Panzerkampfwagen IV Ausführung H
Typ: deutscher mittlerer Panzer.
Geschichte: Von den 3935 produzierten Fahrgestellen des Panzerkampfwagen IV Ausführung H wurden 3774 als Panzer IV fertiggestellt, 30 wurden für die ersten Sturmgeschütze StuG IV und weitere 130 für den Sturmpanzer Brummbär verwendet.
Im November 1943 wurde ein Versuch unternommen, die Aufhängung zu verändern um mehr Bodenfreiheit zu gewinnen. Der Versuch scheiterte und so wurde der Panzerkampfwagen IV von 1937 bis zum Kriegsende mit dem gleichen Fahrwerk l gebaut.

Panzerkampfwagen IV Ausf. H mit langer 7,5 cm Kanone und angehängten Schürzen.
Die grundlegende Veränderung gegenüber dem Vorgänger Panzerkampfwagen IV Ausf. G war die SSG77-Kraftübermittlung mit der die Panzer der Ausf. H. ausgerüstet wurden. Die frontale Panzerung veränderte sich von der 50 mm Grundpanzerung mit aufgenieteter zusätzlicher 30-mm-Panzerplatte zu einer einzigen Panzerung mit 80 mm Stärke, welche mit den Rumpfseiten verzahnt wurde.
Weitere geringfügige Änderungen wurden während der Produktion des PzKpfw IV Ausf. H eingeführt, so externe Luftfilter, Ganzstahl-Umlenkrollen, auf der Kommandantenkuppel wurde ein Flugabwehr-Maschinengewehr installiert und die Sichtluken für den Fahrer und Funker wurden gestrichen.

Rückansicht des Panzer IV Ausf H mit zusätzlicher Zimmeritpaste zur Abwehr magnetischer Anti-Panzer-Minen.
Seit 1943 sollten die Panzer-Regimenter der Panzerdivisionen mit je einer Abteilung aus Panzerkampfwagen IV und einer Abteilung aus Panzer V Panther ausgestattet werden. Probleme und Verzögerungen beim Panther führten jedoch dazu, daß bei einigen Panzerdivisionen auch die zweite Abteilung mit PzKpfw IV ausgerüstet werden mußte, während viele nur eine einzige Abteilung mit vier Kompanien hatten, welche jeweils über 22 Panzer IV verfügten sowie weiteren acht in der Hauptquartier-Kompanie.

Panzer IV Ausf. H bei einem Manöver in der Normandie, Frühjahr 1944.
Am 6. Juni 1944 waren die meisten der 748 Panzer IV in den neun Panzerdivisionen in Frankreich von der Ausführung H.
Benutzer: Deutschland, Bulgarien, Kroatien, Finnland, Italien, Spanien, Rumänien, Türkei, Ungarn (Angabe für alle Varianten).

Ausgefallene Panzer IV Ausf. H, 1943 an der Woronesch-Front. Die 5 mm starken Schürzen sollten Hohlladungen und Panzergeschosse vorzeitig abfangen und zur Explosion bringen. Die abnehmbare Zusatzpanzerung an der Wanne ging oft in der Hitze des Gefechts verloren, doch die Zusatzpanzerung des Turmes war fest montiert.

3D-Modell Panzerkampfwagen IV Ausf. H
MEHR FOTOS VOM PANZERKAMPFWAGEN IV |
Panzerkampfwagen IV Ausf. H (SdKfz 161/2)
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Technische Daten und Statistik: |
| Typ |
mittlerer Panzer |
| Antrieb |
Maybach HL120TRM V-12 Dieselmotor mit 300 PS bei 3.000 Umdrehungen
|
| Getriebe |
6 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang |
| Besatzung insg. |
5 |
| Turm-Besatzung |
3 (mit 360°-Kommandanten-Kuppel) |
| Länge |
7,02 m |
| Breite |
2,88 m |
| Höhe |
2,68 m |
| Gewicht |
25 t |
| Straßengeschw. |
38 km/h |
| Geländegeschw. |
20 km/h |
| Verbrauch/100 km |
Straße 250 Liter,
Gelände 370 Liter
|
| Kraftstoffvorrat |
470 Liter |
| Straßen-Fahrbereich |
180 km |
| Gelände-Fahrbereich |
120 km |
| Kletterfähigkeit |
0,60 m |
Graben- überschreitung |
2,30 m |
| Watfähigkeit |
0,80 m |
| Wendekreis |
6 m |
Steigfähigkeit |
30 ° |
| PANZERUNG |
mm / Winkel |
| Turm Vorn |
50 / 10 ° |
| Turm Seite |
80 / 10 ° |
| Turm Hinten |
30 / 15 ° |
| Turm Oben |
15 / 84-90 ° |
| Aufbau Vorn |
80 / 10 ° |
| Aufbau Seite |
30 / 0 ° |
| Aufbau Hinten |
20 / 11 ° |
| Aufbau Oben |
12 / 85-90 ° |
| Wanne Vorn |
80 / 14 ° |
| Wanne Seite |
30 / 0 ° |
| Wanne Hinten |
20 / 8 ° |
| Wanne Unten |
10 / 90 ° |
| Geschütz-Mantel |
50 / 0-30 ° |
| BEWAFFNUNG |
7,5-cm KwK40 L/48
mit 87 Schuß |
| Schwenkbereich |
360° (elektrisch),
Höhenbereich -8° bis +20° |
| Mündungsgeschw. |
Pzgr: 790 m/s
Pzgr40: 990 m/s (nur begrenzt verfügbar) |
| Granatgewicht |
Pzgr: 6,8 kg
Pzgr40: 4,1 kg |
| Durchschlag 100 m auf 30° |
Pzgr: 106 mm
Pzgr40: 143 mm |
| Durchschlag 500 m auf 30° |
Pzgr: 96 mm
Pzgr40: 120 mm |
| Durchschlag 1000 m auf 30° |
Pzgr: 85 mm
Pzgr40: 97 mm |
| Durchschlag 1500 m auf 30° |
Pzgr: 74 mm
Pzrg40: 77 mm |
| Durchschlag 2000 m auf 30° |
Pzgr: 64 mm |
| Sekundär-Bewaffnung |
ein 7,92-mm-MG34 koaxial zur Kanone, ein 7,92-mm-MG34 vorne in der Wanne, ein 7,92-mm-MG34 auf der Kommandanten-Kuppel, zusammen 3.150 Schuß
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| Funkgerät |
|
| Zieloptik |
TZF5f/1 (bis zu 4.000 m Zielentfernung)
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| Produktion |
von April 1943 bis Juli 1944
|
| Ersteinsatz |
sofort nach der Auslieferung von den Fabriken |
| Stückpreis |
115.962 Reichsmark (Ausf G)
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| Stückzahl |
|
Einsatzstatistik für alle Panzer IV Versionen |
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Bestand |
Produktion |
Verluste |
| vor 1939 |
- |
115 |
- |
| 1939 |
211 (1.9.) |
141 |
? |
| 1940 |
280
(10.5.) |
278 |
? |
| 1941 |
517
(1.6.) |
467 |
369 |
| 1942 |
513
(1.1.) |
994 |
502 |
| 1943 |
1.077
(1.1.) |
3.013 |
2.352 |
| 1944 |
1.668
(1.1.) |
3.126 |
2.643 |
| 1945 |
1.684
(1.1) |
385 (Jan-März) |
287 (Jan.) |
Insg. (Verluste nur Januar 1941 - Januar 1945, Produktion bis März 1945) |
- |
7.419 |
6.153 |
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