Kriegstagebuch 18. März 1915

Türkisches Geschütz an den Dardanellen

Türkisches Geschütz an den Dardanellen, zerstört bei der Kanonade an diesem Tag.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Donnerstag den 18. März 1915:

Seekrieg

Dardanellen: Finaler anglo-französische Marineangriff auf die Dardanellen-Einfahrt durch 16 Schlachtschiffe scheitert. 3 werden versenkt, 3 schwer beschädigt: Irresistible, Ocean und die französische Bouvet (620 Tote, 45 Überlebenden) sinken in der Meerenge durch eine parallele Minenreihe vor der Küste, welche vom türkischen Mineneleger Nusret bei Nacht am 8. März gelegt wurde. Der Schlachtkreuzer Inflexible wird schwer beschädigt. Suffren fällt für 6 Wochen aus. Die beschädigte Gaulois setzt sich auf der Hasen-Insel auf Land.
Der alliierte Durchbruch nach Konstantinopel auf dem Seeweg wird jetzt aufgegeben. Die schweren Granaten der türkischen Batterien sind nahezu aufgebraucht. Alle Geschütze ab 15 cm verfügen nur noch zwischen 46 und 230 Granaten bis zum 28. März.
Nordsee: HMS Dreadnought rammt und versenkt das heimwärtsfahrende deutsche U-Boot U 29, welches zuvor den holländischen Frachter Medea vor Beachy Head versenkt hat. Das erste U-Boot-Ass Weddigen kommt dabei ums Leben.

Westfront

Champagne: Kämpfen um den Wald von Jaune Brule.

Luftkrieg

Deutschland: Französischer Luftangriff auf den Bahnhof von Freiburg.
Ostfront: Der russische Piloten A.A. Kazakow rammt einen deutschen Albatros-Aufklärer über dem Dorf Guzow, nachdem sein Versuch gescheitert war, den Gegner in ein Fangseil zu verwickeln.

Afrikanische Fronten

Südwestafrika: Der südafrikanische General Botha verlässt Swakopmund mit 21.000 Mann (davon 13.000 Berittene) in 3 Kolonnen und besetzt die Wasserlöcher Jakalswater und Riet nach Nachtmärschen am 28. März und nimmt dabei 284 deutsche Kriegsgefangene und zwei Kanonen.

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