Spica-Klasse (32 Einheiten)
Typ: Torpedoboot.
Geschichte: Die zwischen den beiden Weltkriegen abgeschlossenen Flottenverträge gestatteten den Bau von Torpedobooten in unbegrenzter Anzahl, sofern sie nicht mehr als 610 t verdrängten. Wie die Franzosen, Deutschen und Japaner bauten die Italiener zahlreiche Fahrzeuge dieses Typs, obgleich keines davon unter der vorgeschriebenen maximalen Typverdrängung blieb.
Die als erste gebaute Spica-Klasse war 1932 entworfen worden. Zwischen 1932 bis 1938 wurden 32 Schiffe gebaut. Im Prinzip handelte es sich um kleine Zerstörer mit guter Bewaffnung im Verhältnis zur Größe, aber einem kleinen Fahrbereich. Damit waren sie für den Einsatz im Mittelmeer jedoch nützliche Schiffe.

Die Spica, das Klassenschiff der 32 zwischen 1933 und 1938 gebauten Torpedoboote, wurde 1940 an Schweden verkauft.
Die Hauptbewaffnung bestand aus 10-cm-Geschützen eines neuen Modells mit der respektabelen Schußweite von 16 Kilometern. Da diese nur einzeln in Türmen untergebracht waren, befand sich ein Geschütz am Bug und zwei übereinander auf achtern. Trotz des Umstandes, daß die vorhergehenden Torpedoboote schon mit 53,3-cm-Torpedorohren ausgerüstet waren, kehrte die Spica-Klasse zu den früheren 45-cm-Torpedos zurück, welche eine weit geringere Wirkung und Reichweite hatten. Wie die meisten italienischen Kriegsschiffe konnten sie Minen legen, besaßen zudem aber auch noch Einrichtungen zum Minenräumen bei großer Fahrt.
Während des 2. Weltkriegs waren sie häufig eingesetzt und mehrere von ihnen gingen nach tapferem Kampf gegen überlegene britische Seestreitkräfte verloren.

Ein Torpedoboot der Spica-Klasse auf Fahrt.
Obgleich sie ursprünglich eigentlich nicht für die U-Abwehr gedacht waren, spielten sie doch bei der Vernichtung von mindestens fünf alliierten U-Booten eine Rolle und befanden sich zunehmend im Einsatz bei der Geleitzugssicherung und U-Boot-Jagd.
Von den 32 gebauten Spica-Torpedobooten wurden 23 während des Krieges versenkt und zwei wurden an die schwedische Marine verkauft.

Nur ein Torpedoboot der nachfolgenden Ariete-Klasse wurde von den Italienern bis zu ihrer Kapitulation fertiggestellt. Die hier gezeigte Eridano und 14 weitere Einheiten wurden in Norditalien für die deutsche Kriegsmarine fertiggebaut.
Um dem zunehmenden Bedarf an Geleitern zu befriedigen wurde 1942 ein neues Programm für den Bau von 42 neuen Torpedobooten einer verbesserten Spica-Klasse aufgelegt. Von diesen als Ariete-Klasse bezeichneten Torpedobooten wurden nur 16 - zumeist nach der italienischen Kapitulation für die deutsche Kriegsmarine - fertiggestellt.
Benutzer: Italien, Schweden, deutsche Kriegsmarine.

Das Torpedoboot Dragone fiel 1943 in Genua unfertig in deutsche Hände. Als TA 30 wurde es im Juni 1944 von englischen Motortorpedobooten versenkt.
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