PPSh - 41 G
Typ: Maschinenpistole
Geschichte: Die russische Maschinenpistole PPSh 41 aus dem 2. Weltkrieg , was ausgeschrieben in Russisch Pistolet Pulyemet Shpagin bedeutet, wurde um 1940/41 als Ersatz für die PPD40 Maschienpistole entwickelt. Wenn auch die PPD gut war, so war sie nicht ganz geeignet, um schnell in großen Mengen produziert werden zu können, was das wichtigste sowjetische Anliegen im Jahre 1941 war.

Die russische PPSh 41 Maschinenpistole
Für die Maschinenpistole PPSh wurde gestanzter Stahl verwendet, wenn auch der Lauf noch verchromt war und ein hölzerner Griff verwendet wurde. Eine interessante ökonomische Entscheidung war es, alte oder Reserve-Läufe der Mosin-Nagant Gewehre als Lauf zu benutzen. Eine Gewehrlauf konnte in der Mitte durchgeschnitten werden und ergab so zwei Läufe für Maschinenpistolen, was eine erhebliche Einsparung an Zeit, Maschinen und Material mit sich brachte.
Die gesamte Montage erfolgte durch Schweissen und Nieten, und die Laufumantelung wurde über den Lauf hin verlängert um einige Austrittsgase nach oben abzuleiten, was die Tendenz aller Maschinenpistolen reduzierte, beim automatischen Feuern nach oben zu ziehen.

Handgranaten und PPSh Maschinenpistolen sind die zwei Waffen, welche die agressive Kampfweise der russischen Soldaten der Roten Armee im 2. Weltkrieg am besten zeigen.
Die ersten Modelle hatten eine sehr optimistische und luxuriöse Zielvorrichtung, was aber schnell zugunsten eines einfachen Zielkorns verworfen wurden.
Das 71-Schuss-Trommel-Magazin von der PPD Maschinenpistole wurde beibehalten, da die Produktion schon davon gut am laufen war und die hohe Schussanzahl eine gute Reserve für den Schützen darstellte, was in anbetracht der hohen Feuerrate der Waffe keine schlechte Sache war.

Russische Partisanen mit der PPSh 41 Maschinenpistolen bewaffnet.
Der Feuer-Mechanismus war ein einfacher Rückstoss-Mechanismus. Die Waffe war robust, einfach zu bedienen und billig herzustellen. Ungefähr fünf Millionen wurden während des 2.Weltkrieges produziert.
Zusätzlich zu den 71-Schuss-Trommel-Magazin gab es später auch ein 35-Schuss-Kastenmagazin, welches aber viel seltener verwendet wurde.
Derartig große Zahlen wurden von den deutschen Armee an der Ostfront erbeutet, dass es wert war, sie zum Feuern auf das 9-mm-Kaliber der deutschen Standard-Maschinenpistole MPi 40 umzurüsten.

Ein Rotarmist mit einer Maschinenpistole während der Ausbruchskämpfe aus Leningrad.
Die PPSh Maschinenpistole war praktisch das Erkennungszeichen eines Rotarmisten, ähnlich wie die MPi 40 für einen deutschen Landser. Sie war die russische Waffe des 2. Weltkrieg.
Ganze Schützen-Divisionen wurden ausschließlich nur mit dieser Waffe ausgerüstet. Die PPSh entsprach in der zweiten Kriegshälfte der sowjetischen Taktik und dem Angriffsgeist. Mit dieser Art von Waffe ist es nämlich nicht möglich, sich in einem Loch zu verstecken und genau zu zielen - der einzige effektive Weg ist es, aus dem Loch zu springen und auf den Feind zu stürmen !
Russischer Rotarmist zielt mit seiner PPSh Maschinenpistole.

Russische Soldaten im Schützengraben. Der Rotarmist im Vordergrund deckt einen Maschinengewehr-Schützen mit seiner PPSh.
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Zwei Rotarmisten mit Maschinenpistolen PPSh decken einen MG-Schützen.
Maschinenpistole PPSh-1941G |
| Typ |
Maschinenpistole |
| Kaliber |
7,62 mm |
| Länge |
84,07 cm |
| Gewicht |
3,6 kg |
| Lauf |
26,67 cm mit 4 rechtsläufigen Zügen |
| Magazin |
71-Schuss-Trommel oder 35-Schuss-Kastenmagazin |
| Funktion |
Rückstoss |
| Geschoßgeschw. |
490 m/s |
| Feuergeschw. |
900 Schuss/min. |
| Hersteller |
Staatsbetriebe der Sowjetunion |
| Serienproduktion |
1941 |
| Endlieferung |
nach dem 2.Weltkrieg |
| Stückzahl (alle) |
ca. 5 Millionen |

3D Modell der Maschinenpistole PPSh-1941G

Russische Soldaten laden ihre Maschinenpistolen

Russische Soldaten, ausgerüstet mit PPSh und dem weniger häufigen Kastenmagazin, springen von T-34 Panzern während der Sommeroffensive 1944 ab.

Russische Soldaten mit PPSh Maschinenpistolen während der Kämpfe in der Ukraine
Ein russischer Sturmführer in Stalingrad.

MPi-Schützen liegen feuerbereit im Gras.
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