Hawker Hurricane

Englisches Jagdflugzeug und Jagdbomber Hawker Hurricane

Hurricane I zusammen mit zwei Spitfire IIA

Schöne Aufnahme einer Hurricane I, zusammen mit zwei Spitfire IIA aus dem Jahr 1942, als diese ehemaligen Frontflugzeuge als Ausbildungsmaschinen verwendet wurden.

Hawker Hurricane I – XII, Sea Hurricane IA – XIIA.
Typ: einsitziger Jäger, später Jagdbomber, Panzerknacker und bordgestütztes Jagdflugzeug.

Geschichte

Bis weit in das Jahr 1941 hinein stellte die Hawker Hurricane die größte Zahl der RAF-Kampfflugzeuge. Hurricanes führten auch die ersten Kämpfe mit der deutschen Luftwaffe über Frankreich und Großbritannien. Von Camm als Fury-Eindecker mit Goshawk-Motor und verkleidetem Fahrgestell gedacht, wurde sie noch auf dem Reißbrett umgearbeitet. Die Hawker Hurricane erhielt den stärkeren PV12 (Merlin)-Motor, einziehbares Fahrgestell und statt der vier MGs die damals unerhörte Zahl von acht. Das Luftfahrtministerium bestellte im Juni 1936, nach erfolgreichen Testflügen mit dem Prototyp, die damals ebenfalls unglaubliche Anzahl von 600 Hurricanes.

Im September 1939 waren 18 Staffeln mit den 497 gelieferten Maschinen ausgerüstet, und bis zum 7. August 1940 waren nicht weniger als 2.309 für 32 Staffeln ausgeliefert (zum Vergleich: 1.383 Spitfire in 18 1/2 Staffeln). Zu dieser Zeit hatte die Hurricane I metallbeplankte Flügel statt der Gewebespannung und Dreiblatt-Verstellpropeller (später mit konstanter Drehzahl) statt der zweiblättrigen, hölzernen Propeller.

In den hektischen Tagen von 1940 erwies sich die Hurricane als idealer Zerstörer mit zielsicheren und verheerendem Feuer gegen Bomber vom Typ Dornier Do 17 , Heinkel He 111, Junkers Ju 88 oder Ju 87 Stuka. Ihre Wendigkeit war besser als die jedes anderen Jägers, doch in der Gesamtleistung war die Messerschmitt Bf 109E deutlich überlegen.

Die stärkere Hurricane Mk II erhielt den 1280 PS Merlin XX, neue Bewaffnung und Abwurftanks. In Nordwesteuropa wurde sie zum Erdkampfflugzeug und in Nordafrika mit 40-mm-Kanonen zum Panzer-Knacker gegen deutsche Panzer PzKpfw III und PzKpfw IV.

Mit Katapultstarts von Handelsschiffen und Trägern nahm sie an unzähligen Geleitzugkämpfen teil. Der größte Kampf dieser Art war wohl die Verteidigung des Malta-Geleitzuges im August 1942, als 70 Sea Hurricane 600 Flugzeuge der Achsenmächte vertrieben und 39 von ihnen, bei eigenen Verlusten von sieben, abschossen.

Die Hurricane wurde in Fernost, Afrika und allen anderen Kriegsschauplätzen in steigender Zahl eingesetzt. 2952 wurden an die Sowjetunion geliefert, einige davon mit Landekufen. Hurricanes wurden auch für Waffenerprobungen und für Versuche mit neuen Flugverfahren eingesetzt (eine hatte abtrennbaren zusätzliche Oberflügel). Die Gesamtproduktion belief sich in Großbritannien auf 12780 und 1451 in Kanada. Viele wurden vor und nach dem Zweiten Weltkrieg exportiert.

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Bilder Hawker Hurricane


Spezifikationen Hawker Hurricane I

Spezifikationen
Hawker Hurricane I Spezifikation
Typ Jäger
Antriebflüssigkeitsgekühlter Rolls-Royce Merlin V-12-Motor mit 1030 PS
Besatzung 1
Spannweite12,19 m
Länge über alles9,75 m
Höhe über alles4,00 m
Leer-Gewicht 2118 kg
Startgewicht 2994 kg
Höchstgeschwindigkeit 511 km/h
Steigleistung770 m/min.
Dienstgipfelhöhe 10.973 m
Reichweite 740 km
Bewaffnung
Hawker Hurricane I Spezifikation
in den Flügelnacht 7,7 mm Browning MGs mit je 333 Schuß
Einsatzstatistik
Hawker Hurricane Angaben
Erstflug (Prototyp) 6. November 1935
Serienproduktion 12.Oktober 1937 (in Kanada als Mk X ab Januar 1940)
Endlieferung (IIC) September 1944
Stückzahl (alle)14.233 (davon 2.952 für Russland)
Produktion 1940ca. 130 je Monat

Animation 3d-Modell Hawker Hurricane I

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