219 v.Chr.: Römisch-Karthagischer
Konflikt um Saguntum (Spanien), das trotz Intervention Roms von Hannibal belagert
und erobert wird. Römische Forderung: Freigabe Saguntums und Auslieferung Hannibals.
Karthago lehnt ab, worauf Rom den Krieg erklärt.
Den römischen Kriegsplan (Angriff auf Spanien und von Sizilien aus auf Afrika)
vereitelt Hannibals überraschender Angriff (Überschreiten der Pyrenäen und der
für unmöglich gehaltenen- Bild links -Alpen im Winter) mit 50.000 Mann, 9000 Reitern und 37
Kriegselefanten. Verlustreiche Kämpfe verringernd das Heer nach Ankunft in Oberitalien
auf 26.000 Mann. Hasdrubal, Hannibals Bruder, schützt mit einem Heer
Spanien. Der Konsul P.Cornelius Scipio schickt seinen Bruder Cn.Cornelius
Scipio Calvus nach Spanien, kehrt von der Rhone (Südfrankreich) nach Italien zurück
und wird von Hannibal im Herbst 218 am Ticinus (Tessin)
geschlagen.
Dezember 218 v.Chr.: Auch der aus
Sizilien herannahende Konsul Tib.Sempronius Longus verliert zusammen mit Scipio in der Schlacht an der Trebia. Die Kelten schließen sich den
Karthagern an.
217 v.Chr.: Nach dem Apenninübergang Hannibals Niederlage des Konsuls C.Flaminius am Trasimenischen See,
daraufhin Ernennung des Q.Fabius Maximus (Beiname Cunctator = der Zauderer) zum
Diktator. Vorsichtige Kriegführung.
Rechts: Die Stelle am
Transimenischen See wie sie sich heute und damals von den Höhen zeigte und an der die
Römer eingeschlossen und vernichtet wurden.
Erster Seesieg der Brüder P. und Cn.Cornelius
Scipio an der Ebromündung (217) und Einnahme Saguntums in Spanien.
2.8.216 v.Chr.: Unter den nächsten
Konsuln Schlacht von Cannae. Schwerste Niederlage der römischen
Geschichte. Überflügelung des römischen Heeres durch die karthagische Reiterei führt
zur Vernichtung von nahezu 50.000 Römern, darunter dem Konsul Aemilius Paullus,
bei einer Heeresstärke von 86.000 Mann ! Abfall Capuas, der Samniten, Lukaner und
Bruttier. Wiederaufnahme der Defensivpolitik durch die Römer (Ermattungsstrategie). Hannibal bezieht Winterquartier in Campanien, muss aber den Angriffskrieg wegen ungenügender
Unterstützung durch Karthago aufgeben.
216 v.Chr.: Römischer Sieg über Hasdrubal in Spanien, dessen Durchbruch nach Italien damit verhindert wird.
215 v.Chr.: Bündnis Hanibals mit Philipp V. von Makedonien (1.Makedonischer Krieg bis 205 v.Chr), dessen Vorstoß
in Illyrien (Jugoslawien) scheitert.
Nach dem Tode Hierons von Syrakus Bündnis
seines Nachfolgers mit Karthago.
212 v.Chr.: Nach zweijähriger
Belagerung durch ein römisches Heer (Abwehrmaschinen des Archimedes) unter dem
Konsul Marcellus Eroberung und Plünderung von Syrakus.
In Spanien dringen die Römer bis zum Baetis (=
Guadalquivir) vor und schließen mit dem Fürsten der westlichen Numidier, Syphax,
ein Bündnis gegen Karthago.
Eroberung Tarents durch Hannibal.
Abfall der Griechenstädte an der süditalienischen Küste von Rom und Sieg Hannibals bei
Capua.
Bündnis Roms mit dem Ätolischen Bund in Griechenland
zur Entlastung im Kampf gegen Philipp V. von Makedonien, dem sich noch Elis,
Messena und Sparta anschließen. Eroberte Gebiete fallen an den Bund und die Beute an die
Römer.
211 v.Chr.: Belagerung und Eroberung Capuas durch die Römer, da der Entlastungsvorstoß Hannibals auf Rom
misslingt
('Hannibal ante portas'). Capua wird geschliffen und Ager publicus (Gemeindeland).
In Spanien Niederlage und Tod der Scipionen-Brüder
durch Hasdrubal und den Numidierfürsten Masinissa. Die Römer ziehen
sich bis zum Ebro zurück.
210 v.Chr.: Rom sendet den
fünfundzwanzigjährigen Publius Cornelius Scipio als 'privaten' General an
Stelle eines gewählten Konsuls nach Spanien.
209 v.Chr.: Scipio erobert die
karthagische Hauptstadt Spaniens, Carthago Nova.
Attalos I. von Perganum schließt sich den
römischen Bündnis gegen Makedonien an.
208 v.Chr.: Nach der verlustreichen
Durchbruchsschlacht bei Baecula zieht Hasdrubal von Spanien nach Italien. Rom
wird dadurch gezwungen, seine Truppen aus Griechenland abzuziehen.
207 v.Chr.: Schlacht am Metaurus bei Sena Gallica. Die Römer siegen unter M.Livius Salinator und C.Claudius
Nero mit Hilfe der von den Karthagern übernommenen Taktik: Überflügelung des
feindlichen Heeres und selbständiges Operieren der einzelnen Legionen. Hasdrubal fällt.
206 v.Chr.: Philipp V. von
Makedonien schließt mit dem Ätolischen Bund Frieden.
Nach dem Sieg Scipios bei Ilipa in Spanien
über Mago und Masinissa dringen die Römer bis Südspanien vor und
nehmen Gades ein. Daraufhin Abzug der karthagischen Flotte unter Mago nach den
Balearen und von dort nach Genua, um Ligurer und Gallier noch einmal für den Kampf gegen
Rom zu gewinnen.
205 v.Chr.: Ende der karthagischen
Herrschaft in Spanien. Scipio kehrt nach Rom zurück und wird zum Konsul
gewählt. Friede zwischen Rom und Philipp V. von Makedonien.
204 v.Chr.: Überfahrt Scipios nach
Afrika. Der Numidierkönig Masinissas läuft zu den Römern über.

203 v.Chr.: Sieg der Römer bei Tunis.
Nach ergebnislosen Friedensverhandlungen ruft Karthago Hannibal aus Italien
zurück. Der karthagische Feldherr Mago fällt in Oberitalien.
202 v.Chr.: Entscheidungsschlacht von Zama.
Das karthagische Heer unter Hannibal wird vernichtet. Hannibal flieht
nach Hadrumetum und rät zum Frieden.
201 v.Chr.: Friedensschluß. Karthagischer
Verzicht auf Spanien, Übergabe ganz Numidiens an Masinissa, Zahlung einer
Reparation von 10.000 Talenten in 50 Jahren, Auslieferung aller Kriegsschiffe bis auf 10
Trieren, Verbot der Führung von Kriegen außerhalb Afrikas, Führung von Kriegen in
Afrika nur mit Genehmigung der Römer. Das Gebiet von Syrakus fällt an die römische
Provinz Sicilia.
Die karthagische Niederlage dokumentiert den Sieg des
opferbereiten römischen Bürgers gegenüber dem aristokratischen karthagischen Händler. Scipio erhält den Ehrennamen Africanus und einen Triumph. In der Folgezeit finden
in Spanien jedoch laufend Aufstände statt, die zur Folge haben, daß das römische
Bürgertum durch eine erste Art eines Kolonialkrieges über nahezu zweihundert Jahre
förmlich ausblutet. Der jahrzehntelange Feldzug Hannibals in Italien verwüstete
das Land und vernichtete des freie Bauertum, was in Großgrundbesitz und Sklavenwirtschaft
endete.
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