T-34/85
Typ: Russischer mittlerer Kampfpanzer.
Geschichte: Nachdem die Unfähigkeit des T-34 Model 1943 offensichtlich wurde, mit den neuen deutschen Panzertypen - wie dem PzKpfw V Panther und PzKpfw VI Tiger - fertig zu werden, war das NKTP gezwungen, dieser Tatsache in das Auge zu sehen. Egal wie sehr auch die Panzerproduktion dadurch gestört werden würde, es mußten wesentliche Verbesserungen an den vorhandenen russischen Panzertypen vorgenommen werden. Auch das GKO griff ein, nachdem es von zahlreichen Beschwerden von Fronteinheiten überschwemmt worden war, daß ein 'längerer Arm' benötigt wurde, um die deutschen Panzer zu erreichen und erfolgreich zu bekämpfen.
Vier Entwicklungsteams von Kanonen wurden aufgefordert, ein Sofort-Programm zur stärkeren Bewaffnung des T-34 zu starten. Die Teams von Grabin und Petrow arbeiteten bereits an 85-mm-Kanonen, als Grabins Büro vom 23 Jahre alten A. Savin übernommen wurde, als dessen bisheriger Chef zum Zentralen Artillerie-Entwickklungsbüro (TsAKB) nach Moskau versetzt wurde. Zudem begann noch das Team von Siderenko mit den Arbeiten an ihrer 85-mm-Kanone S-18.
Die neuen Kanonen wurden auf dem Testgelände von Gorokhovieskiy außerhalb von Gorki erprobt und Grabins ZiS-53 wurde zum Sieger erklärt.
Leider vertrug sich aber der neue Panzerturm, welcher von V. Kerichew bei Krasnoye Sormovo in Gorki entwickelt worden war, nicht mit der neuen Kanone. Offenbar hatte dieser nämlich den Turm um Petrovs D-5-Kanone herum entwickelt, welche früher zur Verfügung gestanden hatte und sich bereits für den Jagdpanzer SU-85 in Produktion befand.

Ein schönes Farbfoto eines T-34/85.
Zwei unbewaffnete T-34/85 waren bis zum 15. Dezember 1943 fertiggestellt worden und das GKO genehmigte den neuen Typ für den sofortigen Bau und Einsatz trotz dieser Probleme. Um weitere Verzögerungen zu vermeiden, befahl das NKTP den T-34/85 vorübergehend mit der D-5T-Kanone zu bauen, bis Savin einen neuen Panzerturm für Grabins neue und modifizierte ZiS-53-Kanonen sowie weiteren Verbesserungen entworfen hatte.
Diese vorläufige Zwischenlösung, der T-34/85 Modell 1943 mit der D-5T-Kanone, ging noch im Dezember 1943 bei Zavod Nr. 112 in Krasnoye Sormovo in Produktion.
Die zwischenzeitlich modifizierte, neue Kanone wurde ZIS-S-53 genannt, um Savins Einfluß auf den Entwurf zu würdigen und ersetzte im Frühjahr 1944 zusammen mit dem neuen Turm den bisherigen mit der D-5T-Kanone. Dieser Panzer war nun der T-34/85 Modell 1944.

Auf einem Zug verladenen neue T-34/85 Panzer auf dem Weg zur Front.
Der T-34/85 Modell 1943 und 1944 unterschieden sich in vielerlei Hinsicht. Der augenscheinlichste Unterschied war der Geschützmantel, doch beim Modell 1944 war auch die Kommandatenkuppel nach hinten versetzt, um den Kanonier mehr Platz zu geben und ein Funkgerät in der Nähe des Kommandaten unterzubringen. Der T-34/85 bedeutete nicht nur einen wichtigen Schritt vorwärts bezüglich einer höheren Feuerkraft, sondern endlich wurde auch der Drei-Mann-Turm (Kommandant, Kanonier und Ladeschützen) mit vollständigen visuellen Beobachtungsmöglichkeiten und Funkgeräten für den Panzerkommandanten eingeführt, was bei den deutschen Panzerkampfwagen schon lange üblich war und ein wichtiger Teil ihrer bisherigen, taktischen Überlegenheit bildete.
Die Produktion des T-34/85 ersetzte nicht sogleich den gesamten Bau des T-34 Modell 1943 mit der 76-mm-Kanone in allen Panzerfabriken, machte aber trotzdem den Großteil der russischen Panzerproduktion im Jahr 1944 aus.
Benutzer: Sowjetunion.


Seiten- und Rückansicht eines T34 im RAC Tank Museum, Bovington Camp, Dorset (England).
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Technische Daten und Statistik: |
| Typ |
mittlerer Kampfpanzer |
| Antrieb |
V-2-34, wassergekühlter 12-Zylinder-Dieselmotor mit 500 PS bei 1.800 U/min.
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| Getriebe |
? |
| Besatzung insg. |
5 |
| Turm-Besatzung |
3 |
| Länge |
8,15 m |
| Breite |
3,00 m |
| Höhe |
2,60 m |
| Gewicht |
35,3 t |
| Straßengeschw. |
55 km/h |
| Geländegeschw. |
? |
| Verbrauch/100 km |
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| Kraftstoffvorrat |
810 l |
| Straßen-Fahrbereich |
360 km |
| Gelände-Fahrbereich |
310 km |
| Kletterfähigkeit |
0,79 m |
Graben- überschreitung |
2,49 m |
| Watfähigkeit |
ca. 1,37 m |
| Wendekreis |
? |
Steigfähigkeit |
30 ° |
| PANZERUNG |
mm / Winkel |
| Turm Vorn |
90 / ? |
| Turm Seite |
75 / ? |
| Turm Hinten |
60 / ? |
| Turm Oben |
20 / ? |
| Aufbau Vorn |
- |
| Aufbau Seite |
- |
| Aufbau Hinten |
- |
| Aufbau Oben |
- |
| Wanne Vorn |
47 / ? |
| Wanne Seite |
60 / ? |
| Wanne Hinten |
47 / ? |
| Wanne Oben |
20 / ? |
| Wanne Unten |
21 / ? |
| Geschütz-Mantel |
? |
| BEWAFFNUNG |
85-mm-Kanone M1944 ZIS-S_53 L/51 mit 60 Schuß
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| Schwenkbereich |
360°,
Höhenbereich ? |
| Mündungsgeschw. |
Panzersprenggranate (APCBC): 792 m/s
Panzergranate (DS): 1.200 m/s (nur begrenzt verfügbar)
hochexplosive (HE) Fragment-Granate: 792 m/s
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| Granatgewicht |
APCBC: 9,02 kg
Panzergranate (DS): 4,9 kg
HE Fragment: 9,2 kg
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| Durchschlag auf 100 m auf 30° |
APCBC: ?
DS: ? |
| Durchschlag auf 500 m auf 30° |
APCBC: 103 mm (111 mm auf 0°)
DS: ca. 110 mm (138 mm auf 0°) |
| Durchschlag auf 1.000 m auf 30° |
APCBC: 94 mm (102 mm auf 0°)
DS: ca. 80 mm (100 mm auf 0°) |
| Durchschlag auf 1.500 m auf 30° |
APCBC: 86 mm |
| Durchschlag auf . 2.000 m auf 30° |
APCBC: 77 mm |
| Sekundär-Bewaffnung |
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| Funkgerät |
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| Zieloptik |
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| Produktion |
Frühjahr 1944 - 1947
(ab 1953 in Polen und Tschecheslowakei weitergebaut)
T-34/85 Modell 1943 mit D-5-Kanone Dezember 1943 - Frühjahr 1944
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| Ersteinsatz |
Anfang 1944 |
| Stückpreis |
193.000 Rubel (Model 1942)
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| Stückzahl |
ca. 53.000 + 9.000 ab 1953 in Polen und CSSR.
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Einsatzstatistik für T-34/85 |
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Bestand |
Produktion |
Verluste |
| vor 1939 |
- |
- |
- |
| 1939 |
- |
- |
- |
| 1940 |
- |
- |
- |
| 1941 |
- |
- |
- |
| 1942 |
- |
- |
- |
| 1943 |
? |
100 |
- |
| 1944 |
? |
11.000 |
? |
| 1945 |
- |
18.330 |
? |
Insgesamt |
- |
29.430 |
? |
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