Polikarpow I-15, I-15bis, I-153 Chaika (Chato, span.)
Typ: russischer Doppeldecker, Jäger und Jagdbomber.
Geschichte: Man könnte der Meinung sein, daß die Doppeldecker Polikarpow I-15 eigentlich durch den I-16 Rata Eindecker ersetzt wurden. Tatsächlich jedoch flog die I-16 zuerst, wurde vorher in Dienst gestellt und 1939 in der Mongolei durch die beweglichere Polikarpow I-153 abgelöst.
Die Arbeiten an der Polikarpow I-15 begannen 1932, als der Vorgänger I-5 noch voll produziert wurde. Anders als die I-5 hatte der neue Jäger einen kleinen Unterflügel und oben einen großen Mövenflügel.

Die Polikarpow I-153war einer der ersten Jagdbomber einer Bewaffnung aus Luft-Boden-Raketen. Normalerweise wurden sechs RS-82-Raketen mitgeführt, dieses Exemplar hat jedoch einen Raketenstarter für sogar acht Raketen.
Der wendige Jäger errang einen Höhenweltrekord. Er wurde in großer Zahl (etwa 550) in Spanien von den Republikanern eingesetzt und dort auch in Lizenz gebaut, wo er als Chato (Plattnase) bekannt wurde. Ab 1937 wurde die I-15 Chaika auch nach China exportiert, wo der Doppeldecker gegen die japanischen Eindecker bestehen mußte.
Er wurde auch noch von der Roten Luftwaffe gegen Finnland und die deutsche Luftwaffe eingesetzt.
Die I-15 wurde jedoch ab 1937 durch die I-15bis mit glattem Oberflügel ersetzt. Auch von diesen gingen über 300 nach Spanien. Viele wurden 1941 als Sturzkampfbomber gegen die Deutschen eingesetzt. Im Sommer 1941 standen noch über 1.000 der Doppeldecker bei den russischen Frontverbänden.

Diese I-153 in Winter-Tarnanstrich trägt zwei große Nachschubsbehälter, wahrscheinlich zur Versorgung abgeschnittener russischer Einheiten während des Russisch-Finnischen Winterkrieges 1939/40.
Den Abschluß der Entwicklung bildete die starke I-153 mit einziehbarem Rad- oder Kufenlandegestell.
Einige tausend wurden in Fernost, Spanien, Finnland und an der Ostfront eingesetzt. Spätere Versionen hatten Verstellpropeller und Abwurftanks.
Im November 1942 wurden die letzten verbliebenen Polikarpow Doppeldecker aus dem Frontdienst gezogen.
Benutzer: Russland, Spanien, China, Finnland (erbeutete Flugzeuge).
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Zu Zeiten Polikarpows hatten die russischen Kampfflugzeuge ein rauhes Leben und mussten nur mit einem Tarnnetz als Unterstand auskommen. Hier ist eine I-153 zu sehen, deren Motor von einem Ford T-Modell mit einer Propeller-Starter angelassen werden soll.
Polikarpow I-153 Chaika |
| Typ |
Doppeldecker Jagdbomber |
| Antrieb |
1 x 1.000 PS Schwetzow-M-63 9-Zylinder-Sternmotor (Nachbau vom Wright Cyclone)
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| Besatzung |
1 |
| Spannweite |
10,00 m
(I-15 9,13 m) |
| Länge über alles |
6,18 m
(I-15 6,29 m) |
| Höhe über alles |
2,82 m
(I-15 2,92 m) |
| Leer-Gewicht |
1.437 kg |
| Höchstgewicht |
2.010 kg |
| Höchstgeschwindigkeit |
430 km/h |
| Steigleistung |
765 m/min. |
| Dienstgipfelhöhe |
10.000 m |
| Reichweite |
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| Bewaffnung |
4 x 7,62-mm DA- oder ShKAS-MG im Rumpf
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2 x 75-kg-Bomben oder 4 x 25-kg-Bomben oder 6 x RS-82-Raketen |
| Erstflug TsKB-3 |
Oktober 1933 |
| Truppenlieferung |
I-15 1934, I-15bis 1937, I-153 1939 |
| Verwendung im Fronteinsatz bis |
November 1942 |
| Stückzahl |
Insgesamt über: 6.750
(davon 550 I-15 und 300 I-15bis für Spanien plus 285 I-15 dort gebaut)
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| Bestand Juni 1941 |
über 1.000 |

3D-Modell Polikarpow I-15 Chato der spanisch-republikanischen Luftwaffe.
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