Deutscher Panzer mit Infanterie im Angriff in Russland   Englische Hurricane und Spitfire-Jagdflugzeuge

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Victorious
englischer Flugzeugträger der Illustrious-Klasse


Flugzeugträger Victorious

Illustrious-Klasse (4 Schiffe: Illustrious, Formidable, Victorious, Indomitable)
Typ:
Flugzeugträger.
Geschichte: Das Programm von 1936 sah den Bau von zwei neuen Flugzeugträger für die englische Royal Navy vor. Die 23.000-Tonnen-Grenze des Zweiten Vertrages von London war noch in Kraft, und anfangs sah es so aus, als ob der grundsätzliche Entwurf der Ark Royal verwendet werden könnte, um die dann jeweils noch vorhandenen 1.0000 Tonnen Spielraum für den Einbau einiger zusätzlicher Verbesserungen aufzubrauchen. Das Gespenst eines neuen Krieges in Europa zog aber immer deutlicher auf und damit die Erkenntnis, daß die Royal Navy gezwungen sein würde, unter ständiger Bedroghungen von landgestützten Flugzeugen zu operieren - vor allem im Mittelmeer, wo Italiens Absichten seit Anfang der 1930er Jahre immer unbrechenbarer wurden, und in der Nordsee.

Ein neuer Ansatz, angeführt vom einflußreichen Konteradmiral Henderson, zugleich der Dritte See-Lord, wurde angenommen, um dieser Bedrohung zu begegnen. Die neuen Flugzeugträger sollten eine bisher beispiellose passive Verteidigung erhalten in Form von umfangreicher Panzerung und zahlreichen Flugabwehrgeschützen erhalten - mehr als bei der Ark Royal. Das hauptsächliche Ziel war es, die Hauptbewaffnung der Träger zu schützen, nämlich deren Angriffsflugzeuge. So wurde der Flugzeughangar als gepanzertes 'Gehäuse' konstruiert, welcher 250-kg-Bomben und 15-cm-Granaten widerstehen konnte. Wie bei der Ark Royal wurden Gürtel, Schotte und Deck für die Maschinen und Magazine gepanzert.
Das Problem war es jedoch, alle diese Dinge in die vertraglich festgelegten Tonnageobergrenzen zu bekommen. Irgend etwas mußte geopfert werden, und dies wurde der zweistöckige Flugzeughanger des vorherigen Entwurfes. Dies würde nicht nur wegen sich selbst Gewicht sparen, sondern auch Gegengewichte, welche nötig waren um den Rumpf zu stabilisieren, welcher wegen der Abmessungen vorhandener Drockendocks begrenzt sein mußte.

Letztendlich hatte der Hangar eine Panzerung von 114 mm an den Seiten, 76 mm oben (zugleich auch ein Teil des Flugdecks) und 114 mm an den vorderen und hinteren Schotten. Ein 76-mm-Panzerdeck diente als Hangarboden, welches sich bis zum 114 mm starken Hauptgürtel hinzog, der durch gepanzerte Schotten abgeschlossen wurde. Zusätzliche Panzerung schützte die Steuereinrichtungen (76 mm), das Flugdeck vor (38 mm) und hinter dem Hangarbereich (25 mm). Die Größe des Flugzeughangars war 139,6 x 18,9 m mit einer Höhe von 4,88 m welcher Raum für 30 Torpedobomber und 6 Jagdbomber gab - eine Kapazität, welche nur bei der Hälfte der ursprünglich für die Ark Royal vorgesehenen Flugzeugausstattung lag.
Die Schwachpunkte in dem ansonsten vollständig geschützten Gehäuse waren die 13,7 x 6,7 m großen Aufzüge, welche nicht gepanzert werden konnten, da das Gewicht sonst zu groß gewesen wäre. Stattdessen wurden verschiebbare Panzerwände an jedem Ende des Hangars unter den Aufzuglöchern angebracht. Das Konzept des gepanzerten Hangars zeigte seinen Wert im Fernen Osten, wo Kamikaze-Flieger Schäden auf diesem, jedoch nicht innerhalb, verursachten. Durch diese Schäden wurden die Flugzeugoperationen der englischen Träger nicht wesentlich beeinflußt - ganz im Gegensatz zu den Erfahrungen mit den amerikanischen Flugzeugträgern.

Eine Drei-Wellen-Anordnung der Antriebsmaschinen wude ebenso wie in der Ark Royal verwendet. Um das Gewicht der Kommando-Insel auszugleichen, wurde der Rumpf gegenüber erweitert.
Die fest eingebaute Artillerie-Batterie bestand aus acht angetriebenen 11,4-cm-Geschütztürmen, welche auf gleicher Höhe wie das Flugdeck lagen und somit bis zu einem gewissen Grad darüber hinweg schießen konnten. Sie wurden durch ein Mk IV Feuerleitgerät kontrolliert. Ein hydraulisches Katapult für Gewichte bis zu 6.342 kg war auf dem Flugdeck vor und nach Backbord montiert und sechs Drähte bildeten das Auffangsystem für landende Flugzeuge. Der Brennstoffvorrat betrug 4932 Tonnen Heizöl.

Illustrious und Victorious waren die beiden Träger welche unter dem Programm von 1936 vorgesehen waren, das zweite Paar (Formidable, Indomitable) unter dem 1937-Bauprogramm.
Der Entwurf der Indomitable wurde jedoch abgeändert, bevor sie fertig war. Zwischenzeitlich waren Zweifel an der geringeren Anzahl der Flugzeuge aufgekommen und so wurde entschieden, wieder zum zweistöckigen Hangar zurückzukehren. Der untere Stock begann hinter der Mitte des Oberen und war 51,2 m lang. Die Höhe von 4,88 m wurde beim unteren Stock beibehalten, doch der obere Hangar wurde auf eine Höhe von 4,27 m reduziert. Der Preis für diese erhöhte Platzkapazität war eine Reduzierung der Panzerung der Hangarseiten auf nur 38 mm. Doch selbst damit stieg die Einsatzverdrängung der Indomitable auf 25.075 t Typverdrängung bzw 30.206 t Einsatzverdrängung. Dafür konnten nun 48 Flugzeuge aufgenommen werden. Sie erhielt noch acht zusätzliche 20-mm-Fla-Kanonen vor ihrer Fertigstellung und die Besatzung betrug 1.592 Mann.

Umbauten: Es gab viele verschiedene Umbauten und Änderungen während des Krieges. Die wichtigsten äußerlichen Veränderungen war eine Überarbeitung des Flugdecks vorne und hinten, welche es auf 225,55 m (227,08 m bei Indomitable) verlängerte.
Die Flugabwehr-Bewaffnung wurde schrittweise aufgestockt, erst durch das Hinzufügen von 20-mm-Flak und anschließend von 40-mm-Geschützen in Vierlings-, Zwillings- und Einzelstellungen. 1945 hatte zum Beispiel die Illiustrious mehr als fünfzig der erstgenannten und drei Bofors-Flak, während die Victorious 45 x 20-mm und 21 x 40-mm-Fla-Geschützt hatte.
Die Einführung eines Deck-Park-Systems für Flugzeuge (Ausleger wurdem vom Flugdeck unter die Hinterräder der Flugzeuge gelegt) erlaubte es, die Flugzeuggruppe auf 54 Maschinen zu vergrößern.
Radar wurde nach und nach verbessert, angefangen mit dem Typ 79 Frühwarnradar, über Typ 281 (Luftwarn-Radar) und 285 (11,4-cm-Artillerie-Feuerleitradar) bis zum Typ 277 (Höhenradar) und 960 (Luftwarn-Radar).
Halterungsdrähte wurden verstärkt und zusätzliche eingebaut, um neuere und stärkere Flugzeuge aufnehmen zu können. Aus dem gleichen Grund wurden bei einigen der Schiffe auch die Aufzüge vergrößert. Bis 1945 war die Besatzung auf etwa 2.000 Mann gestiegen und die Flugzeuggruppe bestand aus 36 Corsair und 16 Avenger-Torpedobombern.

Einsätz der Victorious: Innerhalb weniger Tage nach ihrer Indienststellung nahm sie an der Jagd auf die Bismarck teil, bei derer eines ihrer Torpedoflugzeuge einen Treffer erzielte, welcher zu Verringerung der Fahrt des deutschen Schlachtschiffes führte. Nach Geleit- und Flugzeugüberführungs-Operationen unternahm sie Angriffe gegen Norwegen und deckte Arktis-Konvois nach Russland, wobei es zu einem fehlgeschlagenen Angriff auf die Tirpitz kam. Weitere Geleitzüge nach Malta folgten Mitte 1942 und der Träger wurde während des Winter 1943/43 in der amerikanischen Norfolk Navy Yard neu ausgerüstet, wonach er an die US-Pazifik-Flotte 'verliehen' wurde, bis Essex einsatzbereit war. Ein weiterer, erfolgloser Angriff, auf die Tirpitz in Norwegen wurde im Frühjahr 1944 durchgeführt, während das Schiff bei der Home Fleet überholt wurde. Im Juli 1944 war sie wieder im Fernen Osten und wurde Teil der Britischen Pazifik-Flotte im Jahr 1945. Sie wurde durch zwei Kamikazes im Mai 1945 getroffen, die zu Reparaturen in Australien zwangen.
Als einziger Träger ihrer Klasse wurde sie nach dem Krieg 1950-1958 für den Einsatz von Düsenflugzeugen umgerüstet und schließlich im Juli 1969 verkauft und abgewrackt.

Benutzer: Englische Royal Navy.

Victorious
Typ
Flugzeugträger
Wasserverdrängung
23.368 t
Einsatzverdrängung
28.661 t
Länge zwischen Loten
205,5 m
Länge über alles
234 m
Breite
29,2 m (Kielwasserlinie, nicht Flugdeck)
Tiefgang
7,32 - 8,53 m
Haupt-Bewaffnung
16 x 11,4-cm-Geschütze
Sekundär-Bewaffnung
-
Flak
48 x 4-cm Bofors (später 56 x 4-cm, 8 x 2-cm. 1945: 21 x 4-cm, 45 x 2-cm)
Torpedorohre
-
Minen
-
U-Abwehr-Waffen
-
Flugzeuge
36 (1945: 36 Corsair + 16 Avengers = 52. Maximum 54)
Panzerung Seite (Gürtel)
114 mm
Panzerung Flugdeck
76 mm über Hangar, 38 mm davor, 25 mm dahinter
Panzerung Flugzeughangar
114 mm
Panzerung
Oberdeck
-
Panzerung Hauptdeck
114 mm
Panzerung
Panzerdeck
-
Panzerung Hauptartillerie
?
Panzerung Barbetten
-
Panzerung Mittelartillerie
-
Kessel
6 Admirality 3-Trommel-Kessel
Maschinen

Parsons-Einfachgetriebe-Turbinen mit 3 Wellen

Gesamtleistung
110.000 PS
Brennstoffvorrat
4.932 t (Heizöl)
Geschwindigkeit
30,5 kn
Fahrbereich
11.000 sm bei 14 kn
Besatzung
1.200 (später 1.500, 1945: 2.000)
Kiellegung
Illustrious 27.April 1937
Formidable 17.Juni 1937
Victorious 4.Mai 1937
Indomitable 10.November 1937
Stapellauf

Illustrious 5.April 1939
Formidable 17.August 1939
Victorious 14.September 1939
Indomitable 26.März 1940

Fertigstellung

Illustrious 25.Mai 1940
Formidable 24.November 1940
Victorious 15.Mai 1941
Indomitable 10.Oktober 1941

Stückpreis
? (US-Träger Essex-Klasse mit 31.500 t ca. 68-78 Millionen US Dollar = ca. 151-173 Millionen Reichsmark)
Verbleib

dank der Panzerung kein Verlust im 2. Weltkrieg - alle zwischen 1953 und 1969 abgewrackt

3D-Modell Flugzeugträger Victorious
3D-Modell Flugzeugträger Victorious.

Strategiespiel WW2 Total
Dieses 3D-Modell ist aktueller Bestandteil vom Strategiespiel WW2 Total. Die Daten für Produktion, Bewegung und Kampf der Einheiten befinden sich hier !

englischer Flugzeugträger Victorious 1942
Die Victorious im Jahr 1942 mit Albacore-Torpedobombern auf dem Flugdeck.

Flugzeugträger Illustrious
Das Klassenschiff Illustrious zu Beginn ihrer Karriere.


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