil die Schwäche Österreich-Ungarns immer offensichtlicher wird und man daran glaubt, dass Russland schnell besiegt werden könne.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 9. März 1915:

Ostfront

Die deutsche Elfte Armee (Fabeck) wird gebildet.
Polen: Eine neue Offensive von Gallwitz bei Przasnysz wird von den Russen bis zum 14. März entgegengetreten.

Westfront

Argonnen: Kämpfe zwischen Fou de Paris und Bolante (und auch am 14. und 18. März).

Geheimkrieg

Persien: Britische Festnahme von zwei Deutschen im Konsulat von Bushire am Persischen Golf. Ein Telegramm beweist angebliche Sabotage-Absichten, aber nur der diplomatische Code von Wassmuss kann beschlagnahmt werden. Der britische Botschafter in Teheran protestiert am 16. März gegen die pro-deutsche Haltung der Regierung.

Afrikanische Fronten

Cyrenaica: Der italienische General Moccagatta besiegt 1.500 Rebellen (und wieder am 11. März), aber die Garnisonen im Landesinneren werden trotzdem bis Oktober evakuiert.
Ostafrika: Das rhodesische 2. Regiment ist bereit für den Einsatz in Deutsch-Südwestafrika.

Politik

Bulgarien: Der britische Botschafter in Sofia trifft den bulgarischen Premierminister, welcher nicht durch die alliierten Operationen gegen die Dardanellen beeindruckt ist.

Heimatfronten

Großbritannien: Lloyd Georges Rede im House of Commons die Mobilisierung der Industrie für den Krieg. Offizieren in Uniform wird es verboten, Nachtclubs zu besuchen.


Britische Haubitze bei Neuve Chapelle
Eine britische Haubitze beim Vorbereitungsschießen beim Angriff auf Neuve Chapelle.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 10. März 1915:

Westfront

Flandern – Schlacht von Neuve Chapelle (bis zum 13. März): Obwohl Joffre hat seine geplante kombinierte März-Offensive aufgegeben hat, bleibt Sir J. French vom BEF bei seinen Plänen. Nach einem 35-minütigen Artilleriebeschuss durch 342 Geschütze (5 explodieren durch defekte Sicherungen) greifen 4 Divisionen (die indische Lahore und Meerut sowie die britische 7. und 8. Division) um 8:05 Uhr auf einer knapp 4.000 Meter breiten Frontlinie an. Das Dorf Neuve Chapelle mit 4 Reihen von Schützengräben wird bis 12 Uhr genommen, aber der Vorstoß versickert schnell nach etwa 1.200 Metern. Trotz deutscher Gegenangriffe und Munitionsmangel können bis zur Dämmerung noch die zweite Linie der deutschen Gräben und 750 Kriegsgefangene genommen werden.

Naher Osten

Dardanellen: Kriegsminister Kitchener ernennt Hamilton (Befehlshaber der Zentralstreitkräfte in England) zum Oberbefehlshaber des MEF (Mittelmeer-Expeditionskorps). Die britische 29. Division wird zur Verschiffung vorbereitet.

Seekrieg

Dardanellen: Alliierte Minensucher versuchen nun in der Nacht zu arbeiten. Einer wird bei den Arbeiten versenkt, wobei nur eine Fahrtgeschwindigkeit von 4 Knoten möglich ist.
Nordsee: Der britische Zerstörer HMS Ariel rammt und versenkt das deutsche U-Boot U 12 vor Aberdeen.

Luftkrieg

Westfront: Das RFC führt gleich fünf Neuerungen zur Schlacht von Neuve Chapelle ein und setzt sieben Staffeln mit 85 Flugzeugen ein.
1) Das ‘Clock-System’, wobei der Beobachter Fehlschüsse der eigenen Artillerie auf einer segmentierten Zelluloidscheibe einträgt.
2) Foto-Mosaik-Karten des deutschen Grabensystems mit dem Stand von Ende Februar.
3) Systematische Mittel- und Fernpatrouillen über den Zugangswegen zum Schlachtfeld.
4) Abstimmung der Ziele für Bombenangriffe (hauptsächlich Eisenbahnverbindungen) mit dem Schlachtplan. Dabei greifen 3 Flugzeuge das deutsche Divisions-Hauptquartier in Fournes an.
5) ‘Kontakt-Patrouillen’ sollen die genauen Standorte der sich vorwärts kämpfenden Infanterie feststellen.
Ostfront: Warschau wird durch die deutschen Armee-Luftschiffe LZ30 und LZ34 bombardiert.

Heimatfronten

Großbritannien: Der Kriegsrat erörtert Gebietsansprüche für die Nachkriegszeit und zum ersten Mal auch Kriegsziele. Churchill fordert die Übergabe der deutschen Flotte. Die oppositionellen Tory-Führer Bonar Law und Lord Lansdowne besuchen die Sitzung zum ersten und einzigen Mal.
Deutschland: Das deutsche Kriegsziel-Komitee sieht die Kontrolle über die französische Kanalküste bis zur Mündung des Flusses Somme vor.

Politik

China: Die Revolutions-Partie verurteilt Japans 21 Forderungen und fordert den Sturz des Präsidenten. In Schanghai wird zum Boykott japanische Waren am 18. März aufgerufen, was aber am 25. März verboten wird.


zerstörte deutschen Maschinengewehrstellung
Diese zerstörte deutschen Maschinengewehrstellung wurde erst beim zweiten Bombardement zerstört, nachdem sie einen hohen Tribut von den angreifenden britischen Infanterie bei Neuve Chapelle gefordert hat.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 11. März 1915:

Westfront

Flandern – Neuve Chapelle: Zwei deutsche Gegenangriffe werden zurückgeschlagen (ca. 500 deutsche Soldaten werden von der britischen 2nd Rifle Brigade getötet). Aber die 6. Bayerische Reservedivision triff zur Verstärkung ein.

Ostfront

Karpaten: Brusilows russisches VIII. Korps schlägt gegen die linke Flanke der österreich-ungarischen Zweiten Armee und bricht deren XIX. Korps am 13. März. Die Zweite Armee verliert 51.086 von 148.848 Mann zwischen dem 1. und 14. März.

Naher Osten

Mesopotamien: Die britische Euphrat-Blockade-Flotte aus 5-6 Schiffen geht in Aktion. Major Leachman kommt aus Indien an, um bei den Stämmen am unteren Euphrat für die britische Sache zu werben.

Afrikanische Fronten

Victoriasee: HMS Winifred (10,5-cm-Kanone) treibt die deutsche Mwanza in der Nähe von Rujenge aufs Land. Letztere wird aber am 17. März als Transportschiff wieder flott gemacht.
Nyasasee: Leutnant-Kommandeur Denniston von der Royal Navy übernimmt das Kommando der britischen Flotte auf dem See.

Seekrieg

Großbritannien erweitert die Konterbande-Liste, Frankreich folgt am 13. März.
Dardanellen: Churchill schickt Carden ein Telegramm, mit dem er auf einen entscheidenden Angriff drängt.
Ägäis: Das unter deutschem Kommando operierende türkische Torpedoboot Demirhisar torpediert den britischen Wasserflugzeug-Träger Anne vor Smyrna (wieder einsatzbereit im August).

Geheimkrieg

Deutschland: Das deutsche Schatzamt genehmigt 2 Millionen Reichsmark, um die Propaganda russischer Revolutionäre zu unterstützen.

Heimatfronten

Großbritannien: Eine kanadische Trainingsdivision wird bei Shornclille in Kent aufgestellt.
Liverpooler Hafenarbeiter-Bataillon aufgestellt.


deutscher Kanonier prüft das Rohr einer 21-cm-Haubitze
Ein deutscher Kanonier prüft das Rohr einer 21-cm-Haubitze. Die deutsche Armee hat einen eindrucksvollen Belagerungspark für Festungen, welcher aber zunächst nicht geeignet ist, um mit dem umfangreichen Grabensystem des Stellungskrieges fertig zu werden.
Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 12. März 1915:

Westfront

Flandern – Neuve Chapelle: 16.000 Mann starke deutsche Gegenangriffe ab 5 Uhr Morgens, welche durch das britische IV. und indischen Korps ohne Probleme zurückgeschlagen werden. Das britische III. Korps nimmt L’Epinette. Kampf bis zum Abend, als Haig befiehlt, die gewonnene Linie zu befestigen. Es wurde nur eine kleine Einbuchtung von weniger als 2.000 Meter in der Breite und 1.200 Meter in der Tiefe in das deutsche Stellungssystem geschlagen. Insgesamt haben die Briten 11.652 Mann (darunter 4.200 Inder) verloren. Die deutschen Verluste beinhalten auch 1.700 Kriegsgefangene.
Deutscher Artilleriebeschuss von Ypern.
Champagne: Eine Offensive der verstärkten französische Vierten Armee erstürmt Teile der deutschen Gräben bei Grey, macht aber am nächsten Tag keinerlei Gewinne.

Naher Osten

Dardanellen: Die Royal-Navy-Division trifft auf Lemnos ein. Die französische 1. Division kommt am 15. März an.

Afrikanische Fronten

Kamerun: Eine französische Mission trifft in Duala ein, um bis zum 18. März den geplanten alliierten Vormarsch auf Jaunde nach der Regenzeit im Oktober vorzubereiten.

Seekrieg

Ärmelkanal: Die erste Begegnung eines Q-Schiffs (U-Boot-Falle) mit einem deutschen U-Boot endet ereignislos: U 29 ignoriert die U-Boot-Falle Vienna südlich der Scilly-Inseln. Vienna kann aber die Besatzung des sich selbst versenkenden Frachters Andalusian retten.
Palästina: Der französische Kreuzer St. Louis beschießt Gaza.

Politik

Großbritannien: Die Regierung akzeptiert formell den russischen Anspruch auf Konstantinopel vom 4. März.

Geheimkrieg

Deutschland: Der britische Agent ‘Frey’ tritt in Deutschland aus der Schweiz kommend ein. Er läuft aber Ende des Jahres 1915 über.


Britische Soldaten besetzen einen einfachen Schützengraben
Britische Soldaten besetzen einen einfachen Schützengraben in der ersten Frontlinie bei Neuve Chapelle.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 13. März 1915:

Westfront

Flandern – Schlacht von Neuve Chapelle endet. Die britische 7. Division macht Boden hin zum Aubers-Rücken und nimmt 612 deutsche Kriegsgefangene.

Ostfront

Galizien: Der russische General Selivanow erstürmt einen Hügel im Verteidigungsring des belagerten Przemysl.

Naher Osten

Dardanellen: Hamilton verlässt zusammen mit 14 Offizieren London, nachdem ihn Kriegsminister Kitchener mitgeteilt hat: ‘Wenn die Flotte durchbricht, wird Konstantinopel von selbst fallen’ und verbietet Landoperationen bis die britische 29. Division einsatzbereit ist.

Afrikanische Fronten

Marokko: Abd el Malek (der Enkel von Abd-el-Kader) verlässt Tanger mit 50.000 Peseten und einem deutschen Berater nach Taza, um eine Revolte mithilfe von deutschen Deserteuren aus der französischen Fremdenlegion zu beginnen. Er gerät aber bei einem Stamm bis zum Sommer in Gefangenschaft.
Tripolitanien: Die italienischen Entsatz-Kolonnen für Tarkuna werden gestoppt (und am 20. und 30. März), aber das 15. Eritreische Bataillon kommt am 16. März durch.

Seekrieg

Nordsee: Der schwedische Frachter Hanna ist das erste neutrale Handelsschiff, welches ohne Warnung durch ein deutsches U-Boot versenkt wird.
Dardanellen: 7 Trawler-Minensuchboote und Hilfsboote zusammen mit dem Kreuzer Amethyst (60 Mann Verluste) werden in der Nacht bei Räumungsversuchen zurückgeschlagen (sowie auch in den Nächten vom 15./16. und 16./17. März).


Kreuzer Dresden zeigt die Weiße Flagge
Der aufgespürte deutsche Leichte Kreuzer ‘Dresden’ zeigt die weiße Flagge.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 14. März 1915:

Seekrieg

Pazifik: Der deutsche kleine Kreuzer Dresden sprengt sich unter der weißen Fahne vor Juan Fernandez selbst in die Luft (24 Todesopfer). Das Schiff wurde vor Anker liegend durch die britischen Kreuzer Kent, Glasgow und Orama überrascht, dank einer am Vortag abgefangenen Signalmeldung an ein Kohlenschiff. Die Besatzung wird in Chile interniert (Leutnant Canaris, 1934-1944 Chef der deutschen Abwehr ist einer derjenigen, welche entkommen können und erreicht Berlin am 4. Oktober).

Westfront

Meuse-Argonnen: Joffre kündigt seine Absicht an, eine Offensive zu starten. Er schlägt vor, in Woevre anzugreifen, wodurch die deutsche Frontausbuchtung bei St. Mihiel durch gleichzeitige Überraschungsangriffe auf beiden Flügeln des vorspringenden Frontbogens beseitigt werden soll.
Flandern: Deutsche Truppen nehmen einen Teil von St. Eloi, nachdem sie eine Mine unter den feindlichen Stellungen zur Explosion gebracht haben.
Belgische Erfolge in der Nähe von Dixmude.
Champagne: Französische Truppen sichern den Großteil des Waldes von Sabot und brechen um den Hügel 196 herum in die deutschen Stellungen ein. Sie wehren mehrere Gegenangriffe am nächsten Tag ab.

Politik

Großbritannien: Churchill schickt Großfürsten Nikolaus vergeblich ein Telegramm, um sein Einverständnis für griechische Hilfe bei den Dardanellen zu erhalten. Der britische Botschafter Buchanan verspricht dem Zaren, dass ‘nach dem Krieg, Großbritannien und Russland die beiden mächtigsten Imperien der Welt sein werden’.

Neutrale

Italien: Die Abgeordnetenkammer lässt den Verteidigungshaushalt passieren.


Brief schreiben im Schützengraben
Selbst die einfachsten Dinge, wie einen Brief nach Hause zu schreiben, werden im Schlamm und in der Kälte Flanderns für diesen britischen Soldaten zu einer Quälerei.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 15. März 1915:

Westfront

Flandern: Die britische 27. Division gewinnt verlorenen Boden bei St. Eloi zurück und wehrt einen frischen deutschen Angriff am 17. März ab.
Aisne: General Maunoury von der Sechsten Armee wird schwer verletzt (teilweise erblindet) und muss im Alter von 67 aus dem Krieg ausscheiden. Er kann nur noch auf dem Posten des Militärgouverneurs von Paris dienen.

Seekrieg

Mittelmeer: In Deutschland wird entschieden, die Küsten-U-Boote UB 7 und UB 8 in Bausektionen per Bahn zum österreich-ungarischen Flottenstützpunkt Pola zu schicken (Zusammenbau dort um den 10. April herum abgeschlossen). Zusätzlich wird UB 3 am 15. April nachgeschickt. Außerdem soll ein großes U-Boot auf dem Seeweg vor die Dardanellen geschickt werden. U 21 wird dafür am 17. März ausgewählt und die Maßnahmen vom Kaiser am 30. März genehmigt.
Großbritannien: Die Admiralität bestellt 15 Z Whaler-Typ Patrouillenboote, welche bis zum November geliefert werden. Sie werden bei Peterhead, den Shetlandinseln und Stornoway stationiert.

Luftkrieg

Nordsee: Erster deutscher Luftangriff (Bombe verfehlt das Ziel) auf ein britisches Handelsschiff (Frachter Blonde) in Heimatgewässern (5 km von North Foreland entfernt).

Politik

Großbritannien: Die Regierung antwortet auf die deutsche U-Boot-Blockade. Dedeagach in Bulgarien wird zu einer feindlichen Basis erklärt.
Deutschland: Kompensationen an die USA für die Versenkung des Frachters William P. Frye.

Neutrale

Italien: Armee-Reservisten werden einberufen.

Heimatfronten

Osmanisches Reich: Enver Pascha äußert sich: ‘Ich werde in die Geschichte eingehen als der Mann, der die Schwachstelle der britischen Flotte unter Beweis stellt. Wenn sich nicht eine große Armee mitbringen, wird sie in einer Falle gefangen werden.’


Lord Kitchener
Der in Großbritannien hoch angesehene Kriegsminister Lord Kitchener.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 16. März 1915:

Naher Osten

Großbritannien: Kriegsminister Kitcheners Memorandum an das Kabinett fordert die Annexion von Alexandretta, Aleppo und Mesopotamien.

Westfront

Champagne: Französische Truppen erstürmen einen Kamm nördlich von Mesnil und wehren Gegenangriffe entlang der gesamten Front der Vierten Armee ab. Die französische 48. Division nimmt den ‘Gelben Wald’ und Gelände im Wald von Sabot.

Ostfront

Der russischen Nordwestfront wird Standhaftigkeit befohlen.

Neutrale

Rumänien: Die Regierung lehnt die russische Anfrage auf ein womögliches Durchmarschrecht für russische Truppen ab und beruft am 18. März die Wehrpflichtigen der Jahre 1909-1915 ein.

Heimatfronten

Belgien: Die belgische Industriebasis wird bis auf Weiteres in Le Havre eingerichtet.
Großbritannien: Die Verfügungsgewalt der Regierung über Waffenfabriken wird auf alle potenziellen Munitionsfabriken erweitert. Das Kriegsministerium kann deren Beschlagnahmung ab dem 23. März anweisen.


Unermüdlicher Einsatz Rotkreuzschwestern
Diese Darstellung soll an den unermüdlichen Einsatz der britischen Rotkreuzschwestern erinnern.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 17. März 1915:

Heimatfronten

Großbritannien: Das Frauen-Kriegsdienst-Register wird eröffnet. Aber nur 8.500 von 40.000 eingetragenen Frauen werden bis Ende 1915 übernommen.
Finanz-Abkommen: 34 Gewerkschaften akzeptieren ein Schiedsverfahren bei Arbeitskämpfen.
Frankreich: Landkauf für eine neue Citroen-Granatenfabrik. 2.000 Granaten pro Tag werden dort am 16. August produziert, 10.000 am 29. September und 50.000 pro Tag Ende 1917.

Westfront

Die Winterschlacht in der Champagne endet. Langle bekommt Joffre endlich dazu, die Offensive zu stoppen. Vom 20. Dezember 1914 bis zum 23. März werden insgesamt 2.000 deutsche Gefangene eingebracht, aber die Franzosen haben für geringe Geländegewinne 100.000 Opfer (einschließlich 2.450 Kriegsgefangene) zu beklagen.

Ostfront

Ostpreußen: 4.000 Russen besetzen und brennen Memel nieder, aber Pappritz kann die Stadt am 21. März zurückerobern und befreit 3.000 deutsche Kriegsgefangene und Zivilisten.

Naher Osten

Dardanellen: Hamilton übernimmt das Kommando über das MEF bei Tenedos.
Mesopotamien: Die 33. indische Brigade landet in Basra bis zum 25. März an. Nixon wird ihr Befehlshaber und seine Befehle vom 24. März beinhalten einen Plan für den Vormarsch auf Bagdad.

Luftkrieg

Frankreich: Calais in der Nacht vom 17./18. März vom Heeres-Luftschiff LZ12 bombardiert.
Westfront: Französische Bomber greifen 7 Bahnhöfe an: Bazancourt (nordöstlich von Reims), Altkirch, Cernay (Elsass), Anizy, Chauny, Tergnier und Couey le Chateau.

Geheimkrieg

Britische Unterhändler verlassen den bulgarischen Hafen von Dedeagach an der Ägäis, nachdem der Direktor des britischen Marine-Geheimdienstes vergeblichen versucht hat, mit 4 Millionen britischen Pfund Bestechungsgeld die Öffnung der Dardanellen zu erreichen.

Politik

Frankreich beansprucht Syrien und Kilikien in einer geheimen Mitteilung an den britischen Botschafter.


Türkisches Geschütz an den Dardanellen
Türkisches Geschütz an den Dardanellen, zerstört bei der Kanonade an diesem Tag.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 18. März 1915:

Seekrieg

Dardanellen: Finaler anglofranzösischer Marineangriff auf die Dardanellen-Einfahrt durch 16 Schlachtschiffe scheitert. 3 werden versenkt, 3 schwer beschädigt: Irresistible, Ocean und die französische Bouvet (620 Tote, 45 Überlebenden) sinken in der Meerenge durch eine parallele Minenreihe vor der Küste, welche vom türkischen Minenleger Nusret bei Nacht am 8. März gelegt wurde. Der Schlachtkreuzer Inflexible wird schwer beschädigt. Suffren fällt für 6 Wochen aus. Die beschädigte Gaulois setzt sich auf der Hasen-Insel auf Land.
Der alliierte Durchbruch nach Konstantinopel auf dem Seeweg wird jetzt aufgegeben. Die schweren Granaten der türkischen Batterien sind nahezu aufgebraucht. Alle Geschütze ab 15 cm verfügen nur noch zwischen 46 und 230 Granaten bis zum 28. März.
Nordsee: HMS Dreadnought rammt und versenkt das heimwärts fahrende deutsche U-Boot U 29, welches zuvor den holländischen Frachter Medea vor Beachy Head versenkt hat. Das erste U-Boot-Ass Weddigen kommt dabei ums Leben.

Westfront

Champagne: Kämpfen um den Wald von Jaune Brule.

Luftkrieg

Deutschland: Französischer Luftangriff auf den Bahnhof von Freiburg.
Ostfront: Der russische Pilot A.A. Kazakow rammt einen deutschen Albatros-Aufklärer über dem Dorf Guzow, nachdem sein Versuch gescheitert war, den Gegner in ein Fangseil zu verwickeln.

Afrikanische Fronten

Südwestafrika: Der südafrikanische General Botha verlässt Swakopmund mit 21.000 Mann (davon 13.000 Berittene) in 3 Kolonnen und besetzt die Wasserlöcher Jakalswater und Riet nach Nachtmärschen am 28. März und nimmt dabei 284 deutsche Kriegsgefangene und zwei Kanonen.


General Hamilton
General Sir Ian Hamilton, der Befehlshaber der alliierten Landstreitkräfte vor den Dardanellen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 19. März 1915:

Naher Osten

Dardanellen: Hamilton schickt Kriegsminister Kitchener ein Telegramm: ‘Es muss eine bewusste und fortschrittliche Militäroperation werden.’ Admiral Robeck stimmt dem am 26. März zu.

Westfront

Vogesen: Kämpfe auf dem Reichackerkopf und Hartmannsweilerkopf.

Ostfront

Galizien: Ausfall der belagerten österreich-ungarischen Garnison von Przemysl. Der russische General Seliwanow greift von drei Seiten vom 20. bis 21. März an.

Politik

Niederlande: Die Regierung protestiert gegen die alliierte Blockade.

Heimatfronten

Indien: Ein Wehrgesetz wird verabschiedet.


Landship
Der ursprüngliche Plan des ‘Landship’ (Landschiff) von de Mole aus dem Jahr 1912.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 20. März 1915:

Geheimkrieg

Churchill genehmigt 18 ‘Landship’-Prototypen (Panzer), welche in aller Eile bestellt werden sollen.

Westfront

Artois: Deutsche Truppen erstürmen Gräben in der Nähe von Notre Dame de Lorette, aber die Franzosen erobern sie am nächsten Tag zurück.
Foch sendet Joffre einen Plan für eine Frühjahrsoffensive.

Ostfront

Ostpreußen: 16.000 russischen Soldaten nehmen Laugszargen und greifen Tilsit an, aber Esebecks deutsche Brigade kann es am 23. März zurückerobern.
Karpaten: Der russische General Brussilow nimmt 2.400 Kriegsgefangene in der Nähe von Smolnik. Die deutsch-österreich-ungarische Südarmee greift in der Nähe von Kosziowa bis zum 27. März an.

Luftkrieg

Frankreich: Der Stadtrand von Paris wird durch die Heeres-Luftschiffe LZ29 und LZ35 bombardiert (52 Bomben, 9 Opfer). Das Luftschiff SL2 bombardiert Compiègne anstatt. LZ29 wird dabei in der Nacht vom 20./21. März durch Luftabwehrfeuer in der Nähe von Saint Quentin abgeschossen.
Westfront: Die belgische Aviation Militaire (Militär-Luftwaffe) wird gebildet.

Politik

Italien: Die Alliierten akzeptieren grundsätzlich die Bedingungen Italiens für dessen Kriegseintritt. Der italienisch Militärattaché verlässt Wien am nächsten Tag.
Deutschland: Der dänische Möchtegern-Vermittler Hans Niels Andersen trifft Kaiser Wilhelm II. in Charleville nach seinem Besuch in Petrograd vom 1. bis 7. März.

Heimatfronten

Deutschland: Der Reichstag stimmt der 3. Kriegsanleihe zu. Liebknecht und ein weiterer Abgeordneter stimmen dagegen, 30 Enthaltungen.


Franz Conrad von Hötzendorf
Der österreich-ungarische Feldmarschall Franz Conrad von Hötzendorf war ein gebildeter, mehrsprachiger Mann. Als hervorragender Stratege hatte er aber mit der unzulänglichen habsburgischen Kriegsmaschinerie ebenso zu kämpfen wie mit seinen deutschen Verbündeten.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 21. März 1915:

Südfronten

Serbien: Der deutsche Generalstabschef Falkenhayn schlägt seinem österreich-ungarischen Kollegen Konrad von Hötzendorf einen schnellen Schlag gegen Serbien vor, um eine Versorgungsroute zu den Türken zu öffnen. Hötzendorf teilt aber mit, dass aufgrund der bevorstehenden Offensive in Galizien dafür keine Kräfte zur Verfügung stünden. Falkenhayn entfacht darauf hin das Interesse mit der Hoffnung auf einer Intervention der Bulgaren.

Luftkrieg

Ostfront: Der befehlshabende österreich-ungarische Kommandanten entkommt in einem bereitgestellten Albatros BII kurz vor dem Fall des belagerten Przemysl.

Westfront

Argonnen: Kämpfe bei Bagatelle.


Deutsche Truppen auf dem Marsch nach Przemysl
Deutsche Truppen bei ihrem vergeblichen Vormarsch, um das belagerte Przemysl zu entsetzen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 22. März 1915:

Ostfront

Galizien – das belagerte Przemysl kapituliert: 9 Generäle unter den 119.602 österreich-ungarischen Kriegsgefangenen, wovon 20 % an Skorbut leiden. Nur noch Rationen für 3 Tage übrig. 700 Kanonen werden von den Russen erbeutet.

Westfront

Aisne: Die deutsche Artillerie bombardiert die Kathedrale von Soissons bis zum nächsten Tag.

Naher Osten

Dardanellen: Der alliierte Befehlshaber Hamilton meldet, dass seine Truppen nicht vor dem 14. April bereit sein werden.

Seekrieg

Dardanellen: Admiral Robeck entscheidet, dass ein erneuter Marineangriff nicht möglich ist und dass Truppen benötigt werden. Sein Chef des Stabes Keyes hält den Dardanellen-Durchbruch mit Zerstörern und Minensuchern nach dem 4. April für möglich.


General Liman von Sanders
General Liman von Sanders, Befehlshaber der türkischen 5. Armee.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 24. März 1915:

Naher Osten

Dardanellen: Liman von Sanders erhält den Befehl über die türkische Fünfte Armee. Er kommt auf Gallipoli am 26. März an.

Afrikanische Fronten

Tripolitanien: 2 italienische Kolonnen stellen die Verbindung nach Misurata mit seinen Häfen wieder her, welche am 18. März von Aufständischen unterbrochen wurden.

Seekrieg

Nordsee: Nebel lässt einen Angriff von Wasserflugzeugen der britischen Harwich Force auf den deutschen Radiosender Nordreich scheitern (sowie auch am 3., 6. April und 11. Mai gescheitert). Der Kreuzer Undaunted und der Zerstörer Landrail kollidieren dabei (7 Tote), können sich aber bis zum 26. März nach Hause schleppen.

Luftkrieg

Besetztes Belgien: 2 Flugzeuge des Royal Navy Air Service bombardieren die Montagewerften für die aus Deutschland angelieferten Küsten-U-Boot-Sektionen bei Hoboken, Antwerpen. Der Einsatz wird am 1. April wiederholt.

Geheimkrieg

Großbritannien: Churchills Memorandum zur Eroberung von Borkum nach dem 15. Mai.

Neutrale

Chile: Proteste gegen die Verletzung der Hoheitsgewässer durch die britische Royal Navy am 14./15. März, als der deutsche Kreuzer Dresden vor Juan Fernandez aufgebracht wurde.


Deutsches Lazarett
Deutsches Lazarett für verwundete Soldaten im Jahr 1915.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 25. März 1915:

Westfront

Artois: Französische Truppen gelingt es die Kontrolle über den Höhenrücken Notre Dame de Lorette zurückzugewinnen und einen Gegenangriff abzuwehren.

Ostfront

Galizien: Nur 1/3 der Soldaten des 4. sibirischen Reserve-Schützen-Regiment entsteigen ihrem Zug in Lemberg, der Rest ist unterwegs desertiert.
Karpaten: Der russische General Brusilow macht Fortschritte bis zum 4. April und erobert den Lupkow-Pass am 26. März mit 8.200 Kriegsgefangene zurück.

Naher Osten

Ägypten: Der britische Befehlshaber für das MEF, Hamilton, trifft in Alexandria ein.
Indien – Nordwest-Grenze: Gefecht von Dardoni mit General Fane gegen 10.000 Tochi-Krieger, welche Miranshah bis zum 27. März bedrohen. Kolonialsekretär Harcourts Kabinett fordert in einem Memorandum die Annexion von Mesopotamien für indische Einwanderer sowie Palästina als US-Mandat.

Seekrieg

Ostsee: Deutsche Kriegsschiffe beschießen Kurland und Libau (letzteres am 28. März).

Neutrale

Der alliierte Militärgeheimdienstes aus Petrograd berichtet, dass deutschen Waffen für das Osmanische Reich durch Rumänien und Bulgarien mit Erlaubnis dieser Länder transportiert werden. Der britische Außenminister Grey protestiert vergeblich bei deren Gesandten.

Geheimkrieg

Deutschland: Giftgas-Test mit Grabenmörser-Granaten bei Wahn, Köln.

Heimatfronten

Japan: Die Regierung gewinnt die Wahlen mit 80 % Mehrheit.


Maschinengewehr-Scharfschützen-Kompanie
Eine deutsche Maschinengewehr-Scharfschützen-Kompanie in 1915. Das MG hat ein Zielfernrohr.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 26. März 1915:

Westfront

Elsass: Trotz des deutschen Einsatzes von Flammenwerfern erstürmen französische Truppen den Gipfel des Hartmannsweilerkopf und dringen 160 Meter entlang von zwei Rücken im Osten vor.

Ostfront

General Alexejew ersetzt Ruzki als Oberbefehlshaber der Nordwestfront.

Luftkrieg

Deutschland: 6 französische Flugzeuge bombardieren die Zeppelin-Hallen und den Bahnhof von Metz.
Dardanellen: Kommandeur Samsonss 3. Staffel des Royal Navy Air Service treffen von Dünkirchen aus kommend auf Tenedos mit 18 Flugzeugen und 118 Männer ein. Ein Weinberg wurde gerodet, um einen Flugplatz einzurichten. Der erste Einsatz wird von dort am 28. März geflogen.

Neutrale

Niederlande: Den holländischen Truppen wird befohlen, an der deutschen Grenze aufzumarschieren, da eine Invasion unmittelbar bevor zustehen scheint. Churchill und Kitchener prüfen die Notfallpläne für einen derartigen Fall, bis sich das ganze bis zum 28. März als falscher Alarm herausstellt.

Heimatfronten

Deutschland: Die lokalen Behörden werden ermächtigt, den Alkoholverk


Türkische Kavallerie in Armenien
Türkische Kavalleristen reiten durch ein armenisches Dorf.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 27. März 1915:

Naher Osten

Armenien: Russische Truppen nehmen wieder Artvin am oberen Chorok. Die Türken evakuieren Batumi am 29. März.
Mahmud Kamil Pascha ersetzt Hasan Izzet Pascha als Befehlshaber der türkischen Dritten Armee, behält aber bis auf Weiteres den gleichen deutschen Stabschef, Major Guse. Seine Armee wird auf 35.000 Mann verstärkt.
Ägypten: Die Royal Navy Division, die französische Division und die britische 29. Division landen an und verstauen ihre Ausrüstung bis zum 29. März.

Westfront

Maas: Französischer Vorstoß bei Les Éparges und Abwehr von Gegenangriffen am nächsten Tag.

Seekrieg

Atlantik: Der letzte deutscher Überwasser-Handelszerstörer (bis zum 11. Januar 1916) wird durch britische Schiffe versenkt.

Luftkrieg

Dardanellen: Die 1. Ballon-Abteilung des Royal Navy Air Service wird an Bord des ex-Bagger-Schiffes Manica nach den Dardanellen geschickt. Sie kommt auf Mudros am 9. April an.

Politik

Österreich-Ungarn: Die Regierung macht im Trentino territorialen Zugeständnisse an Italien.

Heimatfronten

Großbritannien: Eine Pressekampagne wegen Munitionsknappheit beginnt nach Feldmarschall Frenchs Interview gegenüber der Times.
Deutschland: Großadmiral Tirpitz kontaktiert den Arzt des Kaisers, um dessen Ideen für die Regentschaft des Kronprinzen herauszubekommen.
Osmanisches Reich: Ein Gesetz zur Förderung der Industrie verabschiedet.


General Kluck
General Kluck, der Befehlshaber der deutschen Ersten Armee 1914/15.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 28. März 1915:

Westfront

Aisne: General Kluck wird in einem Alter von 68 Jahren beim Besuch von Schützengräben in der Nähe von Vailly durch eine französische Granate schwer am Bein verwundet. Er wird durch General Fabeck im Kommando über die Erste Armee ersetzt.

Ostfront

Karpaten: Das deutsche Beskiden-Korps wird aufgestellt, um die österreich-ungarischen Verbände zu unterstützen.

Seekrieg

Irische See: Das britische Passagierschiff Falaba sinkt nach einem Angriff durch das deutsche U-Boot U 28 innerhalb von 8 Minuten (104 Tote, einschließlich Amerikaner).
Schwarzes Meer: 5 russischen Schlachtschiffe, 2 Kreuzer und 10 Zerstörer beschießen die türkischen Festungen am Bosporus, aber Nebel verhindert die Fortsetzung am nächsten Tag.
Nordsee: Kapitän Fryatt von der britischen Fähre Brussles rammt U 33 und erhält den Dank der Admiralität.
Palästina: Der französische Kreuzer D’Entrecasteaux beschießt Gaza.

Neutrale

USA: Der erste US-Bürger kommt im 1. Weltkrieg ums Leben, als das deutsche U-Boot U 28 das britische Passagierschiff Falaba versenkt.


General Hamilton inspiziert Truppen
Der Befehlshaber des MEF (Mittelmeer-Expeditionskorps) Hamilton inspiziert seine Truppen.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 29. März 1915:

Naher Osten

Ägypten: General Hamilton, Befehlshaber des MEF, inspiziert 20.000 ANZAC-Truppen für die Dardanellen (2.480 Mann neuseeländische Verstärkungen sind am 26. März eingetroffen).

Westfront

Das erste deutsche Gas-Regiment wird gebildet mit 2 Bataillone zu je 3 Kompanien.
Alliierte Konferenz im Hauptquartier Chantilly mit dem britischen Kriegsminister Kitchener, Joffre und dem britischen Feldmarschall French. Letzterer erklärt sich bereit, 2 französische Korps für eine Frühjahrsoffensive abzugeben.

Ostfront

Ostpreußen: Esebecks Brigade erobert Tauroggen nordöstlich von Tilsit zurück.
Karpaten: Der russische General Brusilow nimmt 11.140 Kriegsgefangene, 9 Kanonen und 35 MGs im Bereich des Lupkow-Pass bis zum nächsten Tag.

Seekrieg

Flandern: Die U-Boot-Flottille mit 127-Tonnen Küsten-UB-Booten (die ersten 6 Missionen finden Ende April statt) und 168-Tonnen UC-Minenleger wird gebildet. Die U-Boote werden in Antwerpen zusammengebaut und nach Brügge bzw. Zeebrügge über die Kanäle herangeschleppt. 16 U-Boote sind bis Oktober einsatzbereit.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: 300 britische Soldaten mit 16 Lastwagen (erstmaliger Einsatz von Kraftwagen in diesem Feldzug) werden von den Deutschen beim Salaita-Hügel östlich von Taveta geschlagen.

Heimatfronten

Großbritannien: Lloyd George meint: ‘Trinken ist ein gefährlicher Feind als Deutschland oder Österreich-Ungarn.’ Die Schiffbauer fordern ein Alkohol-Verbot.
St. Dunstan-Wohnheim für Kriegsblinde eröffnet.


deutsche Lange 15-cm-Kanone
Für den Stellungskrieg an der Westfront 1915 reaktiviert: die alte deutsche Lange 15-cm-Kanone in ausgebauter Feuerstellung.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 30. März 1915:

Westfront

Flandern: Die Nachrichtenoffiziere des XV. Korps der französischen Zehnten Armee erfahren von deutschen Kriegsgefangenen, dass umfangreiche Vorbereitungen zum Einsatz von ‘erstickenden Gasen’ (d.h. Chlor-Flaschen) in der Nähe von Zillebeke, östlich von Ypern, getroffen werden.
Champagne: Die Kathedrale von Reims unter Artilleriebeschuss.
Vogesen: Ein deutscher Gegenangriff im Fecht-Tal erreicht Herrenberg.

Südfronten

Serbien: Der österreich-ungarische Flussdampfer Belgrad versucht in der Nacht vom 30./31. März die alliierte Donau-Blockade zu durchbrechen, läuft aber auf eine russische Mine und wird von serbischen 75-mm-Kanonen versenkt.

Ostfront

Die Moral im österreich-ungarischen Hauptquartier ist ‘unter Null. Der Chef (Conrad von Hötzendorf) hört nie auf zu murren.’

Afrikanische Fronten

Südwestafrika: McKenzies südafrikanische Zentral-Streitmacht (11.000 Mann) besetzt das 130 km von Lüderitz landeinwärts gelegene Aus.

Heimatfronten

Großbritannien: Der König bietet die absolute Alkoholabstinenz im königlichen Haushalt für die Dauer des Krieges an.


 unsichtbarer Feind
Der unsichtbare Feind: Überwasserschiffe, Torpedoboote und U-Boote in trauter Eintracht in einer deutschen Marinebasis.
Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 31. März 1915:

Westfront

Verpflegungsstärke der deutschen Truppen 5.029.672 Mann.

Seekrieg

Deutschland: Deutsche U-Boote versenken 29 Schiffe (wobei 161 Briten ihr Leben verlieren) mit 89.517 Tonnen im März, mehr als im ganzen Krieg bisher zusammen.
Österreich-Ungarn: Admiral Haus verteidigt die defensive Marine-Strategie in einem langen Memorandum an Ex-Ministerpräsident Baron Beck ‘in vielen Fällen ist am besten, nichts zu tun’ und erkennt U-Boote als die ‘Beherrscher des Meeres‘ an. Kaiser Franz Joseph genehmigt dies am 7. April.

Heimatfronten

Großbritannien: Ein Rüstungsausstoß-Ausschuss soll qualifizierte Arbeitskräfte organisieren.
Russland: Verkehrsministerium gebildet.
Frankreich: Absinthe-Prohibition-Gesetzt verabschiedet.


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