Bf 109 G bei Verbündeten

flag-GermanyMesserschmitt Bf 109 G bei verbündeten Luftwaffen.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

ungarische Messerschmitt Bf 109 G-6.

Eine ungarische Messerschmitt Bf 109 G-6. Diese Flugzeuge wurden auch in Ungarn gebaut.

Messerschmitt Bf 109 Gustav bei verbündeten Luftwaffen.
Typ: deutsches Jagdflugzeug.

Geschichte:

Der Einsatz der Bf 109 Gustav bei verbündeten Luftwaffen und auch die Lizenzproduktion war ziemlich weit verbreitet.

Ungarn:
Die könglich-ungarische Luftwaffe erhielt 59 in Deutschland hergestellte Gustav (G-2 und G-6) und zusätzlich wurden etwa 700 Flugzeuge in den Fabriken in Györ und Budapest in Lizenz gebaut. Die Duna Fabrik wechselte die Produktion von der Me 210 auf die Bf 109 G im März 1944.
Die ersten dieser Jagdflugzeuge erhielten die 5/1. und 5/2. Staffel der 5/I. Jagdflieger-Gruppe an der Ostfront. Später wurde die 5/1. Staffel zurückgezogen und die 5/2. Staffel dafür zur 102. unabhängigen Jagdfliegerstaffel ausgebaut. 1944 wurde die 101. Jagdflieger-Gruppe, auch bekannt als Puma-Gruppe, unter Obstl. Alador Heppes aufgestellt, welche Ungarn selbst gegen die vordringende Rote Armee verteidigen sollte.


Bulgarische Bf 109 G-2.

Bulgarische Bf 109 G-2.

Bulgarien:
145 Gustav wurden 1943-44 nach Bulgarien geliefert und das 6. Jagdflieger-Regiment der bulgarischen Luftwaffe verwendete diese bei der Verteidigung von Sofia gegen alliierte Bombenangriffe im April 1944.


Slowakei:
Die Slowakei erhielt 15 Gustav (G-6) 1944 und die Lizenzproduktion der G-14 in der Prag-Kattowize-Avia-Fabrik wurde geplant. Aber dies konnte nicht vor Ende des 2. Weltkrieges durchgeführt werden und anschließend erfolgte die Produktion für die tschechoslowakische Luftwaffe. Im März 1948 wurden mehrere daraus an Israel verkauft.


Bf 109 G-10 der kroatischen Staffel

Bf 109 G-10 der kroatischen Staffel kapitulieren gegenüber US-Streitkräften bei Falconara in Italien im April 1945.

Kroatien:
Über ein Dutzend G-10 wurden auch von kroatischen Piloten der 15. (kroat) Staffel des JG52 geflogen, welches von Obstl. Fanjo Dzal geführt wurde und welcher schon bei der Panzerschlacht von Kursk gekämpft hatte.


Finnische Bf 109 G-6

Finnische Bf 109 G-6 von 3/HLeLv 34.

Finnland:
Finnland erhielt 30 Bf 109 G-2, 132 G-6 und ein paar G-14 und die erste Einheit, welche so ausgerüstet wurde, war HLeLv 34 auf einer Basis bei Utti im Jahr 1943. Sie wurden auch von so herausragenden Assen wie Juutulainen (94 Luftsiege) und Hasse Wind (78 Luftsiege) geflogen.


Bf 109 G-6 der rumänischen Luftwaffe.

Bf 109 G-6 der rumänischen Luftwaffe.

Rumänien:
Rumänien erhielt 70 Gustav (hauptsächlich G-6) aus Deutschland neben 16 Stück, welche in der IAR-Fabrik von Brasow (Kronstadt) gebaut wurden, bevor diese Fabrik durch Bomben zerstört wurde.


Italienische Bf 109 G-6 der 3. Gruppo Autonomo

Italienische Bf 109 G-6 der 3. Gruppo Autonomo auf einem Feldflugplatz auf Sizilien.

Italien:
Bf 109 G-6 wurden von der italienischen Luftwaffe bereits 1943 verwendet. Auch die faschistische Luftwaffe von Mussolinis Sozialistischer Republik in Norditalien erhielt die G-6 im Jahr 1944.


Neutrale

Spanien:
Spanien verwendete die Bf 109 und daraus abgeleitete Eigenentwicklungen länger als jedes andere Land. Die ersten Bf 109B wurden schon bei ihrem Debüt während des Spanischen Bürgerkrieges im Jahr 1937 eingesetzt. Während des 2. Weltkrieges erhielt das Land insgesamt 95 Flugzeugzellen der Bf 109 und diese wurden mit spanischen Motoren und unter spanischen Bezeichnungen in Dienst gestellt. Sie umfassten 45 Bf 109B, 15 Bf 109E, 10 Bf 109F und 25 Bf 109 G.

Schweiz:
Die Schweiz kam zu ihren 12 G-6 aus Deutschland durch eine ungewöhnliche Geschichte. Diese Jäger wurden im Gegenzug für die Zerstörung eines mit einem brandneuen Radargerät ausgerüsteten Messerschmitt Bf 110 G-4/R7 Nachtjäger geliefert, welcher eine Notlandung in Dubendorf am 28. April 1944 gemacht hatte. Diese G-6, zusätzlich zwei weiterer, welche sich in den schweizer Luftraum verirrt hatten und beschlagnahmt wurden, waren der Fliegerkompanie 7 zugeführt worden.


Animation 3d-Modell Messerschmitt Bf 109 G-6/Trop


Spezifikationen Messerschmitt Bf 109 G-6

Spezifikationen
Bf 109 G-6 Spezifikation
Typ einsitziges Jagdflugzeug
Antrieb 1 x 1475 PS DB 605AM
Besatzung 1
Spannweite9,924 m
Länge über alles8,848 m
Höhe über alles3,20 m
Flügelfläche16,20 m²
Leer-Gewicht 2.675 kg
Höchstgewicht 3.150 kg
maximale Flügelbelastung194,44 kg/m²
maximale Leistung2,13 kg/PS
Höchstgeschwindigkeit621 km/h in 6.900 m
Marschgeschwindigkeit500 km/h in 6.000 m
Anfangssteigleistungca. 1.067 m/min.
Steigleistung5.000 m in 5 min.
Dienstgipfelhöhe 11.550 m
Reichweite 1000 km
Bewaffnung
Bf 109 G-6 Spezifikation
durch Propellernarbe30 mm MK 108 (650 Schuss/min, 526 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
über dem Motor2 x 13 mm MG 131 (je 930 Schuss/min, 760 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
optional unter den Flügeln2 x 20 mm MG 151 (je 720 Schuss/min, 593 m/s Mündungsgeschwindigkeit)
Zuladung500-kg-Bombe (bei G-6/R1)
Einsatzstatistik
Bf 109 G-6 Angaben
Serienproduktion Ende 1942
Truppenlieferung Februar 1943
Serienproduktion Ungarn spätestens im März 1944 (Duna Fabrik)
Endlieferung Sommer 1944
Stückpreis100.000 Reichsmark
Stückzahl (alle)35.000+ (davon 30.480 im 2.Weltkrieg)
Übernommen von Luftwaffe 1/39-12/44 (alle) 29.350
Produziert 1939 (alle) 449
Produziert 1940 (alle) 1.693
Produziert 1941 (alle) 2.764
Produziert 1942 (alle) 2.665
Produziert 1943 (alle) 6.154
Produziert 1944 (alle) 13.786
Produziert 1945 (alle) 2.969
Bestand Bf109 am 1.9.1939 1.085
Bestand Bf109 am 20.9.42 1.074
Bestand Bf109 am 21.12.1942 700 (davon 610 Me 109 G)
Bestand Bf109 am 10.1.1945 1.305
Bookmark the permalink.

Leave a Reply