Gordi und Silni-Klasse (29 bzw 19 Schiffe)
Typ: russische Zerstörer-Klasse, gebaut 1936-1943.
Geschichte: Als in den 1930er Jahren neue Zerstörer entworfen werden sollten, suchten die Sowjets, wie schon bei den Kreuzern der Kirow-Klasse, italienische Unterstützung. Die aus den Bemühungen hervorgegangene Gordi-Klasse Typ VII hatte eine unleugbare Ahnlichkeit mit zeitgenössischen italienischen Entwürfen.
Unglücklicherweise eigneten sich ihre Materialstärken und Schiffskörperform mehr für das Mittelmeer als für die Arktis; auch waren sie wenig standfest und seetüchtig. Die sowjetischen Hersteller konnten die Maschinen nicht mit den vorgeschriebenen Toleranzen fertigen, so daß die Antriebsanlage dauernd Scherereien bereitete. Wenige Schiffe erreichten die Konstruktionsgeschwindigkeit von 38 kn.
Eine geänderte und verstärkte Silni-Klasse, der Typ VII-U erhielt eine einheitliche Maschinenanlage, zwei Schornsteine, dickere Platten und einen seetüchtigeren Schiffskörper. Die Fla-Bewaffnung wurde verstärkt und modernes elektronisches, in Großbritannien und Amerika gegen Kriegsende beschafftes Gerät eingebaut.

Der Zerstörer Soobrazitelnyi der Silni-Klasse rettet Überlebende des bei einem Luftangriff schwer beschädigten Flotillienführers Taschkent.
Die Leningrad-Klasse hatte noch weniger Erfolg. Ihr Entwurf lehnte sich in etwa an die französischen Superzerstörer an und entstand auch mit französischer Hilfe. Es war aber zuviel bei einer bescheidenen Größe versucht worden, und die Schiffe erwiesen sich gegenüber Gefechtsschäden als wenig standfest. Das 13-cm-Geschütz stand zwischen Brücke und vorderem Schornstein ungünstig und hatte nur sehr begrenzte Bestreichungswinkel. Die Kiew-Klasse wurde als geänderte Version mit 13-cm-Doppeltürmen zwar auf Kiel gelegt, aber kein einziges Schiff davon vollendet. Die Zerstörer der Leningrad-Klasse waren noch seeuntüchtiger als die der Gordi-Klasse.

Ein Zerstörer der Leningrad-Klasse feuert seine Geschütze während der Belagerung von Leningrad ab.
Italien baute im Auftrag der UdSSR bis 1937 einen schnellen, großen Zerstörer, die Taschkent der jedoch auch zu leicht ausfiel und zahlreiche Kinderkrankheiten hatte.

Der Großzerstörer Taschkent entlädt Munition im belagerten Sewastopol.
Während des 2. Weltkriegs waren die sowjetischen Zerstörer an wenigen Kampfhandlungen beteiligt. Vorwiegend setzte man sie als schnelle Truppentransporter im Schwarzen Meer und zur rein örtlichen Verteidigung in der Arktis und im Pazifik ein.
Benutzer: Sowjetische Marine. |
Silni-Klasse |
| Typ |
Zerstörer |
| Wasserverdrängung |
1.713 t |
| Einsatzverdrängung |
2.282 t |
| Länge zwischen den Loten |
? |
| Länge über alles |
112,90 m |
| Breite |
10,20 m |
| Tiefgang |
4,00 m |
| Haupt-Bewaffnung |
4 x 13-cm Geschütze in Einzeltürmen |
| Sekundär-Bewaffnung |
- |
| Flak |
2 bis 3 x 76-mm, 6 x 37-mm, 4 x 12,7-mm-MGs
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| Torpedorohre |
6 x 53,3-cm-Torpdorohre |
| Minen |
60 (Gordi) |
| U-Abwehr-Waffen |
? |
| Flugzeuge |
- |
| Panzerung Seite (Gürtel) |
- |
Panzerung
Oberdeck |
- |
| Panzerung Hauptdeck |
- |
Panzerung
Panzerdeck |
- |
| Panzerung Hauptartillerie |
- |
| Panzerung Barbetten |
- |
| Panzerung Mittelartillerie |
- |
| Panzerung Kommandotürme |
- |
| Kessel |
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| Maschinen |
Dampfturbinen mit 2 Wellen. |
| Gesamtleistung |
48.000-54.000 PS |
| Brennstoffvorrat |
550 t Heizöl
(Gordi) |
| Geschwindigkeit |
36 kn |
| Fahrbereich |
2.190 sm bei 19 kn |
| Besatzung |
207 |
| Fertigstellung |
19 Schiffe der Silni-Klasse 1936-1942, 29 Schiffe der Gordi-Klasse 1936-1943. |
| Verbleib |
Zahlreiche während des 2. Weltkrieges versenkt, ein Schiff 1955 an China abgegeben, Soobrazitelnyi als Museumsschiff, alle anderen in den 1950er und 1960er Jahren abgewrackt.
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3D-Modell eines Zerstörers der Gordi-Klasse.

Der Zerstörer Opitnij als schwimmende Batterie auf der Newa bei der Verteidigung von Leningrad.
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