Spitfire XIV

british-flagEnglisches Jagdflugzeug Supermarine Spitfire Mk XIV.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

 Spitfire Mk XIV

Supermarine Spitfire Mk XIV aus dem Luftfahrtmuseum Hannover-Laatzen.

Supermarine Spitfire XIV
Typ: englisches Jagdflugzeug.

Geschichte:

Die Kombination der Spitfire und des Rolls-Royce Griffon Flugzeug-Motors hat sich bereits mit der Einführung der Spitfire Mk XII (Jagdflugzeug für geringe Flughöhen zum Abfangen der Focke-Wulf Fw 190 Jagdbomber gegen England – nur 100 Stück gebaut), welches die Zelle der Spitfire V verwendete, als erfolgreich erwiesen.

Zwischenzeitlich wurde eine umfangreiche Umgestaltung der Spitfire geplant. Diese sollte den Griffon-Motor und die Zelle der Mk VIII verwenden. Als Folge dieser Neugestaltung erhielt das Modell die neue Bezeichnung Mk XVIII.

Doch lange bevor das neue Jagdflugzeug fertig war, gab es schon 1943 von den Frontverbänden den Wunsch eine verbesserte Spitfire zu erhalten, besonders mit mehr Leistung in größeren Flughöhen.
Um diesen Bedarf gerecht zu werden, wurde eine weitere Zwischenlösung aus der Paarung einer Mk VIII Zelle und dem Griffon-Motor entwickelt. Das Ergebnis war die Spitfire XIV.
Wie bereits bei der Spitfire Mk IX geschehen, welche auch nur als Zwischenlösung für die Mk VIII vorgesehen war, so wurde auch die Spitfire Mk XIV letztendlich in größeren Mengen als die Mk XVIII gebaut.

Die ersten Serienmodelle der Spitfire XIV wurden and die 39. Wartungseinheit im Oktober 1943 ausgeliefert.
Nur die erste Serie dieser Flugzeuge erhielt die sogenannte ‘C’-Flügel-Bewaffnung (zwei 20 mm Kanonen und vier 7,7 mm MGs). Alle nachfolgenden Flugzeuge wurden mit der universellen ‘E’-Flügel-Bewafffnung (zwei 20 mm Kanonen und zwei 12,7 mm MGs ) ausgeliefert, welche erkenntlich sind durch die 20-mm-Kanonen in der äußeren Einbuchtung.
Die externe Bewaffnung der Mk XIVC bestand aus einer 227-kg-Bombe unter dem Rumpf, während bei der Mk XIVE noch zusätzlich zwei 113-kg-Bomben unter den Flügeln mitgeführt werden konnten.
Die Piloten waren sehr gespannt, wie sich die neue Spitfire XIV fliegen lassen würde und waren dann begeistert von ihrer Leistung.
Die Mk XIV Baugruppen von der Vickers-Armstrong Supermarine Fabriken in Aldermaston, Chattis Hill, Keevil, Southampton und Winchester erschienen in zwei Versionen: die F Mk XIV Jäger-Version und die FR.Mk XIV Jagdaufklärer für niedrige Flughöhen. Insgesamt wurden 957 Stück aller Varianten gebaut.

Die ersten Griffon-Spitfires gingen am 6. Januar 1944 bei der 610. Squadron (Staffel) der RAF in den Dienst.

Im Mai 1944 war die 610. Squadron mit offensiven Jagdeinsätzen über dem besetzten Europa beschäftigt. Während am 22.Mai vier Flugzeuge der Staffel einen Aufklärungsflug zur Feststellung feindlicher Schiffahrt durchführten, wurde der Staffelführer bei Plemont Point auf der Insel Guernsey, von der Flak getroffen. Leutnant H. Percy stieg auf 500 m Flughöhe und sprang aus dem Flugzeug, jedoch öffnet sich unglücklicherweise sein Fallschirm nicht. Dies war die erste Spitfire XIV, von der bekannt ist, daß sie bei einem Kampfeinsatz verloren ging.

Um gegen die Bedrohung durch deutsche fliegende Bomben vom Typ V1 anzutreten, begann die 91. Squadron am 16.Juni mit Luft-Patrouillen und hatte ihren ersten Erfolg, als Leutnant H.Moffett eine über Kenley (Surrey), nach einer 30 km langen Jagd, abschießen konnte.

Hier sind die Ergebnisse gegen V1-Waffen von der 91.Squadron von Anfang Juli:

Einsätze gegen V1
Datum Einsätze Zerstörte V1
1. Juli 24 6
3. Juli 20 7
4. Juli 45 7
5. Juli 34 6
7. Juli 46 12

Bis zu Ende des Monats wurden 104 V1 zerstört, wodurch sich der Gesamterfolg der 91. Squadron auf 167 erhöhte. Insgesamt wurden über 300 fliegende Bomben von Spitfire Mk XIV zerstört.

Im Oktober begann eine neue Phase von Einsätzen der Spitfire XIV. Diese richtete sich gegen die Messerschmitt Me 262 Düsenjäger und führten zu sogenannten ‘Anti-Jet’-Patrouillien. Doch der Erfolg eines ersten Abschusses einer Me 262 durch eine Spitfire gebührte am 5.Oktober 1944 einer Mk IX der 401.Squadron.
Zwei Me 262 wurden am 8.Dezember nördlich von Nimwegen in Holland bekämpft, jedoch wieder ohne Erfolg. Aber dafür ereignete sich ein anderer Vorfall am selben Tag, als zehn Spitfire XIV von zwölf Messerschmitt Bf 109 G und Focke-Wulf Fw 190 angegriffen wurden. Drei deutsche Flugzeuge wurden abgeschossen und zwei womöglich, bei einem Verlust von einer Spitfire.

In der Tat war die deutsche Flak für die meisten Verluste verantwortlich, vor allem für Spitfires, welche Missionen in geringer Höhe durchführten.

Spitfire MK XIV der 41. Squadron, welche ihre Einsätze vom Twente Flugfeld in Holland durchführten, gelang jedoch auch eine Reihe von Erfolgen gegen deutsche Düsenflugzeuge im April 1945. Am 12. April konnte einer ihrer Jäger einen Arado Ar 234 Blitz Bomber bei Bremen abfangen und das Feuer eröffnen. Der Düsenbomber wurde am Steuerbord-Triebwerk getroffen. Nachdem die Ar 234 sich wieder fangen konnte, wurde sie nochmals von einer anderen Spitfire getroffen und explodierte bei der anschließenden Notlandung.
Zuletzt gelang es der 41. Squadron auch noch eine Me 262 zu zerstören. Am 25. April wurden zwei der Düsenjäger über Lübeck gejagt, wo sie auf einem Flugfeld Notlandungen durchführten. Dabei wurde eine Me 262 auf dem Boden zerstört.

Im Fernen Osten erreichten die ersten, lang ersehnten, Mk XIV die 11. Squadron in Chettinad bei Bangalore in Indien am 20.Juni 1945.

Benutzer: RAF.


Animation 3d-Modell Spitfire XIV


Spezifikationen Supermarine Spitfire Mk XIV

Spezifikationen
Mk XIV Spezifikation
Typ einsitziges Jagdflugzeug
Antrieb 1 x Zweistufen-Griffon-Mk-65-Motor mit 2.050 PS
Besatzung 1
Spannweite11,23 m
Länge über alles9,96 m
Höhe über alles3,89 m
Flügelfläche 1.561 cm²
Leer-Gewicht 3.040 kg
Höchstgewicht 4.663 kg
Höchstgeschwindigkeit 740 km/h
Steigleistung 1.396 m/min
Zeit bis auf 6.000 m 7 min.
Dienstgipfelhöhe 13.564 m
Reichweite740 km (mit Abwurf-tanks 1.368 km)
Bewaffnung
Spezifikationen Mk XIVC Mk IXVE
nach vorn in Flügeln2 x 20-mm Hispano Kanonen und 4 x 7,7-mm Browning MGs2 x 20-mm Hispano Kanonen und zwei 12,7-mm Browning MGs
Zuladungmit Halterung für 227 kg-Bombe unter Rumpf oder Abwurftankplus zwei 113 kg-Bomben unter den Flügeln
Einsatzstatistik
Mk XIV Angaben
Serienproduktion Oktober 1943
Einsatz bei Frontverbänden 6. Januar 1944
Endlieferung 1945
Stückzahl957 (alle Versionen: 20.351)
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