Englisches Torpedoflugzeug Fairey Swordfish.
Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell.

Torpedo-Doppeldecker Fairey Swordfish
Typ: englisches Torpedoflugzeug und Aufklärer.
Der Fairey Swordfish war ein britischer Torpedobomber und Aufklärungs-Doppeldecker, der im Zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle spielte.
Überblick
Entwurf und Einführung: Das Flugzeug wurde in den 1930er Jahren entworfen und 1936 bei der Fleet Air Arm der Royal Navy in Dienst gestellt. Es war eine Doppeldecker-Konfiguration mit stoffbespanntem Metallrahmen.
Spitzname: Wegen seiner Fähigkeit, eine Vielzahl von Lasten zu transportieren, oft ‚Stringbag‘ (Saitensack) genannt.
Leistung: Langsam (Höchstgeschwindigkeit nur etwa 220 km/h), aber sehr wendig. Bekannt für seine Robustheit und seine Fähigkeit, unter rauen Bedingungen eingesetzt zu werden.
Bewaffnung: Kann einen Torpedo, Wasserbomben, Minen oder Bomben tragen. Ausgestattet mit vorwärts feuernden Maschinengewehren und einer Heckschützenposition.
Bemerkenswerte Einsätze:
– Spielte eine entscheidende Rolle bei der Versenkung des deutschen Schlachtschiff Bismarck im Jahr 1941.
– Teilnahme am Angriff auf die italienische Flotte bei Tarent 1940.
– Effektiver Einsatz in der U-Boot-Bekämpfung.
Langlebigkeit: Der Doppeldecker wurde während des gesamten Zweiten Weltkriegs an der Front eingesetzt, obwohl sie nach modernen Maßstäben veraltet war. Erst 1945 aus dem aktiven Dienst ausgeschieden.
Vermächtnis: Gilt als einer der erfolgreichsten Torpedobomber des Zweiten Weltkrieges. Zeigte die anhaltende Wirksamkeit von Torpedoangriffen gegen große Schiffe.
Trotz ihres veralteten Aussehens erwies sich die Fairey Swordfish als vielseitiges und effektives Flugzeug, das während des Zweiten Weltkriegs einen wichtigen Beitrag bei mehreren wichtigen Seeeinsätzen leistete.
Geschichte

Selbst als sie neu war, sah die Fairey Swordfish schon recht altertümlich aus. Doch sie übertraf alle Flugzeuge, die sie ersetzen sollte und diente im Zweiten Weltkrieg erfolgreich von Anfang bis zum Schluss.
Sie wurde aus einem älteren Prototyp entwickelt, der unkontrolliert ins Trudeln geriet. Die überarbeitete TSR II hatte einen längeren, trudel-sicheren Rumpf. Dadurch mussten die oberen Flügel leicht nach hinten gepfeilt werden. Die Vorkriegsmodelle, Ganzmetall-Gerüst bespannt, waren oft Wasserflugzeuge als dreisitzige Aufklärer. Mit den meisten jedoch waren die 13 landgestützten Torpedo-Staffeln der Marineluftwaffe ausgerüstet, von denen weitere 13 während des Zweiten Weltkrieges aufgestellt wurden.
Die Geschichten über dieses beliebte Flugzeug sind Legenden. Eines flog 12 Minenabwurf-Einsätze innerhalb von 24 Stunden. Ein anderes torpedierte ein Feindschiff während eines 10-Stunden-Rundfluges. Die wenigen auf Malta stationierten Fairy Swordfish versenkten 1941 bis 1943 monatlich 50.000 Tonnen feindlicher Schiffe, die meistens sehr viel Flak an Bord hatten.
Ein Höhepunkt war sicher der Angriff auf die italienische Flottenbasis Tarent am 10.-11. November 1940, wo zwei Swordfish abgeschossen, jedoch drei Schlachtschiffe, ein Kreuzer, zwei Zerstörer und andere Kriegsschiffe zerstört oder beschädigt wurden.
Außerdem beschädigte der Torpedo einer Fairey Swordfish das deutsche Schlachtschiff Bismarck im Mai 1941 an der Ruderanlage, sodass es manövrierunfähig wurde und von den englischen Schlachtschiffen King George V und HMS Rodney versenkt werden konnte.
Zum Einsatz von Raketen bekam die Fairey Swordfish Mk II Metall-beplankte Unterflügel, die Mk III hatte Radar und die Mk IV ein geschlossenes Cockpit.
Seit 1940 lagen Produktion und Entwicklung bei der Firma Blackburn, die 1.699 der insgesamt 2.391 Fairey Swordfish baute.
Benutzer: England (Royal Navy).
Bilder Fairey Swordfish

Spezifikationen Fairey Swordfish Mk II
Spezifikationen:
Fairey Swordfish Mk II | Spezifikation |
|---|---|
Typ | Torpedoflugzeug |
Antrieb | 1 x 750-PS Bristol-Pegasus III M3 9-Zylinder-Sternmotor |
Besatzung | 2 |
Spannweite | 13,87 m |
Länge über alles | 10,87 m |
Höhe über alles | 3,76 m |
Leergewicht | 2.134 kg |
Startgewicht | 3.410 kg |
Höchstgeschwindigkeit | 222 km/h |
Steigleistung | 372 m/min. |
Dienstgipfelhöhe | 5.867 m |
Reichweite | 879 km (mit voller Waffenlast |
Bewaffnung:
Fairey Swordfish Mk II | Spezifikation |
|---|---|
starr nach vorn | 1 x 7,7-mm Vickers MG |
manuell im hinteren Cockpit | 1 x 7,7-mm-Browning oder Vickers K-MG |
Zuladung | 1 x 730-kg-Torpedo (46cm) oder 680 kg Minen oder Bomben unter dem Rumpf. Unterflügelstationen für 8 x 27-kg-Raketen |
Einsatzstatistik:
Fairey Swordfish | Angaben |
|---|---|
Erstflug (TSR II) | 17.April 1934 |
Serienproduktion (Mk I) | Dezember 1935 |
Truppenlieferung (Mk I) | Februar 1936 |
Endlieferung (Mk IV) | Juni 1944 |
Stückzahl (alle) | insgesamt: 2.391 |
Animation 3d-Modell Fairey Swordfish
Quellenangaben und Literatur
Combat Aircraft of World War II (Bill Gunston)
Technik und Einsatz der Kampfflugzeuge vom 1. Weltkrieg bis heute (Ian Parsons)
Das große Buch der Luftkämpfe (Ian Parsons)
Luftkrieg (Piekalkiewicz)
Flugzeuge des 2. Weltkrieges (Andrew Kershaw)














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