Crusader (A15)
Typ: englischer Kreuzerpanzer Mark VI.
Geschichte: Der ursprüngliche Entwurf des A15 für einen 'mittleren Kampfpanzer der 1938-Klasse' wurde in der Planungsphase aufgrund von Unsicherheiten über die notwendigen Anforderungen verzögert und umbezeichnet. Grünes Licht für die Genehmigung des A15 wurde erst im Juli 1939 erteilt und 200 Panzer sowie ein Prototyp bestellt. Letzterer war im März 1940 fertig. Mitte 1940 wurde dann der Auftrag für den A15 auf 400 und kurze Zeit später auf 1.062 Panzer erhöht. Der Hersteller Nuffields wurde zum Kopf einer Gruppe von neun Unternehmen, welche bei der Produktion des A15 tätig wurden. Der neue Panzer wurde Ende 1940 als Crusader (Kreuzritter) benannt. Bis 1943 wurden insgesamt 5.300 Kampffahrzeuge davon gebaut.

Crusader I mit dem zusätzlichen MG-Turm vorn.
Obwohl viele der anfänglichen Mängel überwunden werden konnten, litt der Crusader immer unter seiner Unzuverlässigkeit. Diese beruhte größtenteils darauf, daß es unter der Dringlichkeit und Schnelligkeit mit der die Produktion begonnen werden mußte, nicht möglich war ausreichend Entwicklungsstudien und Tests durchzuführen. Dies traf insbesondere für den Einsatz in der nordafrikanischen Wüste zu, wo der Crusader trotz dem zum wichtigsten englischen Kampfpanzer seit Frühjahr 1941 wurde. Der erste Kampfeinsatz erfolgte in der Nähe von Capuzzo im Juni 1941 und der Panzer war an allen nachfolgenden, wichtigen Kämpfen in Nordafrika beteiligt. In der Schlacht von El Alamein im Oktober 1942 war er bereits mit der 6-Pfünder-Kanone bewaffnet, obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits schon von den mittleren US-Panzern M3 Grant und M4 Sherman als wichtigster englischer Kampfpanzer verdrängt wurde. Die letzten Crusader wurden mit dem Ende des Feldzuges in Nordafrika im Mai 1943 zurückgezogen.

Crusader II CS in der nordafrikanischen Wüste 1942.
Das Deutsche Afrikakorps (DAK) respektierte den Kreuzerpanzer VI Crusader zwar wegen seiner Geschwindigkeit, jedoch war er kein Gegner für seinen wichtigsten Gegenüber, dem PzKpfw III mit 5-cm-Kanone. Auch die deutschen 5-cm, 7,5-cm und 8,8-cm-Panzerabwehrkanonen hatten keine Mühe, den Crusader in den Wüstenkämpfen abzuschießen.

Post ist eingetroffen für die Besatzung eines Crusader III mit 6-Pfünder-Kanone der 6. Panzer-Division in Tunesien im Winter 1942/43.
Haupt-Varianten:
Crusader I ( Kreuzerpanzer Mark VI): Ursprüngliches Serienmodell mit 2-Pfünder-Kanone und zusätzlichem MG-Turm vorne, der später bei einigen Fahrzeugen, welche sich bereits im aktiven Dienst befanden, entfernt wurde.
Crusader I CS (Kreuzerpanzer Mark VI CS): wie Crusader I, aber eine 3-inch-Haubitze (76,2 mm) ersetzt die 2-Pfünder-Kanone für Unterstützungsaufgaben gegen weiche Ziele. Diese Varainte war notwendig, da die serienmäßige 2-Pfünder-Kanone keine Sprenggranaten verschießen konnte !
Crusader II (Kreuzerpanzer Mark VIA): wie Crusader I, aber ohne dem zusätzlichen MG-Turm vorne, welcher während der Produktionsserie fallen gelassen wurde. Zusätzliche Frontpanzerung am Turm und Wanne.
Crusader II CS (Kreuzerpanzer Mark VIA CS): Wie Kreuzerpanzer Mark VI CS, aber mit den Verbesserungen des Standard-Mk II.
Crusader III: Letztes Serienmodell, bei dem die 6-Pfünder-Kanonen die 2-Pfünder ersetzte, verbesserte Panzerung an Wanne, Turm und an anderen Teilen des Rumpfes. Prototyp getestet im November und Dezember 1941. In Produktion seit Mai 1942 und 144 bis Juli 1942 fertiggestellt.
Benutzer: Großbritannien (Angabe für alle Varianten).

Crusader Mk III mit Vickers 'K' Zwillings-Fla-MG-Halterung auf dem Turm.
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Crusader Mk II (Kreuzerpanzer Mark VIA)
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Technische Daten und Statistik: |
| Typ |
mittlerer Panzer |
| Antrieb |
wassergekühlter 12-Zylinder-Reihenmotor Nuffield Liberty mit 340 PS
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| Getriebe |
? |
| Besatzung insg. |
4 |
| Turm-Besatzung |
3 |
| Länge |
5,99 m |
| Breite |
2,64 m |
| Höhe |
2,23 m |
| Gewicht |
19,3 t |
| Straßengeschw. |
43 km/h |
| Geländegeschw. |
24 km/h |
| Verbrauch/100 km |
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| Kraftstoffvorrat |
? |
| Straßen-Fahrbereich |
160 km (204 km mit Zusatztank) |
| Gelände-Fahrbereich |
? |
| Kletterfähigkeit |
0,69 m |
Graben- überschreitung |
2,59 m |
| Watfähigkeit |
0,99 m |
| Wendekreis |
? |
Steigfähigkeit |
60 ° |
| PANZERUNG |
mm / Winkel |
| Turm Vorn |
Maximum 49 mm, Minimum 7 mm (Winkel nicht bekannt) |
| Turm Seite |
| Turm Hinten |
| Turm Oben |
| Aufbau Vorn |
| Aufbau Seite |
| Aufbau Hinten |
| Aufbau Oben |
| Wanne Vorn |
| Wanne Seite |
| Wanne Hinten |
| Wanne Unten |
| Geschütz-Mantel |
| BEWAFFNUNG |
2-Pounder QQF (Mk IX oder X) mit 110 Schuß.
Wichtiger Hinweis: diese Kanone kann nur Sprenggranaten mit APCBC-Munition (Einführung erst Mai 1942) verschießen, notwendig zur Bekämpfung 'weicher' Ziele (Infanterie, PAK, Gebäude, Bunkerstellungen u.ä.) |
| Schwenkbereich |
360°,
Höhenbereich ? |
| Mündungsgeschw. |
AP: 919 m/s
APCBC (Einführung im Mai 1942): 853 m/s
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| Granatgewicht |
AP: 1,1 kg
APCBC: 1,2 kg |
| Durchschlag auf ca. 100 m auf 30° |
AP: ?
APCBC: ?
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| Durchschlag auf ca. 500 m auf 30° |
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| Durchschlag auf ca. 1.000 m auf 30° |
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| Durchschlag auf ca. 1.500 m auf 30° |
APCBC: 44 mm
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| Durchschlag auf ca. 2.000 m auf 30° |
APCBC: 40 mm
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| Sekundär-Bewaffnung |
ein oder zwei 7,92-mm-BESA-MG mit maximal 5.000 Schuß
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| Funkgerät |
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| Zieloptik |
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| Produktion |
1940-1943 (für alle Varianten)
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| Ersteinsatz |
Frühjahr 1941 in Nordafrika, erster Kampfeinsatz im Juni 1941. |
| Stückpreis |
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| Stückzahl |
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Einsatzstatistik für alle Crusader Versionen |
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Bestand |
Produktion |
Verluste |
| vor 1939 |
- |
- |
- |
| 1939 |
- |
- |
- |
| 1940 |
- |
5.300 |
- |
| 1941 |
? |
? |
| 1942 |
? |
? |
| 1943 |
? |
? |
| 1944 |
- |
- |
- |
| 1945 |
- |
- |
- |
Insgesamt |
- |
5.300 |
? |

Crusader Mk III im RAC Tank Museum, Bovington Camp, Dorset (Großbritannien).

3D-Modell Crusader Mk I.
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