Deutscher Panzer mit Infanterie im Angriff in Russland   Englische Hurricane und Spitfire-Jagdflugzeuge

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B24 Liberator
US Langstrecken-Bomber


Consolidated B24 J Liberator

Consolidated Vultee Model 32 B24 Liberator
Typ:
Schwerer strategischer Langstrecken-Bomber.
Geschichte:
Dies eindrucksvolle Flugzeug war eines der wichtigsten in der Luftfahrtgeschichte. Fünf Jahre jünger als die Boeing B-17 Flying Fortress, brachte die B24 Liberator keine wesentlich besseren Leistungen als der ältere Bomber. Im Hinblick auf Maschinenleistung, Stabilität und Steuerung war es schwächer und eine Plage für den Durchschnittspiloten. Es war auch das komplizierteste und teuerste Flugzeug, das man bis dahin kannte - doch gerade dadurch zeigte es, wie sich die Dinge künftig entwickeln würden. Trotzdem wurde es in größeren Stückzahlen gebaut als jedes andere amerikanische Flugzeug, in mehr Versionen für mehr Aufgaben als jedes andere Flugzeug der Geschichte, und es wurde von den Alliierten an allen Fronten eingesetzt. In Bezug auf den industriellen Aufwand übertraf es alles bisher Dagewesene.

Liberator-Fabrik in USA
Die eindrucksvolle Fliessbandproduktion des bis dahin teuersten und kompliziertesten Flugzeuges der Geschichte.

Bedingt durch die schmalen Davis-Flügel über den großen Bombenöffnungen sah die Maschine etwas merkwürdig aus. Diese Flügel waren für den Marschflug wirtschaftlich und gaben der Liberator zusammen mit dem großen Treibstoffvorrat eine größere Reichweite, als sie jedes andere Landflugzeug jener Tage hatte. Das Hauptfahrwerk war so lang, daß es nach außen eingezogen werden mußte - durch Elektromotoren, wie fast alles an Bord elektrisch angetrieben wurde.
Frühe an die RAF gelieferte Versionen waren nicht einsatzfähig und übernahmen als LB-30A den Atlantiktransport. Der RAF Liberator I hatte bessere Abwehrwaffen und wurde von der Küstenverteidigung mit ASV-Radar und einer starr eingebauten Batterie von 20-mm-Kanonen eingesetzt. Der RAF Liberator II bekam angetriebene Kampfstände und diente als Bomber in Mittelost.

Liberator Lucky Luke
'Lucky Luke' der 8.US Air Force wird im April 1943 für ihre 28.Mission in Hardwick, England, mit Bomben beladen.

Erst die B24 D Liberator wurde in Großserien mit Kompressormotoren in ovalen Abdeckungen, größeren Tanks, besserer Bewaffnung und vielen Detailänderungen gebaut. Die US Bomberverbände in Europa und im Pazifik erhielten 2738. Die Küstenverteidigung der RAF schloß damit die Verteidigungslücke im Mittelatlantik, wo vorher die deutschen U-Boote außerhalb der Flugzeugreichweite lauerten.

Bombenregen von B-24 Liberator
Bombenregen von B24 H Liberator der 487.Bombergruppe.

Die größten Zahlen erreichten die B-24G, H und J (Navy PB4Y, RAF B VI und GR VI), von denen 10.208 gebaut wurden. Diese hatten alle vier Kampfstände und wurden bei Convair, North American, Ford und Douglas produziert. Andere Versionen waren die L und M mit unterschiedlichen Heckständen, die N mit einem Seitenleitwerk, die dunkel gestrichenen CB-24 Befehlsflugzeuge, die TB-24 Schulflugzeuge, F-7 Fotoaufklärer, C-109 Tanker und OB-24 Zielflugzeuge. Es gab auch eine ganze Familie von Liberator-Frachtern, beim Heer unter der Bezeichnung C-87 Liberator Express, bei der Marine RY-3 und bei der RAF unter C VII und C IX. Viele von ihnen hatten die gleichen hohen Einzelseitenruder wie die PB4Y-2 Privateer. Ohne Einzelmodelle wie den umkonstruierten R2Y-Frachter und ohne 1800 Flugzeuge, die als Ersatzteile geliefert wurden, erreichte die Gesamtproduktion 19203. Ihre Erfolge waren entsprechend.

Benutzer: Australien, Brasilien, Kanada, China, Tschecheslowakei, Frankreich, Indien, Neuseeland, Portugal, Süd-Afrika, Sowjetunion, Türkei, Großbritannien, U.S.A.

B-24 Liberator Bomber
Als Hilfe um die Formationen zu bilden verwendete die amerikanische 8.Luftwaffe in England besonders bemalte Liberators, welche aus großer Entfernung zu erkennen waren, als Führungsmaschinen. Hier führt die kampferprobte B-24H der 458.Bombergruppe über Norfolk die anderen Bomber zusammen.

B-24 D Liberator
Typ
schwerer Langstrecken-Bomber
Antrieb
4 x 1200-PS-Pratt&Whitney R-1830-43 Twin Wasp 14-Zylinder-Doppelstern-Motoren
Besatzung
8 - 10
Spannweite
33,52 m
Länge über alles
20,22 m
Höhe über alles
5,46 m
Leergewicht
16.783 kg
Startgewicht
27.216 kg
Geschwindigkeit
488 km/h
in Flughöhe von
9.750 m
Steigleistung
274 m/min.
Dienstgipfelhöhe
9.750 m
Reichweite (mit 2268 kg Bomben)
4585 km
Bewaffnung
9 x 12,7mm Browning-MGs [je 1100 Schuss/min, 772 m/s Mündungs- geschwindigkeit] in drei elektrisch angetriebenen Ständen (Martin-Turm auf dem Rumpf, einziehbare Kuppel unter dem Rumpf von Briggs-Sperry, Consolidated oder Motor Products im Heck) mit je zwei MGs und je ein manuell bedientes MG an jeder Seite, sowie ein MG im verglasten Bug
Zwei Bombenschächte mit Rolltüren und vertikalen Aufhängungen links und rechts des Laufsteges für bis zu 3629 kg Bomben
Erstflug (Prototyp)
29.Dezember 1939
Truppenlieferung (B-24C)
März 1941
Kampfeinsatz
(B-24D)
April 1942
Produktionsbeginn B-24J
August 1943
Endlieferung
31.Mai 1945
Stückpreis
297.627 $
= ca. 661.393 RM
Stückzahl
2.738 (B-24D),
18.482 (B-24 C-M),
19.203 (mit R2Y Transportern),
sowie 1.800 als Ersatzteile gelieferte Flugzeuge
Einsätze Europa 1942-1945
226.775
Bombenabwurf- menge Europa 1942-1945
452.508 t
Verluste Europa 1942-1945
3.626
Feindabschüsse Europa 1942-45
2.617

3D-Modell B-24 Liberator
3D-Modell B-24 Liberator

Liberator bombardieren Tours
USAAF Liberator bombardieren Tours in Frankreich.

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