Kriegstagebuch 4. Februar 1915

Maschinenraum deutsches U-Boot

Im Maschinenraum eines deutschen U-Bootes. Diese U-Boote sollen eingesetzt werden, um auch Deutschlands Kriegsgegner von der Versorgung abzuschneiden.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 4. Februar 1915:

Westfront

Uneingeschränkter U-Boot-Krieg. Deutschland erklärt eine ‘Kriegszone’ um die Britischen Inseln ab dem 18. Februar. Alle Schiffe, einschließlich Neutraler, können dann durch deutsche U-Boote (Anfangs nur 30 verfügbar) versenkt werden. Pohl ersetzt Ingenohl als Befehlshaber der deutschen Hochseeflotte, Bachmann wird ihr neuer Generalstabschef.
Ärnelkanal: Das zweite britische Q-Schiff (U-Boot-Falle) Lyon ist bereit für den Einsatz. Ihre Patrouillen bleiben allerdings ohne Erfolg.

Westfront

Artois: Geringer französischer Geländegewinn bei Ecuries (Arras-La Bassee).

Naher Osten

Mesopotamien: Der Vizekönig von Indien, Lord Hardinge, besucht Basra und die Ölraffinerie von Abadan bis zum 8. Februar.
Persien: Es wird gemeldet, daß 700 türkische Soldaten auf die Ölfelder von Ahwaz vorrücken (40 km nordwestlich davon am 10. Februar).

Heimatfronten

Großbritannien: Der König und Kriegsminister Kitchener inspizieren die 1. kanadische Division auf dem Salisbury Plain.
Northcliffes Brief an Bonar Law, warum die Franzosen Journalisten den Zugang zur Front erlauben würden, aber nicht die Briten (das Verbot wird von Mai an aufgehoben).
Frankreich: Eine Wiederaufbau-Kommission wird eingesetzt.
Kanada: Das Parlament stimmt 100 Millionen Dollar Kriegskrediten zu und genehmigt 50 Millionen Dollar Kriegsanleihen.

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