Kriegstagebuch 22. Februar 1915

Russische Gefangene Winterschlacht Masuren

Die Winterschlacht von Masuren ist der letzte Kampf der Russen in Ostpreußen im 1. Weltkrieg. Abermals wandern Zehntausende in Gefangenschaft.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Montag den 22. Februar 1915:

Ostfront

Ostpreußen – Winterschlacht in Masuren endet: Deutschland meldet 100.000 Kriegsgefangene und 300 erbeutete Kanonen bis zum 23. Februar.
Erste Schlacht von Przasnysz: Gallwitz nimmt bei einem Angriff die Stadt zusammen mit 10.000 Kriegsgefangenen am 24. Februar, verliert sie dann aber wieder unter dem Verlust von 5.400 deutschen Kriegsgefangenen am 27. Februar.
Galizien – eine große Schlacht beginnt südlich von Dolina-Stanislau: die Russen behaupten, 4.000 Kriegsgefangene bis zum 27. Februar genommen zu haben.

Westfront

Marne: Schwerer deutscher Artilleriebeschuß der Kathedrale von Reims.

Südfronten

Serbien: Der britische Konteradmiral Troubridge trifft in Belgrad ein, um die dortige Abteilung der Royal Navy zu befehligen. Er trägt eine serbische Uniform, um die dortigen Wachen nicht zu irritieren und stellt in kurzer Zeit eine harmonische Zusammenarbeit mit den russischen und französischen Abteilungen her. 27 Kanoniere der Royal Navy folgen mit 4 x 11,9-cm-Schiffsgeschützen, um die Flußverteidigung Belgrads zu vervollständigen.

Afrikanische Fronten

Südwestafrika: Botha beginnt Spähtrupps in Richtung Windhoek auszusenden, nimmt Nonidas und Goanikas am nächsten Tag und lehnt Churchills Angebot für Panzerwagen vom nächsten Tag ab. Die südafrikanische zentrale Kampfgruppe nimmt Garub, etwa 100 km östlich von Lüderitz.

Seekrieg

Nur 3 deutsche U-Booten befinden sich am ersten Tag der U-Boot-Blockade Großbritanniens auf See (7,3 durchschnittlich bis September).
Irische See: Die Auslegung einer britischen Netzsperre (gegen U-Boote) durch den Nordkanal (North Channel) beginnt.

Luftkrieg

Großbritannien: Ein deutsches FF29-Wasserflugzeug bombardiert Coggeshall und die Colchester-Kaserne in der Nacht vom 21./22. Februar. Das Flugzeug schlägt dabei jedoch auf der See auf und die Besatzung gerät in Gefangenschaft.
Frankreich: Das deutsche Heeres-Luftschiff LZ29 wirft in der Nacht vom 21./22. Februar 1.000 kg Bomben auf Calais.

Heimatfronten

Frankreich: Sarah Bernhardt wurde nach einem Bühnenunfall das rechte Bein amputiert, sie setzt ihre Auftritte aber fort.

KretaTipp
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