Kriegstagebuch 19. Juli 1943

Der Bahnhof Ostiense nach den ersten alliierten Luftangriffen auf Rom.

Der Bahnhof Ostiense nach den ersten alliierten Luftangriffen auf Rom.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Montag den 19. Juli 1943:

Luftkrieg

Mittelmeer-Raum – ERSTE ALLIIERTE LUFTANGRIFFE AUF ROM: 158 B-17 Fliegende Festungen und 112 B-24 Liberator greifen die Rangierbahnhöfe von Lorenzo und Littorio an. B-26 Marauder, B-25 Mitchell und P-38 Lightning-Jäger greifen später den Flugplatz Ciampino an. Nur 5 Flugzeuge gehen verloren.

Seekrieg

Atlantik: 4 deutsche U-Boote werden zwischen dem 19. – 31. Juli durch amerikanische und brasilianische Flugzeuge versenkt.
Mittelmeer: Deutsche und italienische Minenleger beginnen mit intensiven Minenlege-Operationen entlang der italienischen Küsten.

Kriegstagebuch 19. Juli 1918

'HMS Furious' 1918

‘HMS Furious’ 1918, nachdem das hintere 45,7-cm-Geschütz durch ein Landedeck ersetzt war, wodurch Flugzeuge nun auch wieder auf dem Träger landen konnten.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 19. Juli 1918:

Seekrieg

Nordsee – Überfall auf Tondern: 7 Sopwith Camel (mit je 2 x 22,5-kg oder 30-kg-Bomben) fliegen 130 km vom Träger Furious aus, begleitet von der 6. Leichten Kreuzer Staffel und zerstören den Doppel-Zeppelinschuppen in Tondern bei Sylt (Schleswig).
Der Zerstörer HMS Garry rammt und die Konvoi-Eskorte ML23 versenkt das Küsten-U-Boot UB 110 vor der Küste von Yorkshire.
Mittelmeer: Ein U-Boot versenkt das französisches Passagierschiff Australien (20 Tote).
Westatlantik: Der Kreuzer USS San Diego (6 Tote) sinkt durch eine Mine vor Fire-Island (New York). U 156, welches die Minen gelegt hatte, sinkt selbst durch eine Mine vor Bergen (Norwegen) am 25. September.

Luftkrieg

Nordsee – Tondern-Überfall: Die deutschen Luftschiffe L54 und L60 werden durch die 6 Sopwith Camel (4 verloren) vom Flugzeugträger Furious bombardiert und verbrennen im Tondern-Schuppen. 3 der Piloten finden den Träger nicht und müssen in Dänemark landen, ein weiterer ertrinkt auf See (der zukünftige Luftmarschall der RAF, Dickson, ist einer der beiden zurückgekehrten Piloten).

Westfront

Flandern: Die britische 9. Division erobert Meteren mit 300 Kriegsgefangenen zurück.
Champagne und Marne: Französisch-amerikanische Truppen mit 195 Panzern (50 getroffen) nehmen 3.000 Kriegsgefangene und 150 Kanonen, rücken 3,2 Kilometer in Richtung der Straße Soissons-Chateau-Thierry vor, aber die deutsche 20. Division erobert die wichtige Verbindungsstrecke wieder zurück. Südlich von der Marne erobern die Alliierten Montoisin zurück. Die britische 51. und 62. Divisionen lösen die Italiener ab. Die 2. US-Division wird nach 5.000 Mann Verlusten ebenfalls abgelöst.

Politik

Honduras: Die Regierung erklärt Deutschland den Krieg.
Frankreich: französisch-schweizerisches Wirtschaftsabkommen.
Großbritannien: Neue Erklärung des britischen Assistenten des Außenministers Lord Cecil zur alliierten Handelspolitik.
Italien: Rumänisches Aktionskomitee gegründet, um rumänische Kriegsgefangene der österreichisch-ungarischen Armee in Legionen zu organisieren.

Heimatfronten

Indien: Rowlett Sedition Komitee Bericht.
Großbritannien: Das Kriegskabinett lehnt Churchills Plädoyer ab, die ‘Auskämmung der Arbeiter zur Armee’ zu beenden, da sich die Panzerproduktion halbiert hat. Begründung: Milner will nun Männer jetzt, und nicht später Maschinen haben. Das National Service Ministerium überzeugt schließlich die Armee, daß die Zivilärzte Priorität haben.
USA: Baseball ist ‘nicht essentiell’ nach dem Gesetz für ‘Work or Fight’ (‘Arbeit oder Kampf’).

Kriegstagebuch 18. Juli 1918

US-Soldaten schießen auf einen deutschen Scharfschützen

US-Soldaten schießen auf einen deutschen Scharfschützen, der sich in einem Dorf an der Marne verschanzt hat.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 18. Juli 1918:

Westfront

Champagner und Marne – ZWEITE SCHLACHT AN DER MARNE: ALLIIERTER GEGENSCHLAG. Französisch-amerikanische Truppen, unterstützt von 2.000 Kanonen, greifen um 04:35 Uhr auf einer 43 km langen Front an, von Fonteroy nach Belleau. Die französische Zehnte Armee (Mangin), einschließlich der 1. und 2. US-Divisionen (unter insgesamt 9 Divisionen), unterstützt von 223 Panzern (62 getroffen), erzielen einen vollständig überraschenden Einbruch von bis zu 7,25 Kilometer Tiefe; bis auf 1,5 Kilometer an den ‘Mt.Paris’, Soissons und das Crive-Tal heran. Die Alliierten bringen 12.000 Kriegsgefangene ein und erbeuten 250 Kanonen von 11 deutschen Divisionen. Weiter südlich kommen die französisch-amerikanischen Truppen (Degoutte) 4 bis 8 km nördlich von der Marne voran. Deutsche Truppen erreichen dagegen St.Agnan südlich von der Marne.
Flandern: Ludendorff Morgens-Konferenz in Mons (mit Rupprecht, den Armee-Kommandanten und Stäben für die geplante ‘Endoffensive’ Hagen für Anfang August), gerät durch die Nachrichten von dem Debakel an der Marne in Konfusion. Ludendorff schickt sofort 2 Divisionen an die bedrohte Front, aber die Nachricht von neuen Niederlagen beendet die Konferenz dann abrupt. Die Heeresgruppe Kronprinz Wilhelm befiehlt 14 deutschen Divisionen südlich der Marne zurückzugehen, Ludendorff bricht den geplanten Schlag bei Reims ab und stoppt die Verlegung Bruchmüllers schwerer Artillerie nach Flandern. Um 15:35 Uhr wird Rupprecht angewiesen, 2 weitere Divisionen nach Reims zu schicken; sein Tagebuch kommentiert: ‘Kein Zweifel, dass wir den Zenit unserer Erfolge überschritten haben’. Ludendorff gerät zweimal mit Hindenburg aneinander, welcher auf einen Gegenangriff aus dem Norden bei Soissons besteht.

Luftkrieg

Westfront: Die französische 1. Luft-Division unterstützt den alliierten Bodenangriff (und erleidet schwere Verluste) auf Chateau-Thierry und Soissons. Sie umfasst 590 Flugzeuge in 2 Groupements mit je 12 Escadrilles Spad XIII, dem 1. Groupement mit 9 Escadrilles Breguet XIV Tagbomber und Aufklärer, dem 2. Groupement mit 6 Escadrilles Breguet-Flugzeuge. Die RAF gibt ebenfalls Unterstützung mit Flugzeugen, welchen dem französischen XI. Korps unterstellt sind. Die Alliierten verlieren 34 Flugzeuge (davon 14 an JG1) gegenüber 8 deutschen Flugzeugen. Unteroffizier Willi Gabriel von Jasta 11 erzielt 4 Luftsiege. Die Deutschen gewinnen die Luftherrschaft über Teile des Schlachtfeldes an der Marne bis zum 6. August zurück (am 22. Juli werden 41 alliierte Flugzeuge gegenüber 2 deutschen Flugzeugen abgeschossen).

Kriegstagebuch 17. Juli 1943

HMS Warspite' bombardiert Catania

Die 38,1-cm-Geschütze der ‘HMS Warspite’ bombardieren Catania auf Sizilien.

Kriegstagebuch 2. Weltkrieg für Samstag den 17. Juli 1943:

Seekrieg

Mittelmeer: Das englische Schlachtschiff Warspite beschießt Catania.

Mittelmeer-Raum

Sizilien: US-Rangers erobern Agrigento.

Besetzte Gebiete

Sizilien: AMGOT (‘Allied Military Government of Occupied Territories’ = Alliierte Militärverwaltung für besetzte Gebiete) wird auf Sizilien eingerichtet.

Luftkrieg

Pazifik: 223 alliierte Flugzeuge greifen die Schifffahrt vor Bougainville an, wobei 1 japanischer Zerstörer versenkt wird.

Kriegstagebuch 17. Juli 1918

General Max von Boehn

General Max von Boehn, Befehlshaber der deutschen Siebten Armee.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 17. Juli 1918:

Westfront

Die Westfront hat ihre längste Ausdehnung, mit 857 km.
Champagne und Marne: Deutsche Truppen, die auf Epernay vorrücken, erreichen die Linie Montasin bis Chare la Rare (Chare wird später von den Franzosen zurückerobert) zwischen der Marne und Reims. Die Deutschen erreichen Nanteuil-Pourcy, aber die Italiener führen einen erfolgreichen Gegenangriff. Östlich von Reims werden die Deutschen südlich von Prunay besiegt, als Gouraud nach Norden vordringt und den Ort am 18. Juli zurückerobert. Deutsche Verluste 50.000 Mann, worauf Boehn die Angriffe der deutschen Siebten Armee einstellt. Heftige Gewitter in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli.

Ostfront

USA: Abschließendes US-Memorandum zur Intervention in Sibirien proklamiert das Prinzip der politischen Nichteinmischung (Japan stimmt am 18. Juli zu).

Luftkrieg

Deutschland: 17 DH-Bomber greifen Thionville als Ausweichziel für Stuttgart an.
Westfront: Deutsche Jagdverbände, die siebenmal versuchen, alliierte Luftangriffe auf die Marne-Brücken zu unterbinden, schiessen insgesamt 23 Flugzeuge für den Verlust von 6 eigenen ab.