Maschinengewehr 42

flag-GermanyDeutsches Maschinengewehr Modell 1942 (MG 42, Teil II)
Herstellung, Einsatz, Bilder, Video und 3d-Modell.

t_arrow2hier zu Teil I vom Maschinengewehr 42

Animation 3d-Modell Maschinengewehr 42


Herstellung und Einsatz des Maschinengewehr 42

Italienische Soldaten mit einem MG42

Italienische Soldaten mit einem MG42 decken einen deutschen Tiger-Panzer in Tunesien. Eine große Anzahl deutscher Waffen wurden auch vom italienischen Heer verwendet.

Wie beim MG 34 wurde auch das MG 42 als mittleres Maschinengewehr auf eine leicht modifizierte Drehlafette eingesetzt und als leichtes Maschinengewehr auf Zweibein, wobei die hohe Feuerrate es hier schwierig machte, die Kontrolle zu behalten.
Dadurch hatte die Wehrmacht ein einziges, universelles Maschienngewehr für alle Rollen auf dem Gefechtsfeld zur Verfügung.
Die Drehlafette hatte einen gefederten Rahmen, was die destabilisiernde Rückstoßwirkung beim Feuern stark reduzierte. Das Dreibein bestand aus Stahlrohren mit einem großen Schwenkbereich und ließ sich zusammengelegt leicht tragen. Selbst für die Luftabwehr konnte das Maschinengewehr 42 so verwendet werden.
Dazu gab es auch ein Zielfernrohr für weittragendes Unterstützungsfeuer und eine spezielle Einrichtung zum Laufwechsel ohne Demontage der Waffe.

Es war extrem zuverlässig, widerstandsfähig gegen Staub und Kälte und war bei der deutschen Infanterie äußerst beliebt – und verständlicherweise bei ihren Feinden umso mehr gehasst.

Vermutlich wurde das MG 42 zum erstenmal in den Kämpfen bei Gazala vom Afrika Korps im Mai 1942 verwendet. Kurz danach kam es auch in Russland zum Einsatz und von da an überall bis Kriegsende.

MG42-Unterstützungstrupp

Die Mannschaft eines deutschen mittleren MG42 auf Standbein für die Unterstützungsrolle mit Dauerfeuer an der Westfront.

Durch den Einsatz des MG 34 und MG 42 erhielt ein Infanterie-Zug der Wehrmacht etwa eine Feuerüberlergenheit von 1,6 gegenüber ihren Gegnern, welches sich eindeutig auf die Kampfkraft auswirkte und für einen erheblichen Teil der alliierten Infanterieverluste verantwortlich zeichnete. Wenn man bedenkt, daß die Mehrzahl aller Gefechte über hunderte von Front-Kilometern hauptsächlich von der Infanterie getragen wird, ein nicht unerheblicher Vorteil für die deutschen Truppen.
Am Omaha-Beach bei der alliierten Invasion in der Normandie am 6. Juni 1944 war ein einzelner MG-Schütze mit 5 Mann Unterstützung verantwortlich für 2.000 Mann Verluste bei den anlandenden amerikanischen Truppen.
Die Maschinengewehre MG 34 und MG 42 verursachten mehr Verluste bei den Alliierten als alle sogenannten ‘Wunderwaffen’ vom Königstiger, V-1, V-2, Me 262 Düsenjäger bis zum Typ XXI U-Boot zusammen.

Deutsche Fallschirmjäger sichern den Zugang zur Engelsburg

Deutsche Fallschirmjäger sichern 1944 den Zugang zur Engelsburg in Rom. Im Vordergrund steht ein MG42 und eine Panzerfaust liegt bereit.

Über 750.000 Stück (bestätig sind 414.964 von der Wehrmacht abgenommen, ohne Waffen-SS und andere Truppenteile) sollen gebaut worden sein, bevor der Krieg zu Ende ging.
Allerdings ersetzte das Maschinengewehr 42 niemals – wie geplant – das MG 34 vollständig. Beide Modelle wurden bis Kriegsende gebaut, sodaß das Maschinengewehr 42 lediglich das MG 34 ergänzte, wenn auch tatkräftig !

Nach Kriegsende wurden die verfügbaren Bestände von verschiedenen Armeen, darunter Frankreich und Jugoslawien, weiter verwendet. Und als die neu geschaffene Bundeswehr ein Maschinengewehr benötigte, wurde das MG 42 unter dem neuen Namen MG1 und mit dem NATO-Kaliber von 7,62mm wieder in die Produktion genommen.

Benutzer: Deutschland, Italien.

MG42 im Schützengraben

MG42 im Schützengraben vor Leningrad.


Video vom Maschinengewehr 42

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