Kriegstagebuch 25. Dezember 1915

deutsche Kriegsgefangene in Ostafrika

Kriegsgefangene einer Weltkrieg-Strategie – Deutsche unter Bewachung im fernen Ostafrika. Obwohl ein kolonialer ‘Nebenkriegsschauplatz’, kostet der Kampf gegen Lettow-Vorbeck die Briten dreimal soviel Verluste wie im Burenkrieg und der Feldzug lässt die deutschen Truppen ungeschlagen bis zum letzten Tag des Krieges standhalten.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 25. Dezember 1915:

Afrikanische Fronten

Uganda-Bahn: Deutsche Soldaten werden an der Ndi-Station bis zum nächsten Tag zurückgeschlagen. 17 britische Verteidiger verursachen 24 deutsche Verluste bei dem versuchten Überfall über die Grenze.
Kamerun: Die Briten lehnen einen Waffenstillstand für Weihnachten ab und drücken auf Ngoa am 26. Dezember.

Westfront

Flandern: Zeitweise kleinere Artillerieduelle, zusammen mit unterirdischen Minenexplosionen am 26. Dezember. Des Königs Weihnachtsbotschaft an das BEF .
Vogesen: Eine französische Artillerie-Batterie meldet, einen deutschen Munitionszug im Bahnhof vom Hachimethe südöstlich von Bonhomme getroffen zu haben.

Mittlerer Osten

Gallipoli: Die evakuierten Truppen befinden sich nun hauptsächlich auf dem Meer zwischen Limnos und Ägypten (bis zum 31. Dezember).
Helles-Brückenkopf: Die französische Infanterie ist verschifft worden (vom 12. bis 22. Dezember), aber General Brulard hat die Artillerie zurückgelassen, um die Briten zu unterstützen, welche mit der Verladung der Vorratsager beginnen.

Heimatfronten

Großbritannien: Lloyd George sagt in seiner Rede in Glasgow, daß 80.000 Facharbeiter für die Munitionsfabriken benötigt werden, aber 3.000 Vertrauensleuten schreien ihn nieder.
Frankreich: ‘Soldaten-Tag’ bis zum 26. Dezember. Im Dezember sind in den Munitionsfabriken 850.000 Menschen beschäftigt.

Geheimkrieg

Großbritannien: Haig notiert auf Churchills Memorandum ‘Ist irgendetwas über die Raupe (Tank=Panzer) bekannt ?’

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