Schlacht im grossen Weichselbogen

Die letzte russische Winteroffensive 1945

Am 12. Januar 1945 griffen die 1.Weißrussische Front (Marschall Schukow) und die 1. Ukrainische Front (Marschall Konjew) auf einer Frontbreite von Warschau bis Jaslo an. Gleichzeitig griff nördlich von Warschau Rokossowskijs 2. Weißrussische Front mit neun Armeen die deutsche 2. Armee an.

Schlacht im grossen Weichselbogen

Karte der Schlacht im grossen Weichselbogen 1945.

Die deutschen Truppen in einer Stärke von 569.000 Mann, mit 8.230 Geschützen, 700 Panzern (die Masse wurde zur gleichen Zeit in der Ardennen-Offensive im Westen verheizt) und 1.300 Flugzeugen stehen einer russischen Übermacht von 1,5 Millionen Soldaten, 28.000 Geschützen, 3.300 Panzern und 10.000 Flugzeugen gegenüber.

Für die Rote Armee war dies die letzte gewaltige Kraftanstrengung des 2.Weltkrieges. Um den Kampfwillen zu stärken, sind Millionen von Flugblättern verteilt worden, die zur Vernichtung des faschistischen Tieres in seiner Höhle und zur Vergewaltigung der germanischen Frau auffordern. Die Todesstunde für die deutsche Bevölkerung im Osten hat geschlagen.

Hier die Berichte über den letzten Kampf der 214. Infanterie-Division in der Schlacht im grossen Weichselbogen:

Noch dramatischer als vor dem Brückenkopf Waeka war der Kampf am Brückenkopf von Pulawy, vor dem sich das LVI. Panzer-Korps befand. Schon in den Morgenstunden gelang der russischen 33. Armee einen großen Durchbruch bi der 214. Infanterie-Division, die zu der Erfassung von Ciepielow führte, ca. 14 km westlich der deutschen Hauptkampflinie. Ein improvisierter Gegenschlag mit taktischen Reserven unter der persönlichen Führung des Divisionskommandeur war nicht erfolgreich. Die Ankunft der Kampfgruppe der 10. Panzergrenadier-Division ab 10 Uhr auf Befehl des Generals des LVI. Panzerkorps erreichte nur die Rückeroberung einer beherrschenden Stellung in Ciepielow. Aber danach wurde die Kampfgruppe zunehmend in die Defensive gedrängt und in mehrere Teile zersplittert, so dass nur ein hinhaltender Rückzug in Richtung Radom übrig blieb.

Von der russischen 69. Armee wurde ab 13 Uhr das 11. Panzerkorps vorgerführt, daß durch die Naht zwischen der 17. und 214. Infanterie-Division durchstieß und den Verkehrsknotenpunkt Zwoleii nahm. Dies bedeutete, dass die rückwärtige Auffangstellung des LVI. Panzer-Korps überrannt war. Gegen Abend erreichen die Panzerspitzen des russischen 11. Panzerkorps schon die Stadt Radom. Dies bedeutete nicht nur den Durchbruch in das deutsche Hinterland, sondern ebenso die kurz bevorstehende Einkesselung der noch an der Weichsel kämpfenden Teile der 17. Infanterie-Division und 45. Volksgrenadier-Division.

 Schmerz der Unschuldigen des Krieges

Kein Foto meines Großvaters, aber eines das den Schmerz der Unschuldigen des Krieges, ob Tier oder Millionen von Menschen, symbolisiert: ein sterbendes Pferd schaut einem im Schlamm vorbeifahrenden Panther-Panzer im Winter an der Ostfront zu.

Es war eine der härtesten und grausamsten Schlachten des Krieges, in der vor allem die deutschen Truppen verzweifelt kämpften. Jedoch waren bereits nach dem ersten Tag der Offensive die 4. Panzer-Armee völlig zerschlagen. Die 214.Infanterie-Division ging mit der Masse in einem Kessel bei Starachowice unter. Nach dem massivsten, verlustreichsten, aber auch schnellsten Vorstoß des ganzen Krieges erreicht Schukow bereits am 31.Januar 1945 die Oder.

Diejenigen Soldaten der 214.Infanterie-Division, welche der Schlacht entkamen wurden in einem Bataillon in Schlesien gesammelt werden, um daraus die Division wieder neu aufzustellen.
Der Großvater des Autors gehörte zu diesen Glücklichen, verlor jedoch seinen Fotoapparat und die letzten WW2 Bilder. Da er die Fotos immer nur während des Urlaubes mitbringen konnte, da das Fotografieren ja nicht immer erlaubt war, fehlen somit leider die letzten Bilder.

Doch dafür folgt eine interessante Seite mit offiziellen Original-Dokumenten aus Nazi-Deutschland sowie aus der Kriegsgefangenschaft in Warschau, Polen.


Call of War
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