Kriegstagebuch 4. Mai 1915

Französisches 75-mm-Feldgeschütz

Französisches 75-mm-Feldgeschütz im Einsatz.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Dienstag den 4. Mai 1915:

Westfront

Das Oberste deutsche Hauptquartier zieht von der Westfront nach Pless in Schlesien um.
Artois: Französischer Beschuß aus 1.073 Geschützen (690.000 Granaten) und 92 Mörsern beginnt.
Flandern – Ypern: Schlacht von St. Julien endet. Der Befehlshaber des Britischen Expeditionskorps, Sir J French, weist das Kriegsministerium darauf hin, dass das deutsche Oberkommando definitiv beschlossen hat, Giftgase wie eine übliche Waffe einzusetzen. Rückzug der Briten in die neue Linie abgeschlossen, welche von der Mausefallen-Farm über den Frezenberg-Höhenrücken zum Huuge-Zillebeke-Rücken bis zum Hügel 60 verläuft.
Französischer Vorstoß zwischen Lizerne und Het Sas.
Die 1. kanadische Division wird als britische Hauptquartier-Reserve zurückgezogen, welche mit 1.500 Mann abgesessener Kavallerie am 8. Mai ergänzt wird.

Ostfront

Galizien: Der russische General Radko hält kurzzeitig am Fluss Wisloka stand; bis zum am nächsten Tag.

Südfronten

Österreichisch-italienische Grenze: Die italienische Truppentransportzüge laufen, aber die Mobilisierung dauert 48 Tage – und nicht 23 Tage, wie eigentlich geplant.

Naher Osten

Gallipoli – Anzac-Strand: 2 Bataillone der Royal Marines fangen einen türkischen Durchbruch auf. Die türkischen Verluste erreichen nun 14.000 Mann.

Politik

Großbritannien: Der Katholikos der Armenier appelliert an König Georg V., die Intervention von neutralen Staaten zu erreichen.

Heimatfronten

Großbritannien: Der zweite Kriegshaushalt wird mit höheren Abgaben verabschiedet.

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