Kriegstagebuch 28. Februar 1916

deutscher Mörser Verdun

Vorbereitung eines deutschen Mörsers zum Bombardement bei Verdun.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 28. Februar 1916:

Westfront

Verdun: Eine plötzliche Schneeschmelze nach einer langen Kälteperiode verwandelt das Schlachtfeld in ein Meer aus Schlamm, aber die Voie Sacree kann mit Kies, welche 3.000 Territorial-Soldaten auf den Weg schaufeln, offen gehalten werden. Die deutschen Truppen greifen beidseitig vom Strom d’Eix an und im Norden gewinnen sie Boden zurück, welchen sie am Vortag verloren haben. Am Südufer nehmen sie Champlon und Manueller. Weiter nördlich werden die deutschen Truppen aber am Dorf Douaumont und Wald von Haudromont zurückgeschlagen.
Vogesen: Die Deutschen dringen in die französischen Stellungen in der Nähe von Thionville ein.

Luftkrieg

Mesopotamien: Das Royal Flying Corps und der Royal Navy Air Service werden zu einem Dienst unter dem Kommando von Wing-Commander Gordon zusammengelegt. 4 Flugzeuge verstärken bis zum 6. März das Tigris-Korps, nachdem es 4 bei Unfällen verloren hatte.

Heimatfronten

Großbritannien: Tod von Henry James im Alter von 72 Jahren in Rye (Sussex), dem in Amerika geborenen Schriftsteller.
Russland: Der Chef der Geheimpolizei von Dünaburg berichtet, daß es in der Armee und Zivilbevölkerung eine weit verbreitete Wut gegen die Regierung gibt.

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