Kriegstagebuch 23. Januar 1915

Britische Soldaten improvisieren Handgranaten

Britische Soldaten improvisieren Handgranaten vor der Einführung der ‘Mills Bombe’ aus Blechdosen gefüllt mit Schießbaumwolle, Schrott und einem einfachen Zünder.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Samstag den 23. Januar 1915:

Heimatfronten

Großbritannien: Mills legt den Vorschlag für eine Handgranate vor. Produktionsbeginn von Juni und vervollkommnet durch die Mk II von August an.

Westfront

Flandern: Geringer alliierter Geländegewinn in der Nähe von Nieuport.
Aisne: Deutsche Artillerie beschießt Berry-au-Bac.
Argonnen und Elsass: Verschiedene Geplänkel.

Ostfront

Falkenhayn gibt Hindenburg nun schließlich 4 weitere Reservekorps.
Karpaten: Die österreich-ungarische Dritte Armee beginnt mit ihrer Winter-Offensive mit 175.000 Mann in 20 Divisionen, um Przemysl zu entsetzen. Die Temperaturen sind derweil zwischen -15° bis -30° Celsius.

Afrikanische Fronten

Südafrika: General Botha läuft mit Schiffen nach Südwestafrika aus.
Britisch-Ostafrika: Ein Rekrutierungsaufruf für weitere 500 europäische Freiwillige scheitert.
Nyasaland-Aufstand bis zum 3. Februar: Der amerikanisch ausgebildete John Chilembwe tötet 3 Weiße auf Dr. Livingstone Enkels Farm. 140 Briten schlagen den Aufstand nieder, wobei 20 Menschen gehängt und 400 inhaftiert werden.

Luftkrieg

Frankreich: Die Brieftauben-Abteilung greift in der Nacht vom 28./29. Januar wieder Dünkirchen an und wirft 123 Bomben ab. 1 deutsches Flugzeug kehrt nicht zurück.
Ägypten: Ein britisches Aufklärungsflugzeug (von 6 Stück, welche für die Verteidigung des Suezkanal zur Verfügung stehen) entdeckt die türkische Hauptkolonne auf dem Marsch zum Suezkanal.

Call of War
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