Deutscher Panzer mit Infanterie im Angriff in Russland   Englische Hurricane und Spitfire-Jagdflugzeuge

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Panzer 38 (t)
deutscher leichter Panzer


Panzer 38 (t) Ausf G

Panzer 38 (t)
Typ:
Leichter Panzer
Geschichte:
Der Panzer 38 (t) war tatsächlich der tscheschiche LT Vz 38, der für die Wehrmacht nach der Annexion der tschecheslowakischen Provinzen Böhmen und Mähren im März 1939 gebaut wurde.
1937 als Prototyp bei CKD (Praga) bestellt, war der Vz 38 der Gewinner von Vergleichstests aus dem Jahr 1938. Im Juli des gleichen Jahres wurden 150 dieser Panzer zur sofortigen Produktion für das tschechische Heer bestellt. Nach der Münchener Konferenz, in der 'der Frieden in unserer Zeit' verkündet wurde, wurde die Produktion des Panzers nicht mehr so eilig vorbereitet und bis März 1939, dem Zeitpunkt der Zerschlagung der Rest-Tschechei durch Hitler, war kein Panzer ausgeliefert. Nach der deutschen Besetzung wurde jedoch ein Auftrag erteilt, die 150 unfertigen Panzer als PzKpfw 38 (t) Ausführung A für die deutsche Wehrmacht zu bauen. Neunundfünfzig Pzkpfw 38 (t) Ausf A wurden von der 67.Panzerabteilung der 3.leichten Division in Polen verwendet und 15 Stück kamen in Norwegen 1940 zum Einsatz. Anschließend wurde der Panzer, mit Ausnahme in Afrika, auf allen Kriegsschauplätzen verwendet.

Panzer 38 (t) Ausf A
Panzer 38 (t) Ausf A von vorne.

Die PzKpfw 38 (t) Ausf A welche im Mai 1939 bestellt wurden, waren also lediglich eine Fertigstellung eines Auftrags für die tschechische Armee. Der Erfolg mit den ersten Prototypen und den Serienfahrzeugen überzeugte das deutsche Waffenamt weitere 325 Panzer zu bestellen. Drei Serien wurden geplant: Serie II, III und IV. Diese waren weitgehend gleich, abgesehen von geringfügigen Veränderung um sie mehr dem deutschen Einsatzprinzipen anzupassen. Diese Ausführungen B und C wurden 1940 in Frankreich von der 7. und 8.Panzer-Division verwendet sowie von letzteren auch in Griechenland im Jahr 1941. Die Ausführung D wurde im September 1940 eingeführt.

Panzer 38 (t) Ausf  B
Panzer 38 (t) Ausf B oder C

Aufgrund der Erfahrungen während des Polen-Feldzuges wurde ein besserer Panzerschutz gefordert, und von November 1940 an wurde die Frontpanzerung der Ausführungen E und F auf 50 mm verdoppelt, indem man zwei 25 mm Panzerplatten übereinander nietete. Die Panzerung der Seiten des Turms und die Seiten des Kampfraumes wurden ebenfalls verstärkt.
Alle Modelle des Panzer 38 wurden ab Juni 1941 in Russland eingesetzt. Die Ausf D, E und F dienten vorwiegend mit der neu formierten 12., 19. und 20.Panzer-Division, sowie mit der 7. und 8.Panzer-Division, welche die ersten Einheiten waren, die diese neuen Ausführungen erhielten.

Panzer 38 (t) Ausf E
Panzer 38 (t) Ausf.E

Vor der deutschen Besetzung der Tschecheslowakei im März 1939 erhielt CDK (später bekannt als BMM) auch Exportaufträge für diesen Panzer. Um die Jahreswende 1938/39 erteiltete Schweden einen Auftrag für 90 TNH-SV Panzer. Im Frühjahr 1940 ordneten die Deutschen jedoch an, daß alle für Schweden vorgesehen Panzer an die Wehrmacht geliefert werden sollen. Anfang 1941 erhielt Schweden stattdessen eine Lizenz den TNHPS Panzer selbst zu bauen, was sie unter der Bezeichnung Strv m/41 auch taten. Die Auslieferung an die schwedische Armee begann im Februar 1943. Der Strv m/41 war grundsätzlich mit dem Pzkpfw 38 (t) Ausf.G identisch. Die ursprünglich für Schweden vorgesehenen Panzer wurden ab Februar 1941 in der Tschecheslowakei gebaut, aber es gab Schwierigkeiten mit ihrer veralteten Technik und wegen der Veränderungen die für die schwedische Armee vorgesehen waren. Schließlich wurden die Panzer dieser Ausführung S in die Slowakei exportiert, die diese im Rahmen ihrer Schnellen Division im Jahre 1941 und 1942 in Süd-Russland einsetzte.

Panzer 38 (t) Ausf G
Ein neuer Panzer 38 (t) Ausf.G steht für die Wehrmacht bereit.

Die letzte Veränderung aufgrund der Anforderung einer stärkeren Panzerung war der PzKpfw 38 (t) Ausf G, welcher 50 mm starke Panzerplatten für alle Oberflächen verwendete. Auch wurden bei diesem Modell vermehrt Schweißtechniken eingesetzt.
Die zunehmende Unterlegenheit des Panzer 38, vor allem gegenüber den neuen russischen Panzern vom Typ T-34 und KW-1, verbunden mit der Unmöglichkeit eine schwerere Kanone im Turm unterzubringen, führte dazu, daß von Hitler befohlen wurde, das Fahrgstell als Selbstfahrlafetten für Panzerabwehrgeschütze zu verwenden. Ein Teil der Produktion von März 1942 und die gesamte Produktion vom April wurde für diesen Zweck verwendet. Die letzten 47 Panzer 38 (t) wurden im Mai und Juni 1942 fertiggestellt. Sie kamen vor allem in Russland zum Einsatz.
Verschiedene Ausführungen des PzKpfw 38 (t) wurden an die deutschen Verbündeten, Ungarn, Rumänien und Slowakei geliefert. Im Jahre 1943 entstand außerdem auf dem Fahrgestell des Panzer 38 mit dem 15cm schweren Infanteriegeschütz die Selbstfahrlafette Grille.
Im September 1944, als der PzKpfw 38 (t) schon lange veraltet war, war er immer noch im Einsatz mit Panzerzügen. Dabei wurden zwei Panzer auf jedem Tieflader eines Zuges platziert. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 229 PzKpfw 38 (t) aller Ausführungen in der offiziellen Bestandsliste gemeldet.

Zwei Panzer IV führen drei Panzer 38 hinein nach Russland 1941
Zwei Panzer IV führen drei Panzer 38 (t) 1941 nach Russland hinein an. Die Verdoppelung der Panzer-Divisionen für das Unternehmen Barbarossa bei unzureichender Panzerproduktion ließ die jeweilige Divisions-Stärke von 218 auf 160 Panzer abfalllen.

Panzer 38 am Englischen Kanal
Panzer 38 (t) haben die Kanalküste in der Nähe von Dünkirchen erreicht, Frankreich 1940.


PzKpfw 38(t) im Panzermuseum Munster

Panzer 38 (t) Ausf F
Pzkpfw 38 (t) Ausf E or F

PzKpfw 38 (t) Ausf E
Typ
Leichter Panzer
Antrieb
wassergekühlter 6-Zylinder-Benzin-Reihenmotor mit 125 PS Praga EPA
Getriebe
5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang
Besatzung
4
Länge
4.61 m
Breite
2.14 m
Höhe
2.40 m
Gewicht
9,85 t
Straßengeschw.
42 km/h
Verbrauch/100 km
Straße 144 Liter,
Geände 216 Liter
Kraftstoffvorrat
218 Liter
Straßen-Fahrbereich
250 km
Gelände-Fahrbereich
160 km
Kletterfähigkeit
0,79 m
Grabenüberschreitung
1,88 m
Watfähigkeit
0,90 m
Wendekreis
5,00 m
Steigfähigkeit
60°
Panzerung:
mm / Winkel
Turm Vorn
50 / 10 °
Turm Seite
30 / 10°
Turm Hinten
22 / 10°
Turm Oben
15 / 90°
Aufbau Vorn
50 / 17°
Aufbau Seite
30 / 0°
Aufbau Hinten
10 / 60°
Aufbau Oben
15 / 90°
Wanne Vorn
50 / 16 °
Wanne Seite
15 / 0°
Wanne Hinten
15 / 12 °
Wanne Unten
8 / 90°
Geschütz-Mantel
25 / rund
Haupt-Bewaffnung
3,7 cm KwK38(t) L/47.8 mit 42 Schuss
Schwenkbereich
360° (Hand), Höhe -10° bis +25°
Mündungsgeschw.
Pzgr: 750 m/s
Pzgr40: 1.040 m/s
Granatgewicht
Pzgr: 0,815 kg
Pzgr40: 0,368 kg
Durchschlag 100 m auf 30°
Pzgr: 41 mm
Pzgr40: 64 mm
Durchschlag 500 m auf 30°
Pzgr: 35 mm
Pzgr40: 34 mm
Durchschlag 1000 m auf 30°
Pzgr: 29 mm
Durchschlag 1500 m auf 30°
Pzgr: 24 mm
Sekundär-Bewaffnung

ein 7.92mm MG37(t) koaxial zur Kanone (Schwenkbereich 10° links bis 10° rechts, Höhe -14° bis +25°)

ein 7.92mm MG37(t) vorn im Bug (Schwenkbereich 35° llinks bis 11° rechts, Höhe -14° bis +25°)

zusammen 2.400 Schuss

Funkgerät
FuG37(t) (bis zu 5 km Reichweite)
Zieloptik
TZF38(t) (bis 2.000 m Zielentfernung)
Serienproduktion
von Mai 1939 bis Juni 1942, Ausf E von November 1940 und vor Oktober 1941 durch Ausf F ersetzt
Stückzahl (alle)
1.411
(davon 525 Ausf E und Ausf F)
Produktion 1939 / Bestand 1.September 1939
150 / 59
Produktion 1940 / Bestand 1.Juni 1941
370 / 754
Produktion (Verluste) 1941 / Bestand 1.Januar 1942
698 (773) / 381
Produktion (Verluste) 1942 / Bestand 1.Januar 1943
193 (196) / 287
Verluste 1943 / Bestand 1.Januar 1944
(96) / 227
Gesamtverluste 1941-1945
1.065

3D Modell Panzer 38 (t)
3D Modell Panzer 38 (t) Ausf G

Drei dramatische Luftbilder in Farbe vom Beginn des Fall Blau, der deutschen Sommer-Offensive in Süd-Russland 1942. Eine deutsche Panzer-Einheit, ausgerüstet mit Panzer 38 (t) sowie Panzer II zur Aufklärung, attackiert und überrollt schließlich eine russische Feldstellung:

Farbige Luftbilder vom Angriff deutscher Panzer auf russische Stellungen 1942

Panzer 38 in Russland Sommer 1942

Panzer 38 überrollen eine russische Feldstellung

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