Kriegstagebuch 14. Februar 1915

Lokomotive von Bombe getroffen

Ein deutsche Lokomotive ist von einer russischen Fliegerbombe getroffen worden.

Kriegstagebuch 1. Weltkrieg für Sonntag den 14. Februar 1915:

Luftkrieg

Ostfront: Der schwere Bomber Kievsky vom Typ Sikorsky IIya Moutometz vom EVK fliegt gegen den polnischen Bahnhof Plotsk seinen ersten von 100 Tagesangriffen und Aufklärungsmissionen bis zum Dezember, bei denen insgesamt 600 Bomben abgeworfen werden. Es werden dabei deutsche Bahnhöfe, Eisenbahnknotenpunkte und Züge in der Umgebung von Weidenburg, Soldau, Willenberg (an der ostpreußischen Grenze), Plotsk und Mlava bombardiert. Eine kleine Formation aus mehreren Bombern steht bis Sommer zur Verfügung, welche insgesamt 10.000 kg an Bomben abwerfen. Das EVK operiert von insgesamt 5 verschiedenen Flugplätzen während des russischen Rückzugs im Jahr 1915.

Ostfront

Ostpreußen: Litzmanns XL. Reserve-Korps säubert die Gegend von russischen Truppen und nimmt Lyck zusammen mit 5.000 russsiche Kriegsgefangene. Papporitz, Gouverneur von Königsberg, vertreibt die Russen nördlich von Tilsit und nimmt Tauroggen am 18. Februar.
Galizien: Österreich-ungarische Truppen erobern Nadworna, sowie am 16. Februar Kolomea, zurück.

Heimatfronten

Osmanisches Reich: Das ‘Komitee für Einheit und Fortschritt’ (Drei-Mann-Komitee unter Talaat Bey) beschließt, die Armenier auszurotten. Armenische Soldaten kommen in Bau-Einheiten.
Frankreich: Die Zeitung Le Miroir verwendet für ihren Schauermärchen-Artikel ‘Das Verbrechen der deutschen Horden in Polen’ eine russisches Foto von den Pogromen von 1905.
Neuseeland: Die 3. Verstärkungsgruppe (2.480 Soldaten) läuft nach Übersee aus.

Westfront

Flandern und Artois: Deutsche Artillerie aktiv. Britische Rückeroberung von verloren Gräben bei St. Eloi.
Vogesen: Französische Truppen erobern verlorenes Gelände in der Nähe von Zon-Norroy zurück.
Elsass: Sengern und Remsbach von deutschen Truppen erobert.

Naher Osten

Dardanellen: Kapitän Richmond von der Royal Navy gibt seine ‘Bemerkungen zur aktuellen Strategie’ ab und fordert eine Armee für das Dardanellen-Unternehmen. Fisher stimmt dem am 16. Februar zu. Die französische Regierung drängt am 18. Februar auf die Verschiebung beim Einsatz von Truppen, entscheidet aber am 19. Februar, eine Division dafür bereitzustellen.

Geheimkrieg

Naher Osten: Der Deutsche Wasmuss trifft mit Dr. K. Linders und zwei 2 indischen Revolutionäre in Persien ein und reist am 22. Februar nach Shiraz weiter. Sie stacheln lokale Stammeskrieger an, die britische Öl-Pipeline anzugreifen, welche über eine Strecke von 7,5 km nordöstlich von Ahwaz beschädigt wird, sodaß die Lieferungen bis zum 13. Juni unterbrochen werden. Vier weitere deutsche Agenten verlassen Bagdad.

Supremacy 1914
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