Kriegstagebuch 18. Oktober 1916

Theobald von Bethmann-Hollweg

Theobald von Bethmann-Hollweg, Reichskanzler seit 1909, wurde von Hindenburg und Ludendorff als zu moderat angesehen und musste im Juli 1917 gehen.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 18. Oktober 1916:

Politik

Deutschland: Der österreich-ungarische Baron Burian schlägt in Pleß dem deutschen Reichskanzler Bethmann ein Friedensinitiative vor, welche von Kaiser Wilhelm II. am 25. Oktober genehmigt wird. Beide Minister stimmen auch darüber überein , die polnische Unabhängigkeit so schnell wie möglich zu verkünden.
Frankreich: Dr. Benes erzielt eine Vereinbarung mit den Franzosen, daß die tschechischen Kriegsgefangenen von den anderen österreich-ungarischen Gefangenen getrennt werden.

Westfront

Schlacht an der Somme – der Schlacht der Transloy-Höhen endet: britischer Vorstoß von 03:40 Uhr nördlich von Guedecourt und französische Truppen nehmen Sailly. Das französische XXXIII. Korps (Sechste Armee) greift südlich von der Somme an, um den französische Frontkeil bei La Maisonnette (südöstlich von Biaches) zu erweitern, aber die deutschen Truppen drängen sie am 21. Oktober zurück. Joffre fordert eine weiterhin kräftige Offensive des BEF (Haig und Rawlinson trafen sich am 17. Oktober zu diesem Zweck und hatten eigentlich beabsichtigt, diese am 20. Oktober auszusetzen).

Südfronten

Serbien: Serbische Truppen erobern Veljeselo 2,5 km nördlich von Brod und wehren deutsche Gegenangriffe ab (mehr als 350 Verluste, auch am 20. und 22. Oktober).

Seekrieg

Nordsee: Das britische U-Boot E38 torpediert den kleinen deutschen Kreuzer München während einer kurzen Unternehmung der Hochseeflotte – die letzte bis zum 23. April 1918. Das Schiff kentert vor der Doggerbank in rauer See und Scheer wieß, daß die Briten nun über seinen Ausfall informiert sind.

Heimatfronten

Ägypten: Auf der Prägung des neuen Gold-Pfundes wird das Bild des osmanischen Sultans entfernt.
Großbritannien: Männer bis zum Alter von 41 Jahren werden jetzt zum Miltärdienst aufgerufen.

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