Messerschmitt Bf 109
Bf 109 B,C,D,E,F,G,H und K-Serie, S-99 und 199, Ha-1109-1112
Typ: einsitziger Jäger (vielfach auch Jagdbomber).
Geschichte: Die Öffentlichkeit in den Ländern der Alliierten betrachtete die Messerschmitt Bf 109 während des Zweiten Weltkrieges im Vergleich mit der Spitfire und anderen Jägern zunächst als überlegene Waffe. Erst im Laufe der Zeit karn man darauf, daß die Messerschmitt Bf 109 eines der ganz außergewöhnlichen Kampfflugzeuge der Geschichte war. 1935 zuerst geflogen, war sie einer der Hauptteilnehmer am spanischen Bürgerkrieg. Zur Zeit der Münchener Verhandlungen (September 1938) war sie ein voll erprobtes Kampfflugzeug. Die ersten Messerschmitt Bf 109 B, Messerschmitt Bf 109 C und Messerschmitt Bf 109 D hatten schwächere Motoren als die endgültige Messerschmitt Bf109E. Beim Einmarsch nach Polen, Anfang Sept. 1939, konnte die Messerschmitt Bf 109 E bereits in großen Zahlen eingesetzt werden. Bis 1941 war sie der wichtigste Jäger der deutschen Luftwaffe und wurde in großer Zahl auch an Bulgarien, Ungarn, Rumänien, die Slowakei, Jugoslawien, die Schweiz (die die Bf 109 in Lizenz baute), an Japan und die Sowjetunion geliefert.
Während der ersten Jahre des Zweiten Weltkrieges machte die 'Emil', wie man die verschiedenen Untertypen der E nannte, förmlich Hackfleisch aus den vielen Jägern, die sich ihr entgegenstellten - mit der einzigen Ausnahme der Supermarine Spitfire, die sie oft übertraf.
Ihre Pluspunkte waren die geringe Größe, schnelle und billige Herstellungsmöglichkeit, hohe Beschleunigung, große Steigfähigkeit, Sturzflugfähigkeit und gute Wendigkeit. Fast alle Bf 109 E waren auch mit zwei oder drei 20-mm-Kanonen ausgerüstet, deren Reichweite und Feuerkraft größer war als die einer Batterie von acht MGs mit Gewehrkaliber.
Nachteile waren das schmale Fahrgestell, eine gewisse Unruhe bei Start und Landung, die äußerst dürftige Seitensteuerung bei hohen Geschwindigkeiten und die Tatsache, daß sich in engen Kurven die Vorflügel oft öffneten.
Während dadurch ein Oberziehen verhindert wurde, riß es in den Querrudern und warf den Piloten aus dem Ziel. Nach 1942 war die Messerschmitt Bf 109 G (Gustav) der vorherrschende Typ. Er machte 70 % aller an die deutsche Luftwaffe gelieferten Versionen aus.

Bf 109 G vom Jagdgeschwader 53. Das weiße Band am Heck zeigt an, daß diese Einheit im Mittelmeer-Raum operiert.
Trotz der guten Bewaffnung und Ausrüstung waren die riesigen Schwärme der »Gustav« als Flugzeuge nicht so gut wie die leichteren E und Messerschmitt Bf 109 F. Sie verlangte die ständige Aufmerksamkeit des Piloten, ständige Gaskontrolle, und ihre Landeeigenschaften wurden als tückisch umschrieben. Von der H-Serie - als Höhenjäger mit vergrößerten Tragflächen - wurden nur wenige gebaut. Als Standardserie folgte ab Oktober 1944 die K mit Klarsicht-»Galland«-Haube, Holzleitwerk und wenigen Änderungen im Aufbau.
Da nach dem Zweiten Weltkrieg die Anlagen der tschechischen Avia unzerstört waren, produzierte man dort weiter als S-99. Nach Ersatz des DB 605 Motors durch den langsamer laufenden Jumo wurde daraus die S-199, die weit weniger Schwung als die deutschen Versionen hatte (die Piloten nannten sie »Mezek« = Muli). Trotzdem wurden 1948 einige an Israel verkauft. Die spanische Hispano Aviacin flog ihre erste in Lizenz gebaute 1109 im März 1945. Mit dem Merlin-Motor wurde ab 1953 daraus die 1109-M 1 L Buchon (Taube). Einige der in Spanien gebauten Hispano und Merlin Versionen waren zweisitzige Trainer. Als 1956 die letzte HA-1112 das Werk in Sevilla verließ, beendete sie 21 Jahre Produktionsgeschichte dieses klassischen Jägers, von dem in dieser Zeit vermutlich 35.000 Stück hergestellt wurden.

Messerschmitt Bf 109 der schweizer Luftwaffe. Mit diesen Jägern verteidigte die Schweiz ihren Luftraum unds sie schossen eine Anazhl deutscher, britischer und amerikanischer Flugzeuge ab.
Benutzer: Bulgarien, Kroatien, Finnland, Deutschand (Luftwaffe), Ungarn, Italien (ARSI), Japan, Jugoslawien, Rumänien, Slowakei, Sowjetunion (1940), Spanien, Schweiz - nach dem 2.Weltkrieg: Tschecheslowakei, Israel. |
Messerschmitt Bf 109 K-4 |
| Typ |
letzte deutsche Serie des Messerschmitt-Jägers |
| Antrieb |
1 x2000 PS
DB 605ASCM |
| Besatzung |
1 |
| Spannweite |
9,924 m |
| Länge über alles |
8,848 m |
| Höhe über alles |
3,20 m |
| Flügelfläche |
16,20 m² |
| Leer-Gewicht |
? |
| Höchstgewicht |
3390 kg |
| max.Flügelbelastung |
209,26 kg/m² |
| max.Leistung |
1,67 kg/PS |
| Höchstgeschwindigkeit |
728 km/h |
in Flüghöhe von |
6.000 m |
| Marschgeschwindigkeit |
? |
in Flughöhe von |
? |
| Steigleistung |
5.000 m |
in Zeit |
3 min. |
| Dienstgipfelhöhe |
|
| Reichweite |
575 km |
| Bewaffnung |
30 mm MK 108 [650 Schuss/min, 526 m/s Mündungs-geschwindigkeit] oder 30 mm MK 103 [420 Schuss/min., 870 m/s Mündungsgeschw.] |
| 2 x 13 mm MG 151 über dem Motor [je 700 Schuss/min, 966 m/s Mündungs- geschwindigkeit] |
| Serienproduktion |
Oktober 1944 |
| Endlieferung |
Mai 1945 |
| Stückpreis |
100.000 RM =
45.000 $ =
11.250 £ |
| Stückzahl (alle) |
35.000+
(davon 30.480 im 2.Weltkrieg) |
| Übernommen von Luftwaffe 1/39-12/44 |
29.350 |
| Produziert 1939 |
449 |
| Produziert 1940 |
1.693 |
| Produziert 1941 |
2.764 |
| Produziert 1942 |
2.665 |
| Produziert 1943 |
6.154 |
| Produziert 1944 |
13.786 |
| Produziert 1945 |
2.969 |
| Bestand Bf109 am 1.9.1939 |
1.085 |
| Bestand Bf109 am 20.9.42 |
1.074 |
| Bestand Bf109 am 21.12.1942 |
700 (davon 610 Me 109 G) |
| Bestand Bf109 am 10.1.1945 |
1.305 |

Bilder der Messerschmitt Bf 109 K-4 sind selten. Hier eine von Schnee überzogene K-4 der Luftflotte Reich im Winter 1944/45.

3D-Modell des Jagdflugzeuges Bf 109 G mit zusätzlichen Kanonen unter den Flügeln.
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