Lockheed P80 Shooting Star
Typ: US Jagdflugzeug mit Strahltriebwerk.
Geschichte: Bei Lockheed hatte man sich bereits früh mit dem Entwurf eines Jagdflugzeuges mit Strahltriebwerk beschaftigt. Zwar war der erste Entwurf abgewiesen worden, doch das Team bei Lockheed hatte dennoch an diesem Projekt weitergearbeitet.
Bei einem seiner Besuche auf dem Wright Field, dem damaligen technischen Erprobungszentrum der amerikanischen Heeresflieger, wurde Clarence L. Johnson von der Firma Lockheed darauf angesprochen, was er davon hielte, einen Düsenjager urn ein englisches Triebwerk herum zu entwerfen. Innerhalb weniger Tage waren bereits die ersten Skizzen fertig, und im Juni 1943 bekam Johnson 'grünes Licht' für seine weitere Arbeit an der Lockheed P80 Shooting Star.
Am äußersten Rand des Flugplatzes der Lockheed-Werk in Burbank/Kalifornien wurde ein provisorisches Gebäude für dieses Projekt errichtet.
Nach dem Vertrag hatten Johnson und sein Team genau 180 Tage Zeit, urn die XP-80 zu konstruieren, zu bauen und damit die Flugerprobung aufzunehmen. Es gelang den Männern, den Termin zu unterschreiten: Nach 143 Tagen stand die Maschine für die Flugerprobung bereit.
Doch der Erstflug verzögerte sich, weil die benötigten Strahltriebwerke noch nicht verfügbar waren. Und so dauerte es bis zum 8. Januar 1944, bevor Lockheeds Chef-Testpilot Milo Burcham die XP-80 in der Wüste von Kalifornien erstmals starten konnte.

Lockheed P80 Shooting Star bei den Testflügen in der kalifornischen Wüste.
Doch nun mußte man bei Lockheed noch einmal weitgehend von vorn beginnen: denn es wurde beschlossen, daß die P-80 als Triebwerk die neuentwickelte General Electric I-40 Strahltriebwerke erhalten sollte. Auch sie basierte auf einem englischen Entwurf. Wieder im Werk in Burbank, ging Johnson mit seinem Team daran, den Entwurf zu überarbeiten. 139 Tage darauf war der neue Prototyp mit der Bezeichnung XP-80A fertig.
Der Erstflug erfolgte am 11. Juni 1944, und bis zum Ende des 2. Weltkrieges wurden insgesamt 45 Maschinen vom Typ Lockheed P80 Shooting Star an Einheiten der amerikanischen Heeresluftwaffe geliefert.
Einige von ihnen wurden von Basen in England aus noch im operativen Einsatz erprobt und im Januar 1945 wurden zwei Shooting Star unter Kampfbedingungen in Italien geflogen. Jedoch wurden sie überall dort zurückgehalten, wo es zu Luftkämpfen mit feindlichen Flugzeugen hätte kommen können.
Jedoch im nachfolgenden Koreakrieg ab 1950 trug die Lockheed F-80C Shooting Star die Last der ersten Kämpfe und flog in den ersten vier Monaten 15.000 Einsätze. Der Abschuß der ersten MiG-15 am 8.November 1950 durch eine Shooting Star gilt als der erste Luftkampf Strahljäger gegen Strahljäger.
Insgesamt wurden 1.718 Shooting Star hergestellt.
Die aus der Shooting Star entwickelte T-33 war während zwanzig Jahren der erste und am meisten eingesetzte Strahltrainer der Welt.
Hiervon baute Lockheed 5.820 Stück und in Kanada wurden weitere 656 für die Nachkriegsluftwaffe Japans hergestellt.

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Lockheed T-33A, die Trainer-Version der Shooting Star bei der heutigen japanischen Luftwaffe.
Lockheed P-80 Shooting Star |
| Typ |
Jagdflugzeug mit Strahltriebwerk |
| Antrieb |
1 x Allison J33-9 Strahltriebwerk mit 2087 kg Schub
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| Besatzung |
1 |
| Spannweite |
11,85 m |
| Länge über alles |
10,51 m |
| Höhe über alles |
3,55 m |
| Leer-Gewicht |
3.741 kg |
| Höchstgewicht |
6.963 kg |
| Höchstgeschwindigkeit |
803 km/h (XP-80), 950 km/h (F-80C) |
| Steigleistung |
1.524 m/min. |
| Dienstgipfelhöhe |
14.630 m |
| Reichweite |
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| Bewaffnung |
4 x 12,7-mm MG im Bug unter der Nase
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| Erstflug XP-80 |
8.Januar 1944 |
| Truppenlieferung |
Oktober 1944 |
| Endlieferung |
1959 |
| Stückzahl |
45 während des 2. Weltkrieges
Insgesamt: 1.718
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3D-Modell T-33 Shooting Star

Oben und links unten zwei Fotos einer heute als Ausstellungs-Flugzeug verwendeten Lockheed Shooting Star T-33 Jet-Trainers der griechischen Luftwaffe.
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