Typ VII (705 Boote)
Typ: Unterseeboot, deutsches U Boot.
Geschichte: Die 920 U-Boote des Typs VII, Typ IX und XIV trugen die Hauptlast der deutschen U-Boot-Offensive im 2. Weltkrieg. Nach ersten Erprobungen mit in Finnland gebauten U Booten, die zwischen 1930 und 1933 fertig wurden und nachdem Großbritannien Deutschland im britischdeutschen Flottenabkommen von 1935 einseitig den Besitz von U Booten gestattet hatte, führte Deutschland sein U-Boot-Bauprogramm durch. Deutschland hatte die Gleichbehandlung mit den Commonwealth-Ländern verlangt und versichert, es würde nicht mehr als 45 % von deren U-BootTonnage bauen, sofern die Lage es »nicht dazu zwinge«. Der damalige britische Außenminister Sir Samuel Hoare bemerkte dazu. daß »die Marineführung, die zu diesem Zeitpunkt glaubte, der U-BootGefahr Herr geworden zu sein, gegen dieses Zugeständnis keine Einwände hatte«.

Deutsches U Boot U-565 vom Typ VII C. Das Boot lief über Wasser 17 kn, besaß sehr gute Manöveriereigenschaften und war für die Rudeltaktik hervorragend geeignet.
Diese Selbstgefälligkeit führte zu Großbritanniens Beinaheniederlage als Folge des von den Deutschen 1935 begonnenen Bauprogramms. Verglichen mit Typ VII A und seinen Nachfolgern stellten die Boote von Typ IA, IIA, IIB. IIC und IID nicht viel mehr als Schulboote dar. Die erste Einheit des Typs VII A wurde 1936 nach einem Entwurf auf Kiel gelegt, an dem man schon seit einigen Jahren gearbeitet haben mußte. Für die damaligen Unterseeboote waren es prächtige Fahrzeuge, die über Wasser 17 kn liefen und sich dank ihrer mit dem Doppelruder ermöglichten hohen Manövrierfähigkeit in idealer Weise für die Überwasser-Rudeltaktik eigneten. Sie waren jedem anderen Boot ebenbürtig.
Sie konnten bei 4 kn etwa 18 Stunden getaucht fahren. Ihre Schwäche war vor allem in der Unterbringung von O²-Flaschen zwischen den Hüllen, wo sie bei einem Angriff zerreißen konnten, sowie in dem unbequemen Mittelgang aller Wohnräume zu sehen.

An den Küsten des besetzten Europas wurden U-Bootbunker aus Beton gebaut. Ein deutsches UBoot Typ VII läuft hier aus einem U-Bootbunker aus.
Bei den Typen VII A, VII B und VII C handelte es sich im wesentlichen um einander ähnliche Angriffs-UBoote. Typ VIIC (1941-1942) besaß einen stärkeren Druckkörper, Typ VII D wurde um 10m verlängert, um fünf Minenschächte mit jeweils drei Minen einbauen zu können. Typ VII F wiederum war etwa gleich lang wie VII D, damit 25 Reservetorpedos zur Versorgung anderer Boote in See mitgeführt werden konnten.
Blick von der U-Boot-Brücke auf das Hinterdeck und den 'Wintergarten'.
Typ IX A, B, C und C40 waren vergrößerte Versionen des Typs VII, allerdings fielen Typ IXD-1 und IXD-2 um 11 m länger aus und IXD-2 hatte zwei langsam laufende Diesel anstelle der sechs ihrer Vorgänger. Diese geänderte Maschinenausstattung erlaubte einen Überwasserfahrbereich von 20.580 sm bei 12 kn. Einige der Boote vom Typ IXD transportierten lebenswichtige Güter von Japan nach Deutschland.
Viele dienten als U-Boot-Tanker und gingen dabei verloren.

Blick von der Brücke zum Bug von einem deutschen U Boot in der Biscaya bei schwerer See.
Zehn Boote des Typs XIV wurden als U- Boot-Tanker gebaut und unter dem Namen »Milchkühe« bekannt. Von diesen überstand kein einziges den Krieg - die
meisten wurden versenkt weil es gelang, den deutschen Geheimcode zu entschlüsseln. Jeder der U-Boot-Tanker konnte 437 t Brennstoff und vier Reservetorpedos mitführen. Sie trugen wesentlich zum Erfolg der U-Boot-Operationen gegen die beklagenswert unvorbereitete Ostküste der USA Anfang 1942 bei.
Die »freundlichen Kühe« mußten an den »glücklichen Tagen« ein willkommener Anblick gewesen sein: Am 22.-23. 4. 1942 ergänzten 14 U-Boote ihren Brennstoff in einem Seegebiet 800 km von Bermuda entfernt. Auf diese Weise gelang es den Deutschen, 18 Boote zwischen Kap Sable und Key West den Mai über im Einsatz zu halten. Die Milchkühe waren jedoch besonders leicht verwundbar, und wegen ihrer vermutlich langen Wegtauchzeit fielen neun von ihnen Luftangriffen und nur eines Uberwasserangriffen zum Opfer.
Benutzer: Deutschland, Spanien, Japan.
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Mittel-Atlantik Anfang 1943: Unter klarem Himmel versetzt ein U-Boot vor allen Luftangriffen völlig sicher im Überwasserangriff seinem Opfern den Fangschuss.
U-Boot Typ VII C |
| Wasserverdrängung |
781 t über,
885 t unter Wasser |
| Länge über alles |
67,1 m |
| Breite |
6,2 m |
| Tiefgang |
4,8 m |
| Haupt-Bewaffnung |
4 x 53,3-cm-Torpedorohre
vorne, 1 x 53,3-cm Torpedorohr im Heck mit 14 Torpedos |
| Sekundär-Bewaffnung |
1 x 8,8 cm Mehrzweck-Geschütz
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| Flak |
1 x 3,7 cm Flak,
1 (später 3, manchmal bis zu 8) x 2 cm Flak
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| Maschinen |
2 Diesel, 1 E-Motor mit 2 Wellen |
| Gesamtleistung |
2800 PS über,
750 PS unter Wasser |
| Brennstoffvorrat |
114 t |
| Geschwindigkeit |
17 kn über,
8 kn unter Wasser |
| Fahrbereich |
6.500 sm bei 12 kn,
8.850 sm bei 10 kn,
unter Wasser: 18 Std. bei 4 kn=72 sm |
| Tauchtiefe |
bis zu 180 m
(Typ VII B bis zu 150 m) |
| Schnelltauchzeit |
25-30 Sekunden
(30 Sekunden Typ VII B)
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| Besatzung |
44 |
| U-Boote |
U 69-72, 77-82, 88-98, 132-136, 201-212, 221-232, 235-458, 465-486, 551-683, 701-779, 821-836, 901-908, 921-930, 951-1058, 1063-1065 |
| Stapellauf (alle U-Boote vom Typ VII) |
Juni 1936 (U-27) - November 1944 (U-1308) - insgesamt 705 U-Boote |
| Indienststellung |
1936-1945 |
| Verbleib |
437 aus verschiedenen Ursachen gesunken, 165 bei Kapitulation selbst versenkt, 103 übergeben. |

Modell U-Boot Typ VII B

Günther Priens U-47 vom Typ VII B läuft aus. Sechs Wochen nach Kriegsbeginn hatte Deutschland seinen ersten Helden. Prien drang mit seinem U-Boot in den britischen Kriegshafen Scapa Flow ein und versenkte das Schlachtschiff 'Royal Oak'.
Nach dem Angriff: die Besatzung von U-47, der Kommandant im dunklen Mantel. Der Seeheld und seine Mannschaft im U-Boot mit dem Stier-Emblem überlebten ihre Tat nur anderthalb Jahre: im März 1941 wurde U-47 nach einer Geleitzugsschlacht als vermißt gemeldet.

Seit Mitte 1943 waren die U-Boote durch Flugzeuge stark gefährdet: ein britischer Halifax-Bomber des Küstenkommandos der RAF hat mit seinen Bomben ein U-Boot tauch- und manöverierunfähig gemacht und greift es nun mit den Bordgeschützen an.
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