Fw 190 F

flag-GermanyDeutscher Focke-Wulf F und G Jagdbomber und Schlachtflieger aus dem Zweiten Weltkrieg.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Fw 190 F-8 im Winter 1944/45

Seit 1943 ersetzte die Focke-Wulf Fw 190 die Ju 87 in den meisten Schlachtgeschwadern. Diese F-8 von Schlachtgeschwader 10 in Ungarn im Winter 1944/45 ist mit Bombenbehältern mit SD-2 oder SD-10 Splitterbomben unter den Flügeln beladen.

Focke-Wulf Fw 190 F und G-Serie.
Typ: Jagdbomber und Schlachtflieger der deutschen Luftwaffe.

Geschichte:

Fw 190 G des Schlachtgeschwaders 2 'Immelmann'

Fw 190 G des Schlachtgeschwaders 2 ‘Immelmann’ etwa Mitte 1943. Es war die erste Einheit, welche noch in Nordafrika mit dem neuen Schlachtflugzeug ausgestattet wurde. Der Einsatz erfolgte dann aber an der Ostfront.

Die Fw 190 F-Serie, von der das wichtigste Modell die F-8 war, hatte Unterflügelbehälter für Raketengeschosse. Sowohl die F als auch die G-Serie wurden von einem BMW 801-Motor angetrieben, wobei letztere zumeist Jagdbomber waren, bei denen die Feuerbewaffnung zugunsten einer einzelnen 1.800-kg-Bombe (in der G-1) oder für bis zu 1.000 kg an kleineren Bomben reduziert wurde.
Die Fw 190 G und F ersetzten gegen Kriegsende zunehmend die Ju 87 Stukas bei der Erdkampfunterstützung in den dann als Schlachtgeschwadern bezeichneten Stuka-Geschwadern.

Die F-Modelle waren Schlachtflieger zur direkten Unterstützung der Bodentruppen, wobei einige die R4M Panzerblitz-Raketen zur Panzerbekämpfung mitführten. Es gab mehr als 40 spezielle Rüstsätze für die Flugzeuge, und einige der letzten Modelle hatten sogar gepanzerte Lanzen, um damit amerikanische B-17 oder B-24 Bomber zu rammen.

Die gesamte Focke-Fulf Fw 190-Produktion, welche 1945 endete, belief sich auf etwa 19.500 Stück. Es war der erste Jäger, welcher der Luftwaffe einen Vorteil gegenüber den frühen Spitfire-Jägern verschaffte. Die allgemeine Vielseitigkeit, viel zu umfangreich um hier aufgeführt zu werden, war geprägt von mehreren dutzende Ausrüstungs- und Waffen-Rüstsätzen, mit denen normale Exemplare für verschiedene Missionen umgerüstet werden konnten. Außerdem gab es etwa 80 verschiedene Versuchsmustern für einzelne Prototypen mit unterschiedlicher Bewaffnung oder Ausrüstung.

Benutzer: Deutschland, Kroatien, Slowakei, Ungarn (für Fw 190 F und G).


Animation 3d-Modell Fw 190 F-8


Spezifikationen Focke-Wulf Fw 190 F-8

Spezifikationen
Fw 190 F-8 Spezifikation
Typ Jagdbomber
Antrieb 1 x 1.700 PS (2.100 PS mit Einspritzung) BMW 801Dg 18-Zylinder-Doppelsternmotor
Besatzung 1
Spannweite10,49 m
Länge über alles8,84 m
Höhe über alles3,96 m
Leergewicht 3.200 kg
Startgewicht 4.900 kg
Höchstgeschwindigkeit653 km/h (mit Einspritzung)
Steigleistung 716 m/min.
Dienstgipfelhöhe 10.300 m
Reichweite 900 km
Bewaffnung
Fw 190 F-8 Spezifikation
über dem Motor2 x 13mm MG131 (930 Schuss/min, 750 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
in Flügelwurzeln2 x 20mm MG151/20 (720 Schuss/min, 585 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
in Aussenflügeln2 weitere 20mm MG151/20 oder 2 x 30mm MK108 (650 Schuss/min, 520 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
Zuladung1 x 1.800-kg-Bombe unter Rumpf (G-1) oder 1 x 500 kg-Bombe unter dem Rumpf und 4 x 50- oder 100-kg-Bomben unter den Flügeln (bis insgesamt 1.000 kg).
Einsatzstatistik
Fw 190 Angaben
Erstflug Fw190 V1 1. Juni 1939
Serienproduktion Ende 1942 (Fw 190F)
Truppenlieferung 1944 (F-8)
Endlieferung 1945 (in Frankreich 1946)
Stückzahl (alle)insgesamt: 20.001 (davon 6.634 F und G)
von der Luftwaffe übernommen 1/39-12/44 16.724
Produziert 1942 (F und G) 68
Produziert 1943 (F und G) 1.183
Produziert 1944 (F und G) 4.279
Produziert 1945 (F und G) 1.104
Bestand Fw 190 (alle) in Frontverbänden am 20.9.42 509
Bestand Fw 190 (alle) in Frontverbänden am 31.12.42 580
Bestand Fw 190 (alle) in Frontverbänden am 10.1.45 1.561
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