Kriegstagebuch 14. Juni 1916

Feldmarschall Conrad von Hötzendorf

Feldmarschall Conrad von Hötzendorf, der österreich-ungarische Generalstabschef.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Mittwoch den 14. Juni 1916:

Südfronten

Isonzo: Die Italiener erobern die Adria-Werft und Hügel bei Monfalcone zurück und schlagen österreich-ungarische Gegenangriffe am 17. Juni ab.
Trentino: Eine italienische Gegenoffensive wird befohlen. Letzter Infanterieangriff durch Erzherzog Karl auf den Mt.Ciove. Die Cagliari-Brigade hält für 2/3 Verluste und trotz des Umstandes, daß das Hauptquartier ihrer 35. Division am 12. Juni zerschossen wurde. Der österreich-ungarische Generalstabschef Conrad von Hötzendorf wirft Dankl von der Elften Armee Koordinierungsfehler vor, welcher daraufhin auf eigenen Wunsch seine Abberufung verlangt.

Ostfront

Brussilow-Offensive – Pripjet: Marwitz X. Korps trifft aus Verdun kommend bei Kowel an. Österreich-ungarische Kavallerie (3 Divisionen plus 1 Brigade) schließt die 50 km breite Lücke zwischen der Vierten und Ersten Armee gegen die russische Kavallerie.

Seekrieg

Nordsee: King George V besucht bis zum 15. Juni die Grand Fleet in Scapa Flow. Beattys Brief vom 9. Juni an Jellicoe äußerst ‘tiefste Sympathie für die Erringung ihres großen Sieges’ in der Seeschlacht am Skagerrak.
Ostsee: Russische Zerstörer greifen einen deutschen Konvoi an und versenken den Hilfskreuzer Hermann, 2 Torpedoboote und behaupten auch 2 Dampfer versenkt zu haben. Das britische U-Boot E19 (Cromie) übersteht 34 deutschen Fliegerbomben am 10. und 12. Juni.

Politik

Frankreich: Alliierte Pariser Wirtschaftskonferenz (bis zum 21. Juni mit 8 Nationen). Den Feindstaaten soll auch nach dem Krieg für einen festgelegten Zeitraum begünstigter Handel verweigert werden. Großbritannien stimmt dem am 2. August zu.

Neutrale

USA: Der Präsident führt eine ‘Bereitschafts-Parade’ in Washington an.

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