Dornier Do335 Pfeil
Typ: Jagdbomber, Langstrecken-Jagdflugzeug, Zerstörer, Nachtjäger und Aufklärer.
Geschichte: 1937 nahm Dornier ein Patent auf ein Flugzeug, dessen zwei im Rumpf gelegene Motoren je einen Zug- und Druckpropeller antreiben. 1939-40 baute Schempp-Hirth
das Versuchsflugzeug Gö 9, um den Druckpropellerantrieb durch eine lange Welle zu testen. 1941 schließlich begannen die Arbeiten am Jagdbomber Do 231. Ihm folgte die Do335, bei deren Erstflug Dornier Aufträge auf 14 Prototypen, zehn Vorserien A-0, elf Serien A-1 und drei Trainer mit Doppelsteuerung und hintereinander liegenden Sitzen hatte.

Do335 V3 Prototyp im Oktober 1943.
Wenn auch die Do335 bei hohen Geschwindigkeiten zu Sprüngen und zum Schwanken neigte, ging die Arbeit an der A-1, den A-4 Aufklärern und den A-6 Nachtjäger mit vom Beobachter bedienten FuG 220-Radar weiter.
Obgleich schwer, war die Do335 doch kraftvoll und sehr schnell und hatte aus verständlichen Gründen als erstes Flugzeug der Geschichte serienmäßig Schleudersitze.

Do335 V9 Prototyp für die Serienmaschinen während der Tests in Rechlin im Mai 1944.
Bei Ende des 2. Weltkrieges waren 90 Do335 fertig, 60 eingeflogen und 20 an die Truppe ausgeliefert.
Auch die Arbeit an einigen Versionen wie dem schweren Jäger Do335 B mit zusätzlichen 30 mm MK 108 in den Flügeln (einige auch mit Zweistufenmotoren und längeren Flügeln), der Do 435 mit verschiedenen starken Motoren und der Do 635, bei der zwei Do335-Rümpfe durch ein Mittelstück verbunden waren, war fortgeschritten. Die Do 635, die von Junkers als Ju 8-635 entworfen und gebaut wurde, hätte als Aufklärer 35.000 kg gewogen und bei 641 km/h Höchstgeschwindigkeit eine Reichweite von 6.500 km gehabt.

Do335 A-0 Pfeil der Vorserie beim EKdo335, der Erprobungseinheit.
Benutzer: deutsche Luftwaffe.
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Die einzige noch existierende Do335 Pfeil, 1970 restauriert von Dornier in Oberpfaffenhofen.
Dornier Do 335 A-1 Pfeil |
| Typ |
Jagdbomber |
| Antrieb |
2 x flüssigkeits-gekühlte hängende V-Motoren Daimler-Benz DB 603G 12-Zylinder mit je 1.900 PS in Zug/Druck-Anordnung
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| Besatzung |
1 |
| Spannweite |
13,80 m |
| Länge über alles |
13,87 m |
| Höhe über alles |
4,00 m |
| Flügelfläche (A-0) |
38,50 m² |
| Leergewicht |
7.400 kg |
| Startgewicht |
11.700 kg |
| max. Flügelbelastung (A-0) |
247,01 kg/m² |
| max. Leistung (A-0) |
2,72 kg/PS |
| Höchstgeschwindigkeit |
765 km/h
(732 km/h in 7.100 m bei A-0) |
| Marschgeschwindigkeit |
665 km/h
(633 km/h in 5.700 m bei A-0)
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| Steigleistung |
1.400 m/min. |
| Zeit bis auf 8.000 m (A-0) |
14,5 min. |
| Dienstgipfelhöhe |
11.410 m
(9.500 m bei A-0) |
| Reichweite |
2.050 km
(3.750 km mit Abwurftanks)
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| Bewaffnung |
1 x 30mm MK103 Kanone [420 Schuss/min, 860 m/s Mündungs-geschw.] durch die vordere Propellernarbe, zwei 15mm MG151/15 [700 Schuss/min, 954 m/s Mündungs-geschw.] auf dem Bug. |
| 1 x 500-kg-Bombe oder 2 x 250-kg-Bomben intern. |
| Erstflug Do335 V1 |
Herbst 1943 |
| Serienproduktion |
Ende November 1944 |
| Endlieferung |
Mai 1945 |
| Stückzahl (alle) |
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3D-Modell Dornier Do335 Pfeil
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