Messerschmitt Bf 109 Gustav bei verbündeten Luftwaffen.
Typ: deutsches Jagdflugzeug.
Der Einsatz der Bf 109 Gustav bei verbündeten Luftwaffen und auch die Lizenzproduktion war ziemlich weit verbreitet.
Bulgarien
145 Gustav wurden 1943-44 nach Bulgarien geliefert und das 6. Jagdflieger-Regiment der bulgarischen Luftwaffe verwendete diese bei der Verteidigung von Sofia gegen alliierte Bombenangriffe im April 1944.
Kroatien
Über ein Dutzend G-10 wurden auch von kroatischen Piloten der 15. (kroat) Staffel des JG52 geflogen, welches von Obstl. Fanjo Dzal geführt wurde und welcher schon bei der Panzerschlacht von Kursk gekämpft hatte.

Bf 109 G-10 der kroatischen Staffel kapitulieren gegenüber US-Streitkräften bei Falconara in Italien im April 1945.
Slowakei
Die Slowakei erhielt 15 Gustav (G-6) 1944 und die Lizenzproduktion der G-14 in der Prag-Kattowize-Avia-Fabrik wurde geplant. Aber dies konnte nicht vor Ende des 2. Weltkrieges durchgeführt werden und anschließend erfolgte die Produktion für die tschechoslowakische Luftwaffe. Im März 1948 wurden mehrere daraus an Israel verkauft.
Finnland
Finnland erhielt 30 Bf 109 G-2, 132 G-6 und ein paar G-14 und die erste Einheit, welche so ausgerüstet wurde, war HLeLv 34 auf einer Basis bei Utti im Jahr 1943. Sie wurden auch von so herausragenden Assen wie Juutulainen (94 Luftsiege) und Hasse Wind (78 Luftsiege) geflogen.

Finnische Bf 109 G-6 von 3/HLeLv 34.
Ungarn
Die könglich-ungarische Luftwaffe erhielt 59 in Deutschland hergestellte Gustav (G-2 und G-6) und zusätzlich wurden etwa 700 Flugzeuge in den Fabriken in Györ und Budapest in Lizenz gebaut. Die Duna Fabrik wechselte die Produktion von der Me 210 auf die Bf 109 G im März 1944.
Die ersten dieser Jagdflugzeuge erhielten die 5/1. und 5/2. Staffel der 5/I. Jagdflieger-Gruppe an der Ostfront. Später wurde die 5/1. Staffel zurückgezogen und die 5/2. Staffel dafür zur 102. unabhängigen Jagdfliegerstaffel ausgebaut. 1944 wurde die 101. Jagdflieger-Gruppe, auch bekannt als Puma-Gruppe, unter Obstl. Alador Heppes aufgestellt, welche Ungarn selbst gegen die vordringende Rote Armee verteidigen sollte.

Eine ungarische Messerschmitt Bf 109 G-6. Diese Flugzeuge wurden auch in Ungarn gebaut.
Rumänien
Rumänien erhielt 70 Gustav (hauptsächlich G-6) aus Deutschland neben 16 Stück, welche in der IAR-Fabrik von Brasow (Kronstadt) gebaut wurden, bevor diese Fabrik durch Bomben zerstört wurde.

Bf 109 G-6 der rumänischen Luftwaffe.
Italien
Bf 109 G-6 wurden von der italienischen Luftwaffe bereits 1943 verwendet. Auch die faschistische Luftwaffe von Mussolinis Sozialistischer Republik in Norditalien erhielt die G-6 im Jahr 1944.
Neutrale:
Spanien
Spanien verwendete die Bf 109 und daraus abgeleitete Eigenentwicklungen länger als jedes anderes Land. Die ersten Bf 109 B wurden schon bei ihrem Debüt während des Spanischen Bürgerkrieges im Jahr 1937 eingesetzt. Während des 2. Weltkrieges erhielt das Land insgesamt 95 Flugzeugzellen der Bf 109 und diese wurden mit spanischen Motoren und unter spanischen Bezeichnungen in Dienst gestellt. Sie umfassten 45 Bf 109 B, 15 Bf 109 E, 10 Bf 109 F und 25 Bf 109 G.
Schweiz
Die Schweiz kam zu ihren 12 G-6 aus Deutschland durch eine ungewöhnliche Geschichte. Diese Jäger wurden im Gegenzug für die Zerstörung eines mit einem brandneuen Radargerät ausgerüsteten Messerschmitt Bf 110 G-4/R7 Nachtjäger geliefert, welcher eine Notlandung in Dubendorf am 28. April 1944 gemacht hatte. Diese G-6, zusätzlich zwei weiterer welche sich in den schweizer Luftraum verirrt hatten und beschlagnahmt wurden, waren der Fliegerkompanie 7 zugeführt worden.
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