FG 42

Deutsches Fallschirmjägergewehr 42 (FjG42)

Fallschirmjäger mit einem frühen 'E-Modell' des FG42-Sturmgewehr

Nachdem die Alliierten das historische Kloster von Monte Cassino am 15. Februar 1944 zerbombt hatten, wurde es von deutschen Truppen besetzt und die Trümmer boten hervorragende Verteidigungsmöglichkeiten. Hier ist ein Fallschirmjäger mit einem frühen ‘E-Modell’ des FG 42-Sturmgewehr (2.100 Stück gebaut) in Stellung gegangen, um aus einem Fenster das Feuer eröffnen zu können.

Fallschirmjägergewehr 42 (FG 42, FjG42)
Typ: Automatisches Sturmgewehr.

Geschichte:

Als die Entwicklung der MP 43 begann, waren auch die deutschen Fallschirmjäger an dieser interessiert, da eine solche Waffe eine Lücke in ihrer Ausrüstung schließen würde. Bei Luftlandeoperationen kam es nämlich immer auf maximale Feuerkraft bei möglichst geringem Gewichts- und Platzverbrauch an. Nach einer eingehenden Untersuchung lehnte die Luftlandetruppe jedoch den Entwurf mit der Begründung ab, daß die kurze Patrone, um welche herum die neue Waffe entwickelt wurde, nicht ausreichend für ihre besonderen Bedürfnisse war. Sie verlangten eine ähnliche Waffe, welche die normal lange Standardpatrone verschoß. Diese Forderung ergab sich aus den Erfahrungen der Luftlandung auf Kreta , wo sie unter Fernfeuer der englischen Lee-Enfield Rifle lagen und daß davon ausgegangen werden kann, daß die gewöhnlich 7,92-mm-Standardpatrone auf jedem Kriegsschauplatz leichter verfügbar war. Da das Heer nicht an einer solchen Waffe interessiert war und die Fallschirmjäger ein Teil der Luftwaffe waren, legten sie ihre Forderung erneut über die Kanäle der Luftwaffe vor und dort wurden diese erhört.

Die Waffe wurde von Rheinmetall-Borsig entwickelt, welches die ersten Spezifikationen bereits Ende 1940 erhalten hatte. Der erste Prototyp war Mitte 1942 für Tests fertiggestellt. Die Spezifikationen wurden ursprünglich an nicht weniger als acht Firmen vergeben, aber nur der Entwurf von Rheinmetall-Borsig war es wert, weiter verfolgt zu werden. Zwar wurde das Gewehr schließlich in die Produktion genommen, aber während des Herstellungsprozesses gab es so viele Änderungen und Modifikationen, sodaß die Waffe noch nicht einmal bei Kriegsende endgültig fertig entwickelt worden war.

Die Waffe wurde von Rheinmetall-Borsig entwickelt, welches die ersten Spezifikationen bereits Ende 1940 erhalten hatte. Der erste Prototyp war Mitte 1942 für Tests fertiggestellt. Die Spezifikationen wurden ursprünglich an nicht weniger als acht Firmen vergeben, aber nur der Entwurf von Rheinmetall-Borsig war es wert, weiter verfolgt zu werden. Zwar wurde das Gewehr schließlich in die Produktion genommen, aber während des Herstellungsprozesses gab es so viele Änderungen und Modifikationen, sodaß die Waffe noch nicht einmal bei Kriegsende endgültig fertig entwickelt worden war.

Eine relativ kleine Anzahl wurde hergestellt – die meisten Quellen zitieren 7.000 Stück – da sich während der Entwicklung die Prioritäten ständig verändert hatten. Die Luftlandung auf Kreta, wo der Einsatz dieser Waffe sinnvoll gewesen wäre, hatte auch gezeigt, daß solche Operationen zu kostspielig waren um öfters wiederholt zu werden, und so verbrachten die Luftlandetruppen den Rest des Krieges zumeist als herkömmliche Bodentruppen, wenn auch von hohem Kampfwert aufgrund ihrer langen und hervorragenden Ausbildung. Zudem wurden die meisten Waffenfabriken vom Heer kontrolliert, welches zögerlich war, Produktionskapazitäten für Waffen abzuzweigen, welches es als überflüssig ansah.

Das FG 42 war ein hervorragender Entwurf, welcher auf bewährten Techniken basierte. Es wurde durch Gasdruck betrieben und der Mechanismus war so ausgelegt, daß bei Einzelschüssen der Bolzen die Patrone umschloß und beim Zurückziehen des Auslösers die Waffe schoß, welche dann automatisch sich neu lud. Während automatischen Feuers blieb der Bolzen offen wenn der Auslöser losgelassen wurde, um die Kammer und den Lauf zwischen den Feuerstößen abzukühlen. Große Teile der Waffen wurden mit billigem Preßstahl fabriziert, während die Verkleidung aus Schichtholz oder Kunststoff bestand.

Zwar war es eine genial einfache und effektive Waffe, aber wegen des starken Rückschlags der Standardpatrone war es schwierig mit Einzelschüßen genau zu zielen, während es aufgrund seiner leichten Bauweise und fehlenden Zweibein nicht einfach war, vollautomatisch damit zu feuern.

Angeblich soll das FG 42 erstmals bei der Befreiung Mussolinis im September 1943 eingesetzt worden sein. Die Mehrzahl der Waffen wurde an Einheiten an der Westfront ausgegeben, wo auch eine große Anzahl durch alliierten Truppen 1944 erbeutet wurden, was zu der Spekulation Anlaß gab, daß es in größerer Zahl vorhanden sein mußte, als es tatsächlich produziert wurde.

Benutzer: Deutschland (Luftlandetruppen).


Bilder FG 42


Spezifikationen FG 42

Spezifikationen
FG 42 Spezifikation
Typ automatisches Sturmgewehr
Kaliber7,92 mm
Länge 94 cm
Gewicht4,5 kg
Lauf50 cm mit 4 rechtsläufigen Zügen
Magazin20 Schuß Kasten-Magazin
FunktionGas (Drehring)
Geschoßgeschwindigkeit765 m/s
Einsatzstatistik
FG 42 Angaben
HerstellerHeinrich Krieghoff Waffenfabrik, Suhl
Beginn Serienproduktion1942/43
Erster KampfeinsatzSeptember 1943
Endlieferung 1945
Stückzahl (alle)ca. 7.000
Stückpreis? (billiges Preßstahl, Preßholz und Plastik)

Animation 3d-Modell GF 42

Call of War
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