Vought F4 Corsair
Typ: US bordgestützter Jagdbomber.
Geschichte: Die Produktion der F4 Corsair hielt für mehr als zehn Jahre an und der Typ blieb bis 1965 in Dienst. Die Gesamtproduktion belief sich auf 12.571 F4 Corsair.
Die Vought F4 Corsair war der beste bordgestützte Jäger des 2.Weltkrieges und stach in mancher Hinsicht sogar die P-51 Mustang aus. Doch trotz dieser herausragenden Qualitäten unternahm die F4U Corsair fast die Hälfte ihrer operativen Einsätze von Landbasen aus. Nachdem die F4U Corsair in Dienst gestellt wurde, hielt die US Marine das Jagdflugzeug für fast ein Jahr als ungeeignet, um es von Flugzeugträgern aus einzusetzen.
Trotzdem errang das großartige Jagdflugzeug eine beeindruckende Siegesserie. Allein im Pazifik konnten die F4U 2.140 japanische Flugzeuge bei einem Verlust von lediglich 189 Corsairs in 64.051 Einstzen abschießen. Diese Einsatzstatistik ist ohne Konkurrenz in der Geschichte des Luftkrieges.

Eine F4U-1 Corsair wird an Bord des US Flugzeugträgers Essex im Dezember 1944 geflogen. Da die US Marine den Jäger für Flugzeugträger-Einsätze abgelehnt hatte, werden die F4U von Piloten einer US Marine Corps Jagdstaffel (VMF-124) geflogen.
Die Corsair wurde Anfang 1938 aufgrund eines Auftrages der US-Marine entwickelt, die den Bau eines Prototypen am 30.Juni anordnete. Der Chefkonstrukteur der Firma Vought, Tex B. Beisel , entwarf die kleinste noch mögliche Zelle, welche mit dem stärksten verfügbaren Motor ausgerüstet werden konnte. Er entschied sich für den neuen 2000 PS starken Pratt&Whitney XR-2800 Double Wasp 18-Zylinder-Motor, der sich gerade in der Entwicklung befand.
Ein Propeller mit großem Durchmesser war notwendig um die Kraft des starken Motors umzusetzen, was wiederum zu den Knick-Flügeln führte, welche die Corsair so sehr kennzeichneten. Diese hielten den großen Propeller - den größten der jemals in einen Jäger eingebaut wurde - davon ab, den Boden zu berühren und ermöglichten ein Fahrgestell einzubauen, daß den Belastungen von Decklandungen auf Flugzeugträgern standhalten konnte.
Der Prototyp, die XF4U-1, flog zum ersten mal am 29.Mai 1940 und erwies sich gleich zu Beginn als herausragender Erfolg. Am 1.Oktober, während eines Überführungsfluges, erreichte die Corsair als erstes amerikanisches Flugzeug eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 400 Meilen (643 km/h) in der Stunde.
Der Feinschliff benötigte jedoch noch eine lange Zeit. Zunächst wurde die Bewaffnung verstärkt. Dies bedeutete, die Treibstofftanks neu zu platzieren und einen weiteren im Rumpf einzubauen. Danach mußte das Cockpit um fast einen Meter zurückversetzt werden, was zu Sichtproblemen für den Piloten auf dem Boden führte. Und es war die Frage der unzureichenden Sicht für den Piloten über die lange Nase hinweg, die offizielle Stellen von einer Verwendung der Corsair auf Flugzeugträgern so lange Zeit abhielten.
Dennoch wurde ein erster Auftrag über 584 F4U am 30.Juni 1941 erteilt, und das erste Serienmodell war ein Jahr später fertig.
Bis Ende 1942 hatte die US-Marine 178 Flugzeuge erhalten, wenn auch die Corsair nicht vor April 1944 von Flugzeugträgern aus eingesetzt wurde.
Die Corsair wurde erstmals von den US Marines am 13.Februar 1943 von Guadalcanal aus eingesetzt. Die US Navy setzte ihre F4U erst einmal nur von Landbasen aus ein.
Die F4U-1A Untertypen hatten unterschiedliche Cockpits, während die F4U-1D aus dem Jahr 1944 einen stärkeren Motor und schwerere Bewaffnung mit 20-mm-Maschinenkanonen erhielt.
Die F4U-1 Corsair war die zahlenmäßig stärkste Version: insgesamt wurden 4.102 von Vought, 4.014 von Goodyear und 735 von Brewster gebaut.
England erhielt 2.012 Corsair und Neuseeland 370.
Die letzte Version, welche während des 2.Weltkrieges gebaut wurde, war die F4U-4 mit einem 2450-PS-Motor. Nur wenige davon kamen noch vor der japanischen Kapitulation zum Einsatz.
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Eine F4 Corsair der Royal Navy. Die englische Marine war die erste, die Corsairs auf Flugzeugträgern verwendete.
Vought F4U-1 Corsair |
| Typ |
bordgestützter Jagdbomber |
| Antrieb |
1 x 2.000 PS Pratt & Whitney R-2800-8(B) Double Wasp 18-Zylinder-Doppelsternmotor
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| Besatzung |
1 |
| Spannweite |
12,48 m |
| Länge über alles |
10,18 m |
| Höhe über alles |
4,91 m |
| Leer-Gewicht (F4U-1A) |
4.025 kg |
| Höchstgewicht |
5.950 kg |
| Höchstgeschwindigkeit |
671 km/h |
| Steigleistung |
880 m/min. |
| Dienstgipfelhöhe |
11.250 m |
| Reichweite |
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| Bewaffnung |
6 x 12,7-mm Brownings-MG-53-2 mit je 390 Schuß in den äußeren Faltflügeln
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F4U1-D: 727-Liter Abwurftank, zwei 907-kg-Bomben oder acht Raketen |
| Erstflug XF4U |
29.Mai 1940 |
| Serienproduktion |
Juni 1942 |
| Truppenlieferung |
Juli 1942 |
| Endlieferung F4U-7 |
Dezember 1952 |
| Stückzahl |
178 F4U-1 bis Ende 1942; 8.673 F4U-1 danach.
Insgesamt: 12.681
(davon 2.012 für England und 370 für Neuseeland)
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| Einsätze Pazifik 1943-1945 (alle Modelle) |
64.051 |
| US Verluste Pazifik 1943-1945 |
189
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| US Feindabschüsse Pazifik 1943-1945 |
2.140 |

3D-Modell F4U-1 Corsair
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