Luftwaffe und Luftlandetruppen Mai 1940

Deutsche Luftwaffe und Luftlandetruppen beim Westfeldzug im Mai 1940

Stuka wird aufmunitioniert

Ein deutscher Stuka wird während des ‘Blitz über Frankreich’ aufmunitioniert.

Luftwaffe

Für den Westfeldzug standen der deutschen Luftwaffe 3.902 Flugzeuge zur Verfügung. Davon waren 1.482 Bomber und Sturzkampfbomber, 42 Schlachtflugzeuge, 1.106 Jagdflugzeuge und 248 zweimotorige schwere Jäger Bf 110.
Generaloberst Kesselring kommandierte die Luftflotte 2 mit dem I., IV. und IX. Fliegerkorps zur Unterstützung von General von Bocks Heeres-Gruppe B.
Generaloberst Sperrle kommandierte die Luftlotte 3 mit dem II., V. und VIII. Fliegerkorps zur Unterstützung von General von Rundstedts Heeres-Gruppe A.


Luftlandung in Holland

Gleich nach der Luftlandung in Holland wird ein schweres MG 34 zur Deckung der Fallschirmjäger in Stellung gebracht.

Luftlandetruppe

Die Aufstellung von Fallschirmjäger-Truppen begann fast gleichzeitig bei der Wehrmacht und der Luftwaffe. Am 1. Oktober 1935 wurde General Görings persönliches Wach-Regiment, welches ursprünglich zur preussischen Polizei gehörte, als das General-Göring-Regiment in die Luftwaffe übernommen. Zur selben Zeit wurden Freiwillige aus dem Regiment zum Truppenübungsplatz Altengrabow geschickt, wo die Aufstellung des Fallschirmjäger-Regimentes der Luftwaffe stattfand.

Im Frühjahr 1936 stellte das Heer ein Versuchsstab aus 15 Offizieren und 80 Mannschaften auf, was das Fallschirmjäger-Bataillon der Wehrmacht wurde. Während der Besetzung des Sudetenlandes kam das Bataillon unter die taktische Einsatzleitung der Luftwaffe und wurde dieser schließlich am 1. Januar 1939 unterstellt. Von diesem Zeitpunkt an übernahm die Luftwaffe die vollständige Verantwortung für die Rekrutierung, Ausbildung, Ausrüstung und operative Einsatzkontrolle der deutschen Fallschirmtruppen – und Deutschland wurde zu dem einzigen Land, in dem Fallschirmjäger ausschließlich ein Teil der Luftwaffe waren.
Obwohl die Fallschirmjäger Teil der Luftwaffe waren, bestand der andere Teil dieser höchst mobilen Streitmacht aus Luftlandetruppen, welche Bestandteil des Heeres blieben. Luftlandetruppen waren, wie der Name auch schon sagt, Infanteristen welche besonders für schnelle Luftlandungen mit Flugzeugen und Lastenseglern ausgebildet und mit speziellen leichten Waffen ausgerüstet wurden.

Im Juli 1938 wurde Generalmajor Student vom Heer an die Luftwaffe überstellt, um die Aufstellung der Fallschirm-Truppen zu leiten, aber als Deutschland sich im September 1939 bereits im Krieg befand, war die 7. Flieger-Division immer noch in der Aufstellung.
Nachdem der Winter mit einem speziellen Ausbildungsprogramm genutzt worden war, wurde das Luftlande-Korps aus der 7. Flieger-Division (Fallschirmjäger) und der 22. Infanterie-Division (Luftlandetruppen) aufgestellt.

Bild: Gleich nach der Luftlandung in Holland wird ein schweres MG34 zur Deckung der Fallschirmjäger in Stellung gebracht.

Deutschland’s Fallschirmtruppen spielten eine kleine, wenn auch erfolgreiche Rolle im Kampf um Norwegen, welche auch die Verstärkung der in Narvik belagerten Verbände des General Dietl beinhaltete. Einige der ‘Fallschirmspringer’, welche dort absprangen, waren Gebirgsjäger welche zuvor einen 7-Tage-Crash-Kurs im Fallschirmspringen unternommen hatten.
Der Angriff im Westen auf Holland und Belgien im Mai 1940 sah dann den spektakulärsten Triumph der neuen Waffengattung: Fallschirmjäger unter dem Kommando von Generalmajor Student eroberten die moderne belgische Festung Eben Emael und die Brücken über den Albert-Kanal im Handstreich, welche die wichtigsten Stellungen in der belgischen Verteidigungslinie waren.

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