Waffen-SS-Divisionen 1-3

Übersicht Waffen-SS-Divisionen 1-3 (LAH, Das Reich, Totenkopf)

Deutschland-FahneZwischen Anfang 1943 und dem Ende des 2. Weltkrieg wurde die Kriegsstärke der Waffen-SS von 8 auf 38 Divisionen mit fast einer Million Soldaten erweitert.

Die Elite-Panzer-Divisionen und Panzer-Grenadier-Divisionen der Waffen-SS waren Deutschlands effektivste Verbände in der letzten Phase des Zweiten Weltkrieges, welche einen Standard an Kampfkraft und Kampfleistungen setzten, der unübetrroffen von jeder anderen Streitmacht irgendeiner Nation ist.


1. SS-Panzer-Division Leibstandarte Adolf Hitler (LAH)

Tiger-Panzer 1. SS-Panzer-Division Normandie

Tiger-Panzer der 1. SS-Panzer-Division LAH in der Normandie.

Aufstellung (als Division)
15. Juli 1942

Kommandeure und Einsätze
Siehe Details 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS-Adolf Hitler

Ende
Kapitulierte gegenüber US Army am 9. Mai bei Linz, Österreich (nur 1.500 Überlebende mit 16 Panzern. Aus US-Kriegsgefangenschaft entlassen erst 1950).

Infanterie-Stärke
2 motorisierte Infanterie-(bzw Panzergrenadier-)Regimenter (eines mit Schützenpanzern), jedes mit 3 Bataillonen (gegenüber 2 in Wehrmacht-Divisionen).

Panzer-Ausstattung
1 Panzer-Regiment (10 Kompanien, 1 schwere Kompanie mit Tiger-Panzer; Sollstärke 1944 je 12 Panzer), 1 Sturmgeschütz-Abteilung (18 StuG), 1 Panzerjäger-Kompanie mit Selbstfahrlafetten (12 Stück), 18 Artillerie-Selbstfahrlafetten Hummel (1943).
Sollstärke (1944): 168 Panzerfahrzeuge, Sturmgeschütze/Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten. Hinzu kommen Schützenpanzer für eines der Panzergrenadier-Regimenter.

Besonderes
Gesamtstärke im Juni 1944: 19.700 Mann.

Teile sind verantwortlich für die Erschießung 80 englischer Kriegsgefangener bei Wormhout im Mai 1940 und 71 US-Kriegsgefangener bei Malmedy im Dezember 1944.
Höchste Kampfleistungen.

MEHR DARÜBER:

Die Leibstandarte im Bild (Gebundene Ausgabe)


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2. SS-Panzer-Division Das Reich (R)

Panzer-Grenadiere der 2. SS Division

Panzer-Grenadiere der 2. SS Division Das Reich beim Gegenstoß in den Ardennen, Dezember 1944

Aufstellung (als Division)
Oktober 1939 als SS-Verfügungs-Division (wird zur Panzer-Division am 9. November 1942).

Kommandeure
SS-Ogruf. Hausser (bis Oktober 1941), SS-Brigaf. Bittrich (bis Dezember 1941), SS-Brigaf. Kleinheisterkamp (bis April 1942), SS-Gruf Keppler (bis Februar 1943), SS-Brigaf. Krüger, SS-Brigaf. Walther, SS-Brigaf. Lammerding (Dezember 1943 bis Juli 1944 und Dezember 1944 bis Januar 1945), SS-Gruf Ostendorff, SS-Standartenführer Kreutz, SS-Standartenführer Lehmann.

Einsätze
Kampfeinsätze in Holland, Belgien und Frankreich bis zur spanischen Grenze (Mai, Juni 1940).
Im Dezember 1940 wird das ‘Germania’-Regiment abgezogen.
Besatzungsdienst in Frankreich (bis April 1941).
Im Balkanfeldzug Angriff auf Jugoslawien (April 1941) und Auffrischung in Österreich (Mai 1941).
Teilnahme am Unternehmen Barbarossa im Mittelabschnitt: Smolensk, Priluki, Gegend um Moskau (Juni bis November 1941).
Verteidigungskämpfe bei Istra, Rusa, Rschew (Dezember 1941 bis März 1942).
Auffrischung, Neuausrüstung und Umgliederung zur Panzergrenadier-Division im Reich (März 1942 bis Juli 1942).
Besatzungsdienst in Nordwest-Frankreich (bis Januar 1943).
Russland: schwere Kämpfe bei Charkow und Rückeroberung der Stadt (Februar und März 1943).
Umgruppierung (bis Juli 1943).
Schlacht von Kursk, Kämpfe im Raum Bielgorod und Prohorowka (Juli 1943).
Schwere Verteidigungskämpfe am Mius, westlich von Charkow, am Djepr, Kiew und Zhitomir (August bis Dezember 1943).
Kampfgruppe Lammerding weiterhin im Einsatz, der Rest der Division wird nach Frankreich zur Auffrischung und Neuausrüstung verlegt (Mai 1944).
Marschiert bei der alliierten Invasion in die Normandie, wobei die Kompanie von SS-Stubaf. Dickmann vom Regiment ‘Der Führer’ 642 Zivilisten in Oradour-sur-Glane ermordet. Schwere Kämpfe im Raum Coutances, St.Lo, Percy und Mortain (Juni bis August 1944).
Rückzug über Rousen, St.Vith, Reichsgrenze (August und September 1944).
Einsatz in der Schnee-Eifel (September bis Dezember 1944).
Ardennen-Offensive, schwere Kämpfe (Dezember 1944 und Januar 1945).
Verlegt nach Ungarn, schwere Kämpfe in der ‘Frühlingserwachen-Offensive’ bei Stühlweissenburg (Februar und März 1945).
Rückzug nach Österreich, Kämpfe gegen die Rote Armee bei Wien und in der Tschechoslowakei (April 1945).

Ende
Masse kapitulierte gegenüber US Army bei Pilsen, Tschechien am 8. Mai 1945.

Infanterie-Stärke
2 motorisierte Infanterie-Regimenter (zumeist Schützenpanzer), jedes mit 3 Bataillonen (gegenüber 2 in Wehrmacht-Divisionen).

Panzer-Ausstattung
1 Panzer-Regiment mit 10 Kompanien (seit Frühjahr 1944 vier davon mit PzKpfw V Panther, Mitte 1944 eine mit Tiger-Panzer; Sollstärke 1944 je 12 Panzer), 1 Sturmgeschütz-Abteilung (18 StuG), 1 Panzerjäger-Kompanie mit Selbstfahrlafetten (14 bzw 12 Stück), 1 Artillerie-Batterie (12 Stück) auf Selbstfahrlafetten Hummel.
Sollstärke (1944): 162 Panzerfahrzeuge, Sturmgeschütze/Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten. Hinzu kommen Schützenpanzer für eines der Panzergrenadier-Regimenter.

Besonderes
Erste und älteste Division der Waffen-SS (entstand aus SS-Verfügungsdivision). Eine Kompanie unter Dickmann ermordete 642 Männer, Frauen und Kinder auf grausamste Weise in Oradour-sur-Glane, Juni 1944.
Höchste Kampfleistungen.

MEHR DARÜBER:

Die Panzer-Divisionen der Waffen-SS (Gebundene Ausgabe)


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3. SS-Panzer-Division Totenkopf (T)

Kradschützen der SS-Division Totenkopf

Kradschützen der SS-Division Totenkopf in der Nähe von Dünkirchen 1940

Aufstellung (als Division)
November 1939 (zur Panzer-Division am 23. Oktober 1943).

Kommandeure
SS-Gruf. Eicke (bis Februar 1943), SS-Brigadeführer Keppler, SS-Oberführer Simon, SS-Brigaf. Priess (Oktober 1943 bis Juni 1944), SS-Brigaf. Becker.

Einsätze
Schwere Kämpfe im Westfeldzug: La Cateaum, Cambrai, Arras, Dünkirchen, Seine und Loire, Lyon, Charente (Mai und Juni 1940).
Beaatzungdienst in Frankreich (bis Juni 1941).
Unternehmen Barbarossa: Einsatz in Litauen bei Wilna und Luga (Juni bis September 1941).
Abschnitt von Leningrad (September bis Dezember 1941).
Abwehrkämpfe im Raum Cholm und Demjansk (Januar und Februar 1942).
Anschließend nur noch Kampfgruppe Simon im Einsatz (bis Juni 1942), Durchbruch nach Demjansk und Lovat (April 1942).
Abwehrkämpofe nördwestlich von Demjansk (Juli bis Oktober 1942).
Auffrischung und Neuausrüstung in Frankreich (Oktober 1942 bis Februar 1943).
Russland: schwere Kämpfe und Rückeroberung von Charkow (Februar und März 1943).
Kämpfe im Raum Byelgorod (April bis Juli 1943).
Panzerschlacht von Kursk (Juli 1943).
Abwehrkämpfe bei Isjum, Charkow, am Dnjepr und Krivoi-Rog (bis Januar 1944).
Rückzug auf die rumänische Grenze und Abwehrschlachten (Januar bis April 1944).
Verlegung an den Nordabschnitt der Ostfront (Juni 1944).
Kämpfe um Grodno (Juli 1944).
Schwere Kämpfe in Polen: Warschau, Narew-Brückenkopf, Modlin (August bis Dezember 1944).
Verlegung nach Ungarn (Dezember 1944).
Versuch eines Entsatz von Budapest (Januar 1945).
Rückzug und Kämpfe um Stühlweissenberg (Februar und März 1945).
Rückzug nach Österreich hinein, Kämpfe nordwestlich von Wien (April und Mai 1945).

Ende
Kapitulierte gegenüber der US Army bei Linz, Österreich (weniger als 1000 Mann mit 6 Panzern). Mitte Mai der Roten Armee ausgeliefert.

Infanterie-Stärke
2 motorisierte Infanterie-Regimenter (zumeist mit Schützenpanzern), jedes mit 3 Bataillonen (gegenüber 2 in Wehrmacht-Divisionen).

Panzer-Ausstattung
1 Panzer-Regiment (10 Kompanien, einschließlich einer mit Tiger-Panzer; Sollstärke 1944 je 12 Panzer ), 1 Artillerie-Batterie (12 Stück) mit Hummel Selbstfahrlafetten, von 1944 an 3 Züge Panzerjäger mit StuG 40 (12 Stück), drei Sturmgeschütz-Batterien (18 Stück).
Sollstärke (1944): 162 Panzerfahrzeuge, Sturmgeschütze/Jagdpanzer und Selbstfahrlafetten. Hinzu kommen Schützenpanzer für eines der Panzergrenadier-Regimenter.

Besonderes
Gesamtstärke 19.000 Mann.
Ursprünglich mit Wachmannschaften aus Konzentrationslagern aufgestellt. Ersatz erfolgte später aber durch SS-Freiwillige und auch Wehrpflichtige.
Verantwortlich für die Ermordung von etwa 100 britischen Kriegsgefangenen bei Le Paradis im Mai 1940 (aus Rache angeordnet von einem hysterischen SS-Offizier für die seiner schlecht ausgebildeten Einheit zugefügten hohen Verluste durch diese britischen Soldaten).
Seit 1941 höchste Kampfleistungen.

MEHR DARÜBER:


t_arrow1 Hier weiter: Waffen-SS-Divisionen 4-6 (Polizei, Wiking, Nord)

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3 Comments

  1. Ralf Fritzsche

    gut zusammengefasste Darstellung !!

  2. zur Polizei Division- oberflächlich teils falsch – Geschichtsfälschung –

    • Nähere Erläuterung notwendig. Die kurze Übersicht ist im übrigen eine Zusammenfassung aus dem populären ‘The Waffen-SS’ (Osprey, Ment-at-arms, Jeffrey Burn).

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