Fletcher-Klasse (119 Schiffe, plus 62 verbesserte Fletcher)
Typ: US-Zerstörer.
Geschichte: Nach der Pause im Zerstörerbau, die durch die Überfülle an Glattdeck-Zerstörern in den unmittelbar auf den Ersten Weltkrieg folgenden Jahren erzwungen wurde, legten die Amerikaner 1932 mit der Farragut-Klasse die ersten neuen Nachkriegszerstörer auf Kiel. Diese Schiffe trugen überhöhte Geschütze in Position B und E sowie eine geschlossene Brücke. Es folgten 10 weitere Klassen, einige davon groß, andere klein. Klassen mit einem, Klassen mit zwei Schornsteinen.
Kurz vor dem Kriegseintritt der USA waren jedoch 24 neue Zerstörer der Fletcher-Klasse auf Kiel gelegt worden. Diese Schiffe waren etwa 9,2 m länger als ihre Vorgänger der Bristol-Klasse. Der gewonnene Raum diente vor allem der Aufnahme einer vernünftigen Fla-Bewaffnung, die im Verlauf der Jahre ständig verbessert wurde. Äußerlich unterschied sich die Flelcher-Klasse völlig von den ihr unmittelbar vorangehenden Klassen; denn sie kehrte zu dem durchlaufenden Deck zurück, zu einer Silhouette also, die künftig die Standardform der US-Navy-Zerstörer bleiben sollte. Im Schiffsinneren war die wichtigste Anderung die Einführung der Doppel- anstelle der Einfachgetriebeturbinen der Bristol- und der dieser vorangehenden Klassen.
Die Schiffe der Fletcher-Klasse können als die besten Zerstörer des 2. Weltkrieges betrachtet werden.
Ihre Feuertaufe erhielten sie bei den Kämpfen bei den Salomon-Inseln im August 1942. Chevalier, Strong, De Haven und Brownson gingen dabei während der chaotischen Kämpfe nach der Landung auf Guadelcanal verloren. Hoel und Johnston sanken bei der heldenhaften Verteidigung von Spragues Geleitträger-Verband gegen die japanische Flotte vor Samar im Oktober 1944. Spence und Abner Read wurden durch Luftangriffe nach den Landungen im Leyte-Golf versenkt. Die größten Verluste traten jedoch während der Kämpfe um Okinawa ein, als Kamikaze-Flieger und Artilleriefeuer Hutchins, Pringle, Leutze, Thatcher, Luce, Bush, Evans, Haggard, Longshaw, Morrison, William D.Porter, Bell, Twiggs, Callaghan, Halligan, Colhound und Little zerstörten.

Ein Zerstörer der Fletcher-Klasse während des Zweiten Weltkrieges im Pazifik. Hinter ihm dampft ein Flugzeugträger der Essex-Klasse.
Die zweite Gruppe der Fletcher-Klasse (verbesserter Fletcher) glich der ersten Baureihe bis auf ein paar Einzelheiten. Das Richtgerät war niedriger und die Fla-Bewaffnung stärker.
Schiffe der Fletcher-Klasse bildeten noch nach dem 2. Weltkrieg das Rückgrat der Zerstörer-Einheiten der US-Marine und blieben bis 1975 in Dienst. Zudem wurden viele an andere Marinen abgegeben, wo sie noch länger verwendet wurden.
Der Fletcher- folgte die Allen-M.-Sumner-Klasse, die einen etwas breiteren Fletcher-Schiffskörper verwendete und die sechs 12,7-cm-L/38-Geschütze in drei Doppeltürmen führte. Einen weiteren Fortschritt bedeutete die Gearing-Klasse, bei der eine 4,3 m lange Rumpfsektion in den Schiffskörper der Allen-M.-Sumner-Klasse eingefügt wurde. 7,6-cm-Geschütze ersetzten eine AnzahI 4-cm-Rohre, und spätere Schiffe erhielten einen Hedgehog-Wasserbombenwerfer.
Am Ende des 2. Weltkriegs annullierten die Amerikaner 49 Einheiten und vier wurden vor ihrer Fertigstellung wieder abgewrackt. Aber die 33 bis in die 1970er Jahre noch bei der US Navy im Dienst stehenden Schiffe zeugen von der Güte dieses Entwurfs.
Benutzer: US Navy (im 2. Weltkrieg, später auch an viele anderen Marinen abgegeben).

Zerstörer Z-4 der Bundesmarine. Der ehemalige US-Zerstörer Claxton (DD-571) der Fletcher-Klasse wurde 1959 an die Bundesrepublik Deutschland abgegeben.
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verbesserter Fletcher |
| Typ |
Zerstörer |
| Wasserverdrängung |
2.083 t |
| Einsatzverdrängung |
3.089 t |
| Länge in der KWL |
112,6 m |
| Länge über alles |
114,5 - 114,6 m |
| Breite |
12 - 12,1 m |
| Tiefgang |
5,4 m (maximum) |
| Haupt-Bewaffnung |
5 x 12,7-cm L/38 Geschütze |
| Sekundär-Bewaffnung |
- |
| Flak |
5 x Zwillings-40-mm- Bofors, 7 x 20-mm Oerlikon |
| Torpedorohre |
12 x 53,3-cm |
| Minen |
- |
| U-Abwehr-Waffen |
6 Wasserbombenwerfer, 2 Wasserbomben-Abwurfschienen |
| Flugzeuge |
- |
| Panzerung Seite (Gürtel) |
19 mm |
Panzerung
Oberdeck |
- |
| Panzerung Hauptdeck |
- |
Panzerung
Panzerdeck (über Maschinen) |
13 mm |
| Panzerung Hauptartillerie |
- |
| Panzerung Barbetten |
- |
| Panzerung Mittelartillerie |
- |
| Kessel |
4 Babcock & Wilcox oder Foster Wheeler
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| Maschinen |
General-Electric oder Westinghouse-Doppelgetriebe-Turbinen mit 2 Wellen
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| Gesamtleistung |
60.000 PS |
| Brennstoffvorrat |
500 t (Heizöl) |
| Geschwindigkeit |
37-38 kn |
| Fahrbereich |
5.211 sm bei 15 kn
(einige der 'normalen' Fletcher hatten bis zu 533 t Heizöl für bis zu 6.500 sm bei 15 kn) |
| Besatzung |
319 |
| Fertigstellung |
Fletcher-Klasse (119 Schiffe): 1942-1945.
Verbesserte Fletcher-Klasse (62 Schiffe): 1943-1945. |
| Stückpreis |
ca. 2.400.000 $ =
~ 5.300.000 RM (Reichsmark) |
| Verbleib |
Fletcher-Klasse: 21 versenkt im 2. Weltkrieg, 32 an andere Marinen abgegeben, restliche Schiffe abgewrackt bis 1975.
Verbesserte Fletcher-Klasse: 3 versenkt im 2. Weltkrieg, 15 an andere Marinen abgegeben, restliche Schiffe abgewrackt bis 1975.
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3D-Modell der 'verbesseten Fletcher' McNair (DD-680).
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