Kriegstagebuch 20. November 1942

Soldaten vom 'Queens'-Regiment der britischen 8. Armee

Soldaten vom ‘Queens’-Regiment der britischen 8. Armee beim Vormarsch im November 1942.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Freitag den 20. November 1942:

Afrika

Libyen: Bengasi wird von der britischen 8. Armee besetzt.

Heimatfronten

Ungarn: Tod des Grafen Leopold von Berchtold im Alter von 79 Jahren, dem berüchtigten österreichisch-ungarischen Außenminister bei Ausbruch des Ersten Weltkrieg.

Kriegstagebuch 20. November 1917

Tank-Angriff von Cambrai

Englische Tanks Mark IV rollen während des Beginns der Schlacht von Cambrai vorwärts. Links steht eine überrolltes deutsches Feldgeschütz.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 20. November 1917:

Westfront

Cambrai – SCHLACHT VON CAMBRAI (bis 3. Dezember). Erster massiver Panzerangriff: Die verstärkte britische Dritte Armee (Byng) mit 19 Divisionen und dem Tank-Korps unter der Führung von Brigadegeneral Elles im Tank ‘Hilda’ starten einen Überraschungsangriff ohne Vorbereitungsbeschuß durch die Artillerie auf die Hindenburg-Linie. 389 Tanks (179 verloren, davon 65 durch Artilleriebeschuß) rollen von den Sammelpunkten um 6:20 Uhr los, machen den deutschen Stacheldraht platt, verjagen die deutsche Infanterie aus ihren Gräben an der Front und öffnen eine rund 9 km breite Bresche und dringen bis zu 3.500 Metern Tiefe vor. Sie nehmen 4.200 Kriegsgefangene, 223 Kanonen und 281 MGs für 4.000 Mann Verluste.
Die Einsatztaktik der Tanks mit 4 der 5 Sturmdivisionen der Infanterie funktioniert wie trainiert, nur die 51. Highland-Division bleibt vor dem zentralen Schlüsselabschnitt Flesquieres liegen und die Kavallerie schafft es nicht rechtzeitig, nach vorne zu kommen. Hier zerstört Unteroffizier Krüger mit seiner Kanone 7 britische Tanks, während die 107. Infanterie-Division von der Ostfront kommend gerade in Cambrai aus Zügen entladen wird, als der britische Angriff beginnt. Die Deutschen sprengen die Übergänge über den St.Quentin-Kanal.
Lothringen: Die 1. US-Division wird von ihrem ersten Einsatz in den Schützengräben abgelöst (insgesamt 83 Mann Verluste).
Deutschland: Memorandum von Kuhl an Ludendorff zu einer Offensive in Flandern.

Luftkrieg

Cambrai: Das Royal Flying Corps konzentriert 289 Flugzeuge in 15 Staffeln, um die britische Dritte Armee und den ersten Massenangriff mit Tanks gegen nur 78 deutsche Flugzeuge zu unterstützen. 4 Staffeln (13 Flugzeuge verloren oder zerstört, 13 durch Bodenfeuer beschädigt) fliegen Bodenangriff 45 Minuten nach dem Angriff und 20 Sopwith Camel (4 verloren) und Pup-Jäger greifen 4 von 6 als Ziele vorgesehene Flugplätze an. Luftbeobachter melden jedoch bei Flesquieres keine deutschen Batterien und ein Pilot gibt irrtümlich die Eroberung des Ortes vor 11 Uhr an.

Ostfront

Russland: Die Bolschewiken erklären die Volksrepublik Ukraine.

Südfronten

Piave: Die österreich-ungarischen Truppen nehmen den Mt. Fontanasecca zu Beginn von einwöchigen Kämpfen.
Italien: Die letzten beiden französischen Divisionen (23. und 24.) kommen an (bis zum 22. November). Foch reist am 23. November nach Paris ab.

Naher Osten

Palästina: Die britische 75. Division erstürmt drei Höhenrücken, unterstützt durch Nebel, und erreicht Positionen 8 km nördlich von Jerusalem am 21. November, aber die Yeomanry-Division wird vom Zeitun-Grat vertrieben.

Afrika

Ostafrika: Giffards 1/2 Kings African Rifles nimmt 127 Kriegsgefangene in einem anderen Lager. 900 portugiesische Soldaten kommen in Ngomano an. Lettow-Vorbeck baut die Funkstation in Newala ab und beginnt in südlicher Richtung zum Fluss Rovuma abzurücken.

Kriegstagebuch 19. November 1942

Zivilisten begrüssen Truppen der Roten Armee bei Stalingrad

Bewohner eines Dorfes hinter den Linien der Achsenstreitkräfte bei Stalingrad begrüßen die vorstoßenden Soldaten der Roten Armee. Im Vordergrund ein T-34 Panzer.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Donnerstag den 19. November 1942:

Ostfront

Stalingrad: SCHUKOW STARTET ÜBERRASCHENDE GEGENOFFENSIVE BEI STALINGRAD (Operation Uranus) mit 3 Fronten (1 Front entspricht in etwa 1 deutschen Armee) über eine Frontlänge von 402 km. Die Fronten verfügen zusammen über 10 Armeen (entspricht etwa je einem deutsches Korps) und 1 Panzerarmee (900 Panzer), welche von 13.500 Geschützen, Mörsern und Stalinorgel-Raketenwerfern sowie 1.100 Flugzeugen unterstützt werden.
Bis zum 23. November brechen die russischen Panzerspitzen durch die schwachen Linien der rumänischen Armeen nördlich und südlich von Stalingrad durch und treffen bei Kalatsch im Rücken der deutschen 6. Armee zusammen. Der Tagesbefehl der Roten Armee lautet: ‘Die Stunde der strengen und gerechten Abrechnung mit dem widerlichen Feind, den deutschen Faschisten, hat geschlagen … wir müssen dafür sorgen, daß des Feindes schwarzes Blut in Strömen fließt.’

Afrika

Tunesien: Englische Fallschirmjäger, welche von Souk el Arba in Richtung Biserta vorstoßen, werden von deutschen Truppen bei Sidi Nsir aufgehalten.

Kriegstagebuch 19. November 1917

Britische Tanks verladen auf der Eisenbahn

Britische Tanks verladen auf der Eisenbahn auf dem Weg nach Cambrai.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 19. November 1917:

Westfront

Cambrai: Das britische Tank-Korps, das mit der Eisenbahn herangebracht wurde, beginnt sich in der Nacht vom 19. auf den 20. November in die Ausgangsstellungen zu bewegen.
Flandern: Deutsche Grabenüberfälle im britischen Sektor.
Lothringen: Hauptmann Patton tritt dem US-Tank-Korps bei.

Ostfront

Russland: Tagebucheintrag des britischen Botschafters ‘Im Moment zählt allein Gewalt’.
West-Russland: Ein bolschewistischer Panzerzug erobert Minsk zurück.

Politik

Rußland: Die Bolschewisten fordern einen sofortigen Waffenstillstand an allen Fronten.
Italien: Die Regierung bittet Großbritannien und Frankreich erfolgreich um 300.000 Gewehre, 4.000 MGs, 640 Kanonen und 40 Panzer.

Kriegstagebuch 18. November 1942

britischer Sherman-Panzer in Tunesien

Sherman-Panzer der britischen 1. Armee rollt vorwärts in Tunesien.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Mittwoch den 18. November 1942:

Afrika

Nordwest-Afrika: Die britische 1. Armee, welche z.Z. erst aus 1 Division besteht, marschiert in 3 Kolonnen entlang der Küstenstraße und über Bergstraßen in Richtung Biserta und Tunis.
Libyen: Die britische 8. Armee besetzt Cyrene.

Kriegstagebuch 18. November 1917

Beerdigung von General Sir Frederick Maude

Beerdigung von General Sir Frederick Maude bei Bagdad. Er hatte sich an verseuchter Milch mit der Cholera infiziert.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 18. November 1917:

Naher Osten

Mesopotamien: Tod von Maude an der Cholera in Bagdad im Alter von 53 Jahren. Generalleutnant Marshall wird Nachfolger. Er hat 69.500 Mann und 302 Kanonen in der Nähe von Bagdad (Stärke des MEF insgesamt 254.924 Soldaten plus 158.428 Hilfskräfte).
Palästina: Allenby nimmt seine Operationen gegen Jerusalem bis zum 24. November wieder auf, mit 14.500 Mann und 18 Geschützen gegen ca.5.900 Türken mit 50 Geschützen. Die Briten kommen in den Judea-Hügeln an, als der Winterregen am 19. November beginnt. Falkenhayn verlegt sein Hauptquartier von Jerusalem nach Nablus zurück.

Südfronten

Italienische Front: Krauss österreich-ungarische Truppen und eine deutsche Jäger-Division greifen den Grappa-Sektor bis zum 22. November zwischen den Flüssen Brenta und Piave an und nehmen 1.286 Kriegsgefangene.
Albanien: Die österreich-ungarischen Truppen greifen im Süden an und versuchen, den Fluss Voyusa 20 km nördlich von Valona zu überqueren, greifen die Italiener am 22. November an und erzwingen dann den Übergang über den Fluß Osum in der Nacht vom 25./26. November.

Afrika

Ostafrika: Nigerianische Truppen nehmen das Krankenhaus mit 959 Kriegsgefangenen und befreien 32 alliierte Gefangene 30 km südöstlich von Chiwata.

Seekrieg

Mittelmeer: Ein ​​U-Boot versenkt die Q-Schiff-Schaluppe (U-Boot-Falle) Candytuft (9 Tote).
Ostsee: Eine russische Mine im Golf von Finnland versenkt UC 57.
Großbritannien: Memorandum von Jellicoe an das Kriegskabinett ‘… unsere Marinepolitik wird notwendigerweise von der Angemessenheit unserer Zerstörer-Streitkräfte bestimmt’.
Nordsee: Das britische P57 rammt und versenkt UC 47 (52 Schiffe mit 65.884 Tonnen im Jahr 1917 versenkt) vor Flamborough Head.