Kriegstagebuch 24. November 1917

 Kaiser Karl (links) und Wilhelm II

Die Kaiser Karl (links) und Wilhelm II. hofften, Italien aus dem Krieg zu werfen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 24. November 1917:

Südfronten

Trentino: Kaiser Karl beendet die Angriffe im Asiago-Sektor, Conrad von Hötzendorfs Verluste sind 15.030 Mann (davon fast 7.000 Kranke) seit dem 10. November.

Westfront

Cambrai: Die britischen Truppen scheitern daran, die Bourlon-Höhe zu nehmen, aber Oberst Wade mit seiner Gruppe hält einen Teil des Dorfes bis zum 26. November. Die Briten nehmen wieder das zwei Tage zuvor verlorene Fontaine-Notre-Dame. Erneute Angriffe vom 25. bis 27. November sind fruchtlos. In einem Brief beklagt Haig einen schweren Mangel an Infanteristen.

Mittlerer Osten

Palästina: Die berittene ANZAC-Division gewinnt und verliert wieder bis zum 25. November zwei Brückenköpfe nördlich des Flusses Auja. Die türkischen Verluste belaufen sich auf 437 Soldaten.

Kriegstagebuch 23. November 1942

Granaten explodieren auf den Straßen Leningrads

Granaten explodieren auf den Straßen des belagerten Leningrad.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 23. November 1942:

Ostfront

Belagerung von Leningrad: Deutsche schwere Artillerie und Bomber im Einsatz vor der Morgendämmerung. 50.000 Granaten haben die Stadt im Jahr 1942 getroffen und der Beschuß erfolgte an 254 Tagen.

Afrika

Libyen: Rommel räumt Agedabia.

Luftkrieg

Südost-Asien: US-Flugzeuge greifen im Sturzflug eine Brücke bei Hankou an und bombardieren den Flugplatz von Kanton (China). Wellington-Bomber der RAF greifen den Flugplatz von Meiktila in Burma an, wo starke Brände entstehen. Japanischer Nachtangriff auf Kweilin, einer US-Luftwaffenbasis im Südwesten von China.

Besetzte Gebiete

Frankreich: Dakar, der wichtige Stützpunkt in Französisch-Westafrika, fällt unter alliierte Kontrolle, nachdem der General-Gouverneur Boisson seine Zugehörigkeit zu Vichy-Frankreich aufgekündigt hat.

Kriegstagebuch 23. November 1917

Luftschhiff L59

L59 war im August 1917 der erste einer neuen Zeppelin-Klasse, welche die neueste Entwurfstechniken repräsentierte und einen Standard etablierte, dar fast ein Jahr lang bestehen blieb.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 23. November 1917:

Afrika

Ostafrika: Nach zwei vergeblichen Versuchen am 13. und 16. November verlässt Zeppelin L59 am 21. November Jamboli in Bulgarien mit 15 Tonnen Vorräte, einschließlich 30 MGs, für die Truppen von Lettow-Vorbeck in Ostafrika. Die Briten im gerade zuvor besetzen Newala schicken jedoch eine im deutschen Code verschlüsselte Nachricht an das Luftschiff, als sich dieses nach einem 95-Stunden-Nonstop-Flug westlich von Kahrtum befindet, daß Lettow-Vorbeck vor der Kapitulation steht. So kehrt L59 nach einem Rekordflug von über 6.750 km zu seinem Stützpunkt zurück.

Westfront

Cambrai – Schlacht vom Bourlon-Wald (bis zum 28. November): Britischer Angriff der 40. Division mit 62 Tanks (16 verloren, 5 gegen deutsche Flak) und 432 Geschützen gegen 200 deutsche Geschütze, nimmt den Kamm, scheitert aber die Ortschaft zu erreichen. Byng zum General befördert.

Luftkrieg

Cambrai: Deutsche Flakgeschütze auf LKW verstärken den Widerstand bei Fontaine. 50 Flugzeuge des Royal Flying Corps (15 verloren) unterstützen den Bodenangriff des BEF, aber Richthofen hat jetzt den Befehl über den Sektor und schießt eine DH5 über dem Bourlon-Wald ab. 3 britische Tagbomber-Staffeln greifen sechs Ziele an.

Politik

Rußland: Trotzki beginnt in der Iswestija die alliierten Geheimverträge zu veröffentlichen.

Heimatfronten

Russland: Alle Klassenunterschiede und zivile Titel werden abgeschafft.
Großbritannien: Ein Rat zum Schiffsbau wird eingesetzt. Die Kirchenglocken läuten zum ‘Sieg von Cambrai’.

Kriegstagebuch 22. November 1942

Stuttgart nach Luftangriff

Stuttgart nach Luftangriff.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Sonntag den 22. November 1942:

Luftkrieg

Deutschland: 222 Stirling- und andere RAF-Bomber greifen in der Nacht vom 22. auf den 23. November Stuttgart an und werfen 335 Tonnen Bomben ab.

Ostfront

Belagerung von Leningrad: Deutsche schwere Artillerie beschießt weiterhin die belagerte Stadt.

Heimatfronten

Großbritannien: Sir Stafford Cripps wird zum Minister für die Flugzeugproduktion ernannt.

Kriegstagebuch 22. November 1917

Deutsche Truppen ziehen durch ein Dorf in Norditalien

Deutsche Truppen ziehen durch ein Dorf in Norditalien an die Front.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 22. November 1917:

Südfronten

Piave: Krisentag im wichtigen Grappa-Abschnitt, als österreich-ungarische-deutsche Truppen den Mt.Tomba (968 Meter) erstürmen, aber Laderchis IX. Korps vertreibt sie mit letzter Kraft, wobei ein italienisches Regiment auf 400 Mann reduziert wird. Reserven konsolidieren die Lage am 23. November.
Trentino: Österreich-ungarische Gebirgstruppen erstürmen den Berg Pertica, welcher vom Monte Baldo Alpini-Bataillon verteidigt wird, aber das deutsche Alpenkorps und die österreich-ungarische 50. Division können bis zum 23. November keine Geländegewinne nach Osten erzielen.
Saloniki: 150 bulgarische Soldaten überfallen in der Nacht vom 23./24. November die britische Linie bei Mamelon am Doiran-See und verursachen 27 Mann Verluste.

Ostfront

Russland: Lenin setzt Dukhonin ab, weil der sich geweigert hat, mit den Mittelmächten über einen Waffenstillstand zu verhandeln und macht Fähnrich Kirilenko zum Generalstabschef. Dieser verlässt die Nordfront und sein Befehl Nr. 1 endet ‘Hoch lebe ein sofortiger Friede !’.

Westfront

Cambrai: Deutsche Truppen erobern Fontaine-Notre-Dame zurück.

Luftkrieg

Cambrai: 19 Royal Flying Corps-Piloten (8 Flugzeuge verloren oder zerstört) greifen deutsche Kolonnen und Stellungen an, 3 deutsche Jäger werden abgeschossen.

Naher Osten

Palästina: Türkische Truppen scheitern dreimal daran, den Hügel Samwil (897 m) von der britischen 75. Division zu erobern, aber letztere, zusammen mit der 52. Division, scheiterte am 24. November ebenfalls an der El-Jib-Höhe.
Aden: Die Briten nehmen einen türkischen Posten in Jabir ein, 25 km nördlich von Aden. Die dortigen britischen Truppen steigen von 7.137 Mann am 1. Oktober 1917 auf 10.2781 Soldaten bis zum 1. November 1918 an.