Nakajima Oscar Ki-43 Hayabusa
Typ: Japanisches Jagdflugzeug und Jagdbomber.
Geschichte: Die Nakajima Oscar (allierter Codename) stellte zahlenmäßig die größte Gruppe der Flugzeuge des japanischen Heeres und wurde in der Anzahl nur von Zero-Sen der japanischen Marine übertroffen.
Verglichen mit der Zero war die Nakajima Ki-43 Hayabusa leichter, kleiner und billiger herzustellen.

Nakajima Oscars im Formationsflug.
Der Jäger entsprach den Vorstellungen des Heeres, in dem nur Wert auf Wendigkeit gelegt wurde. Allerdings war der erste Prototyp (von Hideo Itokawa nach einem Auftrag von 1938 entwickelt, der ohne Ausschreibung direkt erteilt wurde) schwer zu steuern und unbefriedigend. Einem Prototyp gab man sogar, um Gewicht zu sparen, ein starres Fahrgestell. Nach vielen Änderungen - und einer Kampf-Wendeklappe unter den Flügeln - wurde aus der Ki-43 ein Jäger, der jedes andere Flugzeug im Luftkampf ausmanövrieren konnte.

Abschuss einer amerikanischen P-40 Warhawk, fotografiert durch den Piloten einr Nakajima Oscar Anfang 1942 im Dreieck zwischen China, Burma und Indien. Die P-40 war der Ki-43 technisch überlegen, sodaß oft die größere Erfahrung der japanischen Piloten den Ausschlag gab.
Nach einigen Begegnungen mit alliierten Jägern kam die leicht gepanzerte Oscar II mit stärkerem Motor, selbstdichtenden Tanks und etwas verringerter Spannweite heraus.

Nakajima Ki-43 II Jäger startbereit auf einem japanischen Flugplatz.
Die dann in Massen produzierte Oscar IIb nahm an jeder japanischen Schlacht teil. Doch schließlich hatte dieser Jäger viel zu wenig Feuerkraft (mit Ausnahme der wenigen Oscar IIIb gegen Endes des 2.Weltkrieges) und brach im 12,7-mm-Feuer wegen der leichten Struktur auseinander. Andererseits errangen fast alle japanischen Jagdflieger-Asse ihre Erfolge auf diesem Jäger.

Eine Ki-43 im Luftkampf, fotografiert aus einem amerikanischen B-24 Liberator Bomber. Zwar außergewöhnlich manöverierfähig, war die Oscar völlig unzureichend bewaffnet. Trotzdem erzielten die meisten japanischen Asse ihre Abschüsse mit der Hayabusa durch genaues Feuern - eine Qualität welche die meisten Jagdfliegerasse aller Nationen teilten.
5751 Oscar wurden geliefert, davon 2629 durch Tachikawa und 49 durch das 1. Arsenal.

Japanische Flugzeugfabrik mit Massenproduktion von Oscars.
Benutzer: Japan, Thailand, Mandschuko.
|

Nakajima Ki-43 II Hayabusa
Nakajima Ki-43 I Hayabusa |
| Typ |
Jagdflugzeug |
| Antrieb |
1 x 975-PS-Nakajima-Ha-25 Sakae-14-Zylinder-Doppelstern-Motor
|
| Besatzung |
1 |
| Spannweite |
11,55 m |
| Länge über alles |
8,82 m |
| Höhe über alles |
3,27 m |
| Leergewicht |
1.975 kg |
| Startgewicht |
2.642 kg |
| Höchstgeschwindigkeit |
496 km/h |
| Steigleistung (Oscar II) |
990 m/min. |
| Dienstgipfelhöhe |
11.215 m |
| Reichweite |
1.200 km
(mit Abwurftanks 3.000 km)
|
| Bewaffnung |
2 x 7,7-mm Typ 80 MGs [550 Schuss/min, 630 m/s Mündungs-geschw.] über dem Motor |
| 30 kg an Bomben oder Abwurftanks (ab Oscar II: Unterflügel- stationen für 2 x 250-kg-Bomben) |
| Erstflug |
Januar 1939
(IIa Februar 1942, IIb Juni 1942, IIIa Dezember 1944) |
| Serienproduktion |
März 1941 |
| Endlieferung (IIIb) |
August 1945 |
| Stückzahl (alle) |
|

3D-Modell Nakajima Ki-43 Haybusa (Oscar)

Japanische Piloten vor einem ihrer Nakajima Oscar Jagdflugzeuge.
Nakajima Ki-43 III Jagdflugzeug startet in der letzten Kriegshälfte von einem Flugfeld im Dschungel Südost-Asiens.

Betankung eines Oscar Ib mit einem Eimer.
|