Kriegstagebuch 30. April 1916

Irische Rebellen in britischen Gefängnis

Irische Rebellen nach ihrer Aufgabe in einem britischen Gefängnis.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 30. April 1916:

Heimatfronten

Irland, Osteraufstand: 707 irische Rebellen in Dublin ergeben sich.
Frankreich: Ein Wiederaufbau-Dienst für Gebäude in den besetzten Gebieten wird eingerichtet.

Westfront

Flandern: Die britische Artillerie zerschlägt einen deutschen Gasangriff von der Messines-Höhe.
Verdun, Verluste im April: Deutsche 39.000, Franzosen 44.000 Mann.
Von April bis Juni kommandiert der französische Tank-Pionier Oberst Estienne die französisch Artillerie im Schlüsselabschnitt Vaux-Douaumont.

Südfronten

Trentino, westlich vom Gardasee: Italienische Kadetten der Alpini nehmen den Crozzon di Fargorida. Crozzon und Passo del Diavolo werden später genommen und die österreich-ungarischen Trippen müssen die Pässe Fargorida und Topete evakuieren. Diesen Abschnitt der Front sichern sich die Italiener damit für die restliche Dauer des Krieges.

Naher Osten

Mesopotamien: Die britische Garnison von Kut beginnt mit ihrem Marsch in die Gefangenschaft (4.818 werden nicht zurückkehren). Die Türken töten in Kut 250 Zivilisten. Der Chef des britischen Generalstabs schickt ein Telegramm mit dem Befehl, sich defensiv zu verhalten.

Afrikanische Fronten

Ostafrika: Die belgische Nord-Brigade besetzt Kasibu. Die 3. südafrikanische Infanterie-Brigade (von denen knapp 1.000 Mann krank sind) trifft bis zum nächsten Tag in Kondoa Irangi ein. Beim 2. rhodesischen Regiment sind nur noch 50 von 600 Mann einsatzfähig.

Seekrieg

Ägäis: Zwei britische Minenräumer schleppen 14 Caiques an die türkische Küste gegenüber Samos. Die 150 beteiligten griechischen Freischärler (2 getötet) töten 1.870 Rinder in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai.
Britische Handelsschiffsverluste im April: 43 Schiffe mit 141.193 t und 131 Mann der Besatzungen verloren ihr Leben. Insgesamt betragen die alliierten und neutralen Handelsschiffsverluste 187.307 t, einschließlich 20 Schiffe mit 56.000 t im Mittelmeer.

Luftkrieg

Verdun: Graf Holck wird über Verdun getötet, als seine Fokker E in einem Luftkampf mit 10 Caudrons abgeschossen wird. Richthofens Kommentar dazu: ‘eine Kugel durch den Kopf und aus einer Höhe von 3.000 Meter heruntergefallen – welch’ ein schöner Tod’.

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