Kriegstagebuch 23. September 1915

Generale Joseph und Joffre

Die französischen Generale Joseph und Joffre.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 23. September 1915:

Westfront

Joffres Tagesbefehl and die ‘Soldaten der Republik … … Euer Elan wird unwiderstehlich sein’.

Ostfront

Brusilows russische 4. Division (Denikin) erobert Lutsk zusammen mit 12.000 Kriegsgefangene zurück. Der österreich-ungarische Generalstabschef Conrad von Hötzendorf löst den Generalstabschef der Vierten Armee ab, da er deren Obebefehlshaber – den Erzherzog – nicht abberufen kann.

Südfronten

Griechenland: Vorsorgliche Mobilisierung von 180.000 Mann der griechischen Armee, nachdem Ministerpräsident Venizelos mit dem König geredet hat.

Naher Osten

Der britische Dardanellen-Ausschuss lehnt bis zum nächsten Tag den Vorschlag von Lloyd George ab, die Truppen aus dem Brückenkopf bei Suvla nach Saloniki zu schicken und beschließt einen Winterfeldzug.

Seekrieg

Dardanellen: Commodore Keyes schlägt vergeblich einen neuen Plan für einen Marinedurchbruch durch die Seeenge vor, aber Flottenbefehlshaber Robeck widersetzt sich dem.

Luftkrieg

Westfront: Das Royal Flying Corps und die Aéronautique Militaire beginnen trotz schlechtem Wetter einen 5-tägigen, kombinierten Angriff (bis zum 28. September) auf das Eisenbahn-‘Dreieck’ Lille-Douai-Valenciennes, um die alliierte Herbstoffensive zu unterstützen. Das britische RFC fliegt 92 Bombeneinsätze und wirft 245 Bomben mit insgesamt 5 1/2 t ab, welche 5 oder 6 Eisenbahnzüge treffen und die Strecken an 16 Stellen beschädigen sowie die Eisenbahnschuppen von Valenciennes in Brand setzen. 2 britische Flugzeuge kehren nicht zurück.

Politik

Griechenland: Die griechische Armee mobilisiert vorsorglich.
Rumänien: Die Botschafter Frankreichs und Russland fragen bei der Regierung über ihre Haltung gegenüber Bulgarien an. Die rumänischen Führer Lonescu und Filipescu verlangen am nächsten Tag eine Mobilisierung.

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