S-Klasse (63 Boote)
Typ: Englische Unterseeboots-Klasse, gebaut 1931-1945.
Geschichte: Obwohl die Ursprünge der S-Klasse bis auf das Jahr 1928 zurückgingen, was sie während des 2. Weltrkrieg sehr erfolgreich und auch die am meisten gebaute Unterseeboot-Klasse der englischen Royal Navy.
Die britische Admiralität bemühte sich Anfang der 1930er Jahre um eine international vereinbarte Begrenzung der Überwasserverdrängung von U-Booten auf 610 Tonnen. Die S-Klasse wurde vor diesem Hintergrund entworfen. Die vorgesehenen Einsatzgebiete waren nordeuropäische Gewässer und das Mittelmeer.
Ursprünglich sollten die Boote nur etwa 800 km zu ihren Zielgebieten laufen (innerhalb der damaligen Funkradio-Reichweite), wo sie etwa 10 Tage auf Patrouille bleiben sollten. Diese Spezifikation wurde später drastisch auf 1.930 km Amarschstrecke und 8 Tage auf Patrouille bei nicht weniger als 9 kn erhöht.
Die Boote waren sehr wendig und konnten sehr schnell wegtauchen. Als Gegenmaßnahme gegen verbesserte U-Jagd-Techniken erhielten die Boote eine starke Torpedowaffe, mit der sie größere Fächer schießen konnten, um Treffer auch auf weite Entfernungen zu erzielen. Die 1. Gruppe besaß ein erhöhtes, vor dem Turm versenkbar angeordnetes 7,6-cm-Geschütz, während bei der 2. Gruppe das Geschütz in einer Lafette fest auf der Außenhülle montiert war.

HMS Saracen der 3. Baugruppe der S-Klasse kehrt in seinen Stützpunkt zurück. Gut erkennbar ist das oberste von drei an jeder Seite angeordneten Bug-Torpedrohren. Damit konnte dieser Bootstyp einen Fächer von sechs Torpedos abfeuern. Nicht nur das deutsche U-Boot U-335 fiel dieser Feuerkraft am 2. August 1942 vor den Shetland-Inseln zum Opfer.
Im Gefecht erwiesen sich die Boote als sehr erfolgreich, und während des Krieges wurde der Bau dieses Typs wieder aufgenommen. Einige der Boote wurden teilweise geschweißt, die letzten Boote waren vollständig geschweißt.
Einige Boote dieser 3. Gruppe, welche etwas länger als die vorhergehenden Einheiten waren, erhielten ein zusätzliches Torpedorohr im Heck. Bei anderen wiederrum wurde das 7,6-cm-Geschütz und das Heck-Torpedrohr gegen eine stärkere 101,6-mm-Kanone eingetauscht. Das die S-Klasse nur insgesamt 12 oder 13 Torpedos mitführen konnte, war der Einsatz eines starken Geschützes wichtig für alle Ziele, zu deren Versenkung keine Torpedos benötigten wurden.
Von den ersten 12 Einheiten der 1. und 2. Gruppe gingen 8 U-Boote verloren, während von der 3.Gruppe mit insgesamt 51 Booten ebenfalls 8 verloren gingen. Alle Verluste der 1. und 2. Baugruppe traten vor Februar 1941 ein, während der Rumpf des ersten Bootes der 3. Gruppe erst im Oktober 1941 vom Stapel lief.
Somit waren alliierte U-Boot-Operationen zu Beginn des Krieges offensichtlich deutlich gefährlicher als später - oder die Boote der 3. Gruppe waren wesentlich effektiver.

Das englische Unterseeboot Shark der S-Klasse ergibt sich nach schweren Beschädigungen deutschen U-Jägern.
Nach dem Krieg wurden einige Boote modernisiert: Das Geschütz wurde entfernt und der Turm erhielt Stromlinienverkleidung.
Benutzer: englische Royal Navy (12 Boote an andere Marinen abgegeben). |
S-Klasse (3. Gruppe) |
| Typ |
Unterseeboot |
| Wasserverdrängung |
827 t aufgetaucht,
1.006 t getaucht
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| Länge zwischen den Loten |
61,4 m |
| Länge über alles |
66,3 m |
| Breite |
7,2 m |
| Tiefgang |
4,1 m |
| Haupt-Bewaffnung |
6 x 53,3-cm-Torpedorohre im Bug, bei einigen 1 x 53,3-cm-Torpedorohr im Heck.
Insgesamt 12-13 Torpedos.
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| Sekundär-Bewaffnung |
1 x 76,2-mm-Kanone
(einige Boote stattdessen 101,6-mm-Kanone
und kein Heck-Torpedorohr)
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| Flak |
später 1 x 20-mm-Oerlikon-Flak eingebaut
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| Maschinen |
2 Admirality-Diesel für Überwasserfahrt, 2 Elektromotoren von Laurence Scott oder General Electric oder Metrovick für Unterwasserfahrt für 2 Wellen.
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| Gesamtleistung |
1.900 PS über Wasser, 1.300 PS unter Wasser
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| Brennstoffvorrat |
49 t Dieselöl |
| Geschwindigkeit |
14,75 kn über Wasser, 9 kn unter Wasser
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| Fahrbereich |
6.000 sm bei 10 kn über Wasser (Boote der 3. Gruppe hatten zusätzliche Außentanks, ältere Boote daher geringeren Fahrbereich). Unter Wasser unbekannt.
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| Tauchtiefe |
76 m |
| Besatzung |
44 - 48 |
| U-Boote |
1. Gruppe: 4 Boote (darunter Swordfish, Sturgeon) gebaut 1931-1933.
2. Gruppe: 8 Boote (darunter Sealion, Sunfish) gebaut 1933-1938.
3. Gruppe: 51 Boote (darunter Seraph, Springer) gebaut 1941-1945 (erster Stapellauf Oktober 1941).
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| Verbleib |
19 gesunken, 39 abgewrackt, 12 an andere Marinen abgegeben, 4 annulliert bei Kriegsende.
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3D-Modell Unterseeboot Seawoilf der S-Klasse.
Die beiden englischen Unterseeboote Sunfish (S-Klasse) und Ursula (U-Klasse) werden 1944 an die sowjetische Marine als 'B 1' und 'B 4' abgegeben.
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