JS 1, JS 2, JS 3 Josef Stalin
Typ: schwerer Panzer
Geschichte: Das sowjetische Oberkommando wußte im August 1942 sehr wohl, daß die Deutschen neue schwere Panzer mit wirkungsvollerer Bewaffnung und stärkerer Panzerung, wie den Tiger I und den Panzer V Panther, entwickelten. Deshalb begann eine spezielle Arbeitsgruppe, die durch den Chefkonstrukteur General S. J. Kotin direkt dem Volkskommissariat für Schwerindustrie unterstellt war - das »J. S.-Büro« - mit der Arbeit an einem neuen schweren Panzer. Das Team wurde von N. Schaschmurin geleitet. Für das neue Projekt »Josef Stalin - JS« griff man auf die Erfahrungen zurück, daß man bis dahin mit den Versuchs-Modellen der KW-Reihe (KW-3 und KW-13) gemacht hatte. Im Frühherbst 1943 waren die ersten drei Prototypen des JS 1 (auch JS-85 wegen der 85-mm-Kanone) fertig. Nach der Vorführung vor dem Verteidigungsausschuß und nach weiteren Werkserprobungen wurde der Entwurf genehmigt.

Der Josef Stalin JS 2 behielt das für die scheren russischen Panzer des 2. Weltkrieges charakteristische Maschinengewehr an der Rückseite des Turmes.
Die Großserienproduktion sollte im Oktober 1943 beginnen. Der neue Kampfpanzer wog etwas mehr als der KW und hatte eine stärkere und günstiger geformte Panzerung, die einen hervorragenden Panzerschutz versprach. Das Gewicht wurde auch dadurch in Grenzen gehalten, daß die einzelnen Baugruppen sehr kompakt gehalten wurden. Der Panzer bekam einen neuen Gußturm mit einer von General F. Petrow entwickelten 85-mm-Kanone (den gleichen Turm wie der KW-85).

Ein schwerer Panzer Josef Stalin 2 unterstützt einen Angriff russischer Infanterie.
Schon bald nach Produktionsbeginn des JS-1 wurde die Notwendigkeit eines stärker bewaffneten Fahrzeuges deutlich. Damals hatte schon der mittlere Kampfpanzer T-34 eine 85-mm-Kanone (T34/85), und es schien unsinnig, daß ein schwerer Panzer nicht stärker bewaffnet war. Deshalb wurden einige Prototypen mit einer 100-mm-Kanone ausgerüstet (JS-100). die jedoch nicht in die Produktion gingen, weil eine andere Arbeitsgruppe unter General Petrow innerhalb von zwei Wochen eine Möglichkeit entwickelt hatte, eine 122-mm-Kanone (und 28 Schuß) unterzubringen.

JS 2 des 85.schweren Panzer-Regiments patrollieren durch eine zerstörte Strasse während der Kämpfe in Berlin.
Gegen
Ende Oktober 1943 waren die Werks- und Truppenversuche für den mit dieser Waffe ausgerüsteten JS-Panzer abgeschlossen. Er wurde am 31. Oktober 1943 als JS 2 für die Produktion freigegeben. Bis zum Jahresende hatten die Kirow-Werke 102 JS-2 fertiggestellt. Der Panzer wurde erstmals im Februar 1944 in Korsun Schewkenskowsky eingesetzt. Während des Einsatzes beobachtete General Kotin persönlich die Leistungsfähigkeit des JS 2 und gewann so wichtige Hinweise auf die Vor- und Nachteile des Fahrzeuges.

Josef Stalin 2 Panzer in Berlin, 1945
Nach verschiedenen Erprobungsfahrzeugen führte die Verbesserung der Panzerung und der Formgebung gegen Ende 1944 zum JS 3. Die Entwicklungsgruppe unter N. Dukhow hielt sich dabei an das Vorbild des T-34. Die verstärkte Panzerung mit stark abgeschrägten Flächen bot auch einen hervorragenden ballistischen Schutz. Im Gegensatz zu den Vorgängern war die Wanne aus Walzstahl. Der Turm hatte Ähnlichkeit mit einem Schildkrötenpanzer. Trotz all dieser Verbesserungen überschritt das Gesamtgewicht noch immer nicht das der entsprechenden deutschen mittleren Kampfpanzer. Das Endmodell dieses schweren Panzers, der T-10, war das zehnte Modell, das in die Produktion ging. Im Zuge der Ent-Stalinisierung Mitte der fünfziger Jahre verzichtete man auf den Zusatz JS.
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Dieses dramatische Bild von den Kämpfen um Budapest im Dezember 1944 zeigt deutlich die enorm grosse 122-mm-Kanone des Panzers JS 2.
Panzer Josef Stalin JS 2 Modell 45 |
| Type |
schwerer Panzer |
| Antrieb |
V-2 JS, wassergekühlter 12-Zylinder-Dieselmotor mit 520 PS bei 2000 U/min. |
| Besatzung |
4 |
| Länge |
9,90 m |
| Breite |
3,09 m |
| Höhe |
2,73 m |
| Gewicht |
46.250 kg |
| Bodendruck |
0,79 kg/cm² |
| Straßengeschw. |
37 km/h |
| Farhrbereich |
240 km Strasse, 210 km Gelände |
Treibstoff |
820 Liter |
| Kletterfähigkeit |
100 cm |
Grabenüberschreitung |
286 cm |
| Steigfähigkeit |
36° |
| Panzerung: |
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| Turm vorne |
160 mm |
| Turm Seite |
110 mm |
| Turm hinten |
100 mm |
| Turm oben |
30 mm |
| Hülle vorn |
120 mm |
| Hülle Seite |
95 mm |
| Hülle hinten |
60 mm |
| Hülle oben |
30mm |
Hülle unten |
30 mm |
| Haupt-Bewaffnung |
122 mm D-25T-Kanone mit 28 Schuss |
| Mündungsgeschw. |
800 m/s (Sprenggrante),
550 m/s (Panzergranate)
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| Granatgewicht |
24.9 kg panzerbrechende Spreng, 13.2 kg Hohlladung, 22.6 kg Hoch-Explosiv, 24.9 kg Fragement |
| Durchschlag 500m |
200mm/0° (Hohhladung), 145mm/0° (panzerbrechend) |
| Durchschlag 1000m |
200mm/0° (Panzergranate), 145mm/0° (Sprenggrante) |
| Durchschlag 1500m |
200mm/0° (Panzergranate), 145mm/0° (Sprenggranate) |
| Durchschlag 2000m |
200mm/0° (Panzergranate), 145mm/0° (Sprenggranate) |
| Sekundär-Bewaffnung |
2 x DT, 1 x DShK -MG |
| Serienproduktion |
ab November 1943, Prototyp JS-3 November 1944
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| Stückzahl |
4.204
(1943-1945)
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| Produziert 1943 |
102 JS 2 |
| Produziert 1944 |
2.252 JS 2 |
| Produziert 1945 |
1.500 JS 2 + 350 JS 3 |

3D-Modell Josef Stalin JS 3

Der schwere russische Panzer JS 3 beeinflusste mit seiner hervorragenden Formgebung die Panzerentwicklung nach dem 2.Weltkrieg maßgeblich. Hier wird der Panzer erstmals der Öffentlichkeit auf einer Parade in Berlin im September 1945 offiziell präsentiert.
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