Deutscher Panzer mit Infanterie im Angriff in Russland   Englische Hurricane und Spitfire-Jagdflugzeuge

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P38 Lightning
US Langstreckenjagdflugzeug und Jagdbomber

P38 J Lightning

Lockheed P38 Lightning
Typ:
US Langstreckenjagdflugzeug, Jagdbomber, Fotoaufklärer und Nachtjäger.
Geschichte:
Die P38 Lightning hat mehr japanische Flugzeuge abgeschossen als jedes andere Jagdflugzeug. Im April 1943 schoß eine P38 Lightning das Flugzeug ab, welches Admiral Yamamoto, den Architekten des Angriffs auf Pearl Harbour, beförderte. Und die Deutschen nannten die Lockheed Lightning den Gabelschwanz-Teufel.
Die zwei führenden amerikanischen Jagdfliegerasse, Major Richard I.Bong (40 Abschüsse, alle mit der P38) und Major Thomas B. McGuire (38 Abschüsse) flogen zuletzt die P-38.

Im Februar 1937 forderte die US-Heeresluftwaffe ein Langstreckenjagdflugzeug und Abfangjäger, der in 6.100 m Höhe für eine Stunde die Höchstgeschwindigkeit von 580 km/h durchhalten sollte. Die Firma Lockheed, welche noch nie ein rein militärisches Flugzeug gebaut hatte, stürzte sich in das Abenteuer und entwarf ein revolutionäres Jagdflugzeug - voll von technischen Neuerungen, aber auch von erheblichen Risiken.
Den Antrieb sollten zwei unerprobte Allison-Motoren mit GEC-Kompressoren in den Doppelrümpfen übernehmen. Der Pilot kam mit einer 23-mm-Madsen-Kanone und vier 12,7-mm-Brownings in die Gondel in der Mitte. Doppelseitenleitwerk, Fowlerklappen, Kühler in den Seiten des Doppelrumpfes und Zwischenkühler in den Flügelvorderkanten sowie ein dreirädriges Fahrgestell waren weitere interessante Einzelheiten. Beim ersten Rollversuch fuhr diese "Trickkiste" in einen Graben und zwei Wochen nach dem Erstflug setzte sie in Mitchell Field zu früh auf und wurde zerstört.
Was trotzdem Schlagzeilen machte, war, daß sie mit zwei Tankpausen in rund sieben Stunden nach New York geflogen war - eine Leistung, die 1939 unglaublich schien. Schließlich konnten sich die Lockheed-Ingenieure selbst auf die Schulter klopfen, wenn man bedenkt, welchen Aufwand die deutsche Luftwaffe betrieb, um einen schweren zweimotorigen Jäger wie die Messerschmitt Bf 110 zur Verfügung zu haben, der nicht annäherend die Kampfleistung der P38 Lightning erzielte.

P38 F Lightning
Die erste Version mit Unterflügelstationen war die P-38 F Lightning.

Die Begeisterung überwand letzlich also alle Zweifel und hohen Kosten, so daß 1941 die erste YP38 Lightning mit 37 mm Oldsmobile Kanone, zwei 12,7-mm und zwei 7,62-mm Colt Maschinengewehren erprobt werden konnte. Den dreizehn Vorserienmaschinen folgten 20 P38 Lightning mit einer 37 mm-Kanone, vier 12,7 mm-MGs und Panzerung sowie bei den 36 D-Modellen mit selbstdichtenden Tanks.
Im März 1940 hatte die britische Beschaffungskommission 143 P38 Lightning mit 20-mm-Hispano-Kanone und größerem Munitionsvorrat bestellt. Das US-Außenministerium jedoch verbot die Ausfuhr des F2 Allison Motors. Deshalb erhielten die RAF-Lightning I C15-Motoren ohne Kompressor. Die Motoren drehten beide nach rechts während sie ursprünglich nach außen drehten. Das Ergebnis war so mager, daß die RAF diese Maschinen zurückwies. Für das E-Modell wurde der britische Name Lightning und die Hispano-Kanone übernommen.

Vom ersten Tag der US-Kriegserklärung an war die P-38 in Nordafrika, in Nordwesteuropa und im Pazifik im dicksten Getümmel.
Die F hatte als erste Unterflügelstationen für 454-kg-Bomben, Torpedos, Tanks oder andere Lasten.
Ende 1943 wurden die neuen G-Modelle über den Nordatlantik nach Europa geflogen. In der J wurden die Zwischenkühler unter die Motoren verlegt. Dadurch wurde in den Flügeln Platz für zusätzlich 250 l Treibstoff geschaffen. Die späteren J-Modelle hatten hydraulisch betriebene Querruder und wieder Steuerräder statt der Steuerknüppel.
Die L konnte 1815 kg Bomben oder zehn Raketen mitnehmen.
Hunderte F-4 und F-5 wurden als Photoaufklärer ausgerüstet, und die M schließlich hatte als zweisitziger Nachtjäger ein ASH-Radar in einem Behälter unter dem Bug. Lightning schleppten Lastensegler, hatten Kufenlandegestelle, dienten als schnelle Sanitätsflugzeuge (mit zwei Liegen) und wurden für ECM-Aktionen eingesetzt.

Insgesamt wurden von der zwar nicht ganz so wendigen, aber dafür vielseitigen und mit grosser Reichweite ausgestatten P38 Lightning 9.942 Flugzeuge produziert.

 

Unbewaffner Fotoaufklärer Lockeheed P-38 Lightning F-5E
Ein unbewaffneter Fotoaufklärer vom Typ Lockheed P-38 Lightning F-5E.

Lockheed P-38 F Lightning
Typ
Langstrecken-Jagdflugzeug und Jagdbomber
Antrieb

2 x 1.250 PS Allison V-1710-49 V-12-Zylinder-Motoren, wassergekühlt

Besatzung
1
Spannweite
15,85 m
Länge über alles
11,53 m
Höhe über alles
2,99 m
Leer-Gewicht
6.300 kg
Höchstgewicht
8.165 kg
Höchstgeschwindigkeit
636 km/h
Steigleistung
870 m/min.
Dienstgipfelhöhe
11.880 m
Reichweite
2.000 km
Bewaffnung

20-mm Hispano-Kanone [650 Schuss/min., 868 m/s Mündungs-geschw.], 4 x 12,7-mm-MGs [800 Schuss/min, 856 m/s Mündungs-geschwindigkeit].

900 kg Bomben

Erstflug XP-38
27.Januar 1939
erste Truppenlieferung (P-38)
8.Juni 1941
Serienproduktion P-38E
November 1941
Serienproduktion P-38F
Anfang 1942 (Truppenlieferung: September 1942)
Endlieferung P-38M
September 1945
Stückzahl

30 P-38, 36 P-38D, 210 P-38E, 1.082 P-38G, 601 P-38H, 2.970 P-38J, 3.923 P-38L
Insgesamt: 9.923

Einsätze Europa 1942-1945
129.849
Bombenabwurfmenge Europa 1942-1945
20.139 t
Verluste Europa 1942-1945
1.758
Feindabschüsse Europa 1942-1945
1.771
Feindflugzeuge auf dem Boden zerstört, Europa 1942-1945
749

3D-Modell P-38 J Lightning
3D-Modell Lockheed P-38 J Lightning

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