Kriegstagebuch 2. Juni 1916

Schäden am Schlachtkreuzer Seydlitz

Schäden, welche die Schlacht am Skagerrak am Schlachtkreuzer ‘Seydlitz’ hinterlassen hat.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Freitag den 2. Juni 1916:

Seekrieg

Nordsee: Die britische Grand Fleet ist nach der Seeschlacht am Skagerrak wieder gefechtsbereit, bei der deutschen Hochseeflotte dauern die Reparaturen länger (da die getroffenen Schlachtkreuzer im Gegegensatz bei den Briten nicht explodiert sind).

Westfront

Ypern – Schlacht am Berg Sorrel (bis zum 13. Juni): Ein heftiger deutscher Angriff zwischen Hooge und der Eisenbahnstrecke Ypern-Roulers schlägt eine 650 tiefe und 2.750 m breite Bresche in die Linen der britischen Zweiten Armee (beim Kanadischen Korps aus 3 Divisionen und der britischen 20. Division) in Richtung Zillebeke. General Mercer fällt und General Williams wird verwundet und gefangen genommen.
Im Juni wird das britische Tucker-Artillerie-Schallmeßgerät in Betrieb genommen (13.540 werden bis Dezember 1918 hergestellt).
Verdun: Deutsche Geländegewinne in Wald Caillette südlich von Vaux und bei Damloup, welches durch die deutsche 50. Division genommen wird. Die Angriffe isolieren Fort Vaux, welches unter einen Gasangriff gerät. Französischer Vorstoß süldich vom Wald Caurettes. Mangin hat jetzt das Kommando über das französische XI. Korps.

Südfronten

Italienische Front: Der italienische Oberbefehlshaber Cadorna schreibt an den Befehlshaber der Ersten Armee, daß ‘die allgemeine Lage es ermöglicht, die Initiative wieder aufzunehmen’. Er informiert Aosta von der Dritten Armee, die Wiederaufnahme von Vorbereitungen für eine Isonzo-Offensive zu beginnen.
Trentino: Ein Massenangriff österreich-ungarischer Infanterie am Fluss Posina scheitert bis zum 5. Juni.

Naher Osten

Mesopotamien: Türkischer Rückzug nach dreitägigen Kämpfen gegen die Russen westlich von Rowanduz.

Neutrale

Rumänien: Ministerpräsident Bratianu sagt dem russischen Botschafter, daß die Bedingungen für eine Intervention nicht annähernd reif sind.

Heimatfronten

Großbritannien: Kriegsminister Kitchener informiert die Mitglieder des Parlaments, welche nach einer Tory-feindlichen Ansprache vom 31. Mai applaudieren.
Belgien: In den verbliebenen belgischen Gebieten werden Männer bis zu 40 Jahren zum Militärdienst einberufen.
Deutschland: Trotz der Nachrichten von der Schlacht am Skagerrak Jütland verbringt der Kaiser das Wochenende im Hohenzollern-Zuchthof Cadinen in Ostpreußen.

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