Deutscher Panzer mit Infanterie im Angriff in Russland   Englische Hurricane und Spitfire-Jagdflugzeuge

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UBoot Typ IX
deutsches Hochsee-Unterseeboot


UBoot Typ IX B

Typ IX (180 UBoote)
Typ:
deutsches Hochsee-Unterseeboot.
Geschichte:
Die große Schwester des Typ VII war das UBoot Typ IX, der eine größere Reichweite und eine bessere Bewohnbarkeit hatte. Das UBoot war für Operationen in fernen Gewässern ausgelegt und hatte gute Seeeigenschaften.
Das erste UBoot, U-37, wurde im August 1938 in Dienst gestellt, nur drei Monate nach dem Stapellauf. Der kurz danach gebaute Typ IX B hatte zusätzlich 11 Tonnen mehr Treibstoff.
Die Typen IX C und IX C-40, welche sich nur geringfügig von einander unterschieden, hatten wiederrum einen größeren Treibstoffvorrat, was die Reichweite der UBoote erhöhte. Die Aufträge für einige dieser UBoote wurden im Jahr 1944 storniert, um sich auf die Produktion des neuen Typ XXI zu konzentrieren.

U-Boot Typ IX B beim Auslaufen
Ein UBoot vom Typ IX B beim Auslaufen zur Feindfahrt aus einem französischen Hafen.

U-511 wurde im Jahr 1943 an Japan übergeben und hieß dann RO 500. U-1224 wurde im Jahr 1944 zu RO 501, wurde aber auf dem Weg nach Japan nord-westlich der Kapverdischen Inseln durch einen US-Zerstörer versenkt.
Als sich die alliierte Blokade auf Deutschland verschärfte, entstand der Bedarf für U-Boote, die eine kleine Menge kriegswichtiger Materialien vom Fernen Osten nach Europa bringen konnten. Der Typ IX C wurde dahin gehend geändert, daß er um 7,6 m verlängert wurde und eine Transportkapazität von 252 Tonnen hatte. Um dies zu erreichen, wurde der daraus resultierende Typ IX D-41 seiner gesamten Torpedo-Bewaffnung und einem Teil seiner Batterie-Kapazität beraubt. Der nachfolgende Typ IX D-42 hatte dann jedoch wieder eine eigene Torpedo-Bewaffnung.
Dies war die letzte Serie von konventionellen UBooten, welche die deutsche Kriegsmarine erhielt. Abgesehen von der Fähigkeit, wichtige Güter aus dem Fernen Osten zu transportieren, war es mit 31.500 Seemeilen auch das deutsche UBoot mit der größten Reichweite. U-195 wurde als I 506 an Japan übergeben, ebenso wie U-181 und U-862 welche zu I 501 und I 502 wurden.

U-848 vom  Typ VII unter Luftangriff
Seit Mitte 1943 waren die U-Boote durch Flugzeuge stark gefährdet: hier sucht die Flak-Bedienung von U-848 (Typ IX D-42) vor dem Feuer eines amerikanischen Flugzeugs Schutz, welches das U-Boot im November 1943 südwestlich von Ascension angreift.

Eine kleine Anzahl von Typ X B UBoote wurden als große Minenleger gebaut, während Typ X A nie über das Stadium auf dem Reißbrett hinaus kam. Die Minen befanden sich zu jeweils drei Stück in sechs internen Minen-Schächten hinter den vorderen Torpedo-Rohren, sowie jeweils zwei Minen in jedem der 24 externen Behälter, entweder an der Seite oder mittschiffs. Reserve-Torpedos wurden innerhalb und außerhalb des Bootes verstaut.
Diese UBoote hatten eine Reichweite von über 14.000 Seemeilen, und später wurden sie zunehmend auch für Transportmissionen herangezogen. U-219 war in Penang zur Zeit der deutschen Kapitulation und wurde von den Japanern beschlagnahmt, die es in I 505 umbenannten.

U-Boot-Bunker in Frankreich
Bombensicherer deutscher UBoot-Bunker an der französischen Küste.

Der Typ XIV waren Tanker UBoote, entwickelt aus dem Typ VII C. Sie wurden verwendet, um Treibstoff und Reserve-Torpedos für andere UBoote zu transportieren, damit diese längere Zeit auf Patrouille bleiben konnten. Zu diesem Zweck führten sie neben ihren eigenen 203 Tonnen Treibstoff noch weitere 517 Tonnen mit. Sie hatten keine eigenen Torpedorohre und ihre vier Torpedos gaben sie an zu versorgende UBoote ab.

Zwei deutsche U-Boote treffen sich in der tropischen Südsee
Zwei U-Boote treffen sich weit entfernt von der Heimat in der tropischen Südsee.

U-Boot Typ IX B
Wasserverdrängung
1.068 t über,
1.197 t unter Wasser
Länge über alles
76,5 m
Breite
6,7 m
Tiefgang
4,7 m
Haupt-Bewaffnung
4 x 53,3-cm-Torpedorohre vorne, 2 x 53,3-cm Torpedorohr im Heck mit 38 Torpedos
Sekundär-Bewaffnung
1 x 10,5 cm Mehrzweck-Geschütz (später durch 2 x 2 cm Flak ersetzt)
Flak
1 x 3,7 cm Flak,
2 (später 4) x 2 cm Flak
Maschinen
6 Diesel, 1 E-Motor mit 2 Wellen
Gesamtleistung
2400 PS über,
1000 PS unter Wasser
Brennstoffvorrat
166 t
Geschwindigkeit
18,25 kn über,
7,25 kn unter Wasser
Fahrbereich
12.000 sm bei 10 kn,
7.555 sm bei 12 kn,
unter Wasser: 20 Std. bei 4 kn = 80 sm
Tauchtiefe
?
Besatzung
57
U-Boote

U 64-65, 103-111, 122-124

Stapellauf (alle U-Boote vom Typ VII)
Mai 1938 (U-37) - Februar 1944 (U-1238) - insgesamt 180 U-Boote
Indienststellung
1938-1944
Verbleib
142 aus verschiedenen Ursachen gesunken, 10 bei Kapitulation selbst versenkt, 28 übergeben.

3D-Modell U-Boot Typ IX B
3D-Modell U-Boot Typ IX B

U-124 vom Typ IX B
U-124 vom Typ IX B. Zwischen 1938 und 1944 wurden 180 U-Boote in Dienst gestellt, von denen 142 im 2. Weltkrieg verloren gingen.

Englisches Plakat aus dem 2. Weltkrieg
Unvorsichtige Preisgabe von Informationen ließ Geleitzüge nur zu leicht zur Beute der U-Boot-Rudel werden (Britisches Kriegs-Plakat)

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