S-Boot (Schnellboot)
Typ: Motortorpedoboote.
Geschichte: Diese hervorragenden Fahrzeuge, die von den Alliierten als E-boats (Feindboote) bezeichnet wurden, waren nicht in Knick- sondern in Rundspantbauweise ausgeführt um sie besonders seetüchtig zu machen. Sie waren dadurch zwar langsamer als die schnellsten englischen Motortorpedoboote, jedoch konnten sie ihre Geschwindigkeit auch bei rauher See halten, während die Engländer mit der Fahrt heruntergehen mußten.
Für ihre Entwicklung zeichnet die Lürssen-Werft verantwortlich, die umfassende Erfahrungen mit schnellen Sportfahrzeugen besaß. Das erste S-Boot, S-1, war noch mit den feuergefährlichen Benzinmotoren ausgerüstet, der sichere Dieselmotor wurde jedoch schon bei S-6 eingeführt.

S-1, der Prototyp der deutschen Schnellboote, ist hier im Nord-Ostsee-Kanal zu sehen. Es hatte noch den feuergefährlichen Benzinmotor, da die Diesel noch nicht perfektioniert waren.
S7-13 hatten als erste die Knickspantform, während mit S18-25 der Daimler-Benz-Motor eingeführt wurde. Später gebaute Boote besaßen eine erhöhte Back über den Torpedorohren, und die Reservetorpedos waren achtern gestaut.

S-81 nähert sich seiner Höchstgeschwindigkeit. Die niedrige Silhouette war ein beachtenswertert Vorteil bei den endlosen Scharmützeln entlang der europäischen Küsten.
Die Bewaffnung wurde während des Krieges ständig verstärkt. Die letzten Klassen führten 3-cm-Flak. S-100 erhielt als erstes Boot einen gepanzerten Steuerstand.

Ein Schnellboot der S-100-Klasse mit 107 Tonnen und gepanzerten Steuerstand.
Bei ihren vielen Einsätzen in der Nordsee und Kanal waren die S-Boote den britischen Motortorpedobooten überlegen. Leiser als ihre englischen Gegenstücke waren sie ohne Radar auch durch ihre niedrige Silhouette nur sehr schwer rechtzeitig zu entdecken.
Bis 1945 konnte ihre Geschwindigkeit auf 42 Knoten gesteigert werden und zwei zusätzliche Torpedorohre wurden nach hinten eingebaut.
Über 200 S-Boote wurden gebaut, von denen etwa die Hälfte den Krieg überlebte.
Benutzer: Deutsche Kriegsmarine, Spanien (insg. 5 Boote in 1943 abgegeben).
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Schnellboot S-26 |
| Typ |
Motortorpedoboot |
| Wasserverdrängung |
94 t |
| Einsatzverdrängung |
106 t |
| Länge zwischen Loten |
- |
| Länge über alles |
34,95 m |
| Breite |
5,1 m |
| Tiefgang |
1,4 m |
| Haupt-Bewaffnung |
2 x 2-cm-Schnellfeuerkanonen |
| Sekundär-Bewaffnung |
- |
| Flak |
- |
| Torpedorohre |
2
(mit 4 Torpedos) |
| U-Abwehr-Waffen |
2 Abwurfschienen
(8 Wasserbomben)
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| Flugzeuge |
- |
| Panzerung Seite (Gürtel) |
- |
Panzerung
Oberdeck |
- |
| Panzerung Hauptdeck |
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Panzerung
Panzerdeck |
- |
| Panzerung Hauptartillerie |
- |
| Panzerung Barbetten |
- |
| Panzerung Mittelartillerie |
- |
| Kessel |
- |
| Maschinen |
3 Daimler-Benz-Dieselmotoren mit 6.000 PS für 3 Wellen |
| Gesamtleistung |
6.000 PS |
| Dieselöl |
17 t |
| Geschwindigkeit |
39,5 kn |
| Fahrbereich |
750 sm (1.390 km) bei 35 kn |
| Besatzung |
bis zu 21 Mann |
| Bauzeit |
S1-Klasse 1929-1930, S18-Klasse 1938-1939, S38-Klasse 1942-1943, S186-Klasse 1944-1945 (insgesamt über 200 Boote, wovon etwa die Hälfte den Krieg überstand) |

3D-Modell deutsches Schnellboot.
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