Typ 100/40 und 100/44
Typ: Japanische Maschinenpistole.
Geschichte: Ähnlich wie in Großbritannien wurde in Japan die Entwicklung einer Maschinenpistole verschlafen. Erst 1935 wurde ein experimentelles Modell hergestellt und getestet. Aber es scheint so, als hat es wenig Begeisterung für diese Waffe gegeben, was unter den Umständen, daß Japan heftig in einen Krieg in China verwickelt war und einen Feldzug in Ostasien und dem Pazifik erwog, eigentlich sehr verwunderlich ist. Eigentlich wäre die Maschinenpistole die ideale Waffe für den japanischen Soldaten gewesen, und der Gedanke daß die japanische Armee mit einer billigen und einfachen MP - ähnlich der russischen PPSh - ausgerüstet worden wäre, dürfte für die Amerikaner ziemlich erschreckend gewesen sein. Der Krieg im Fernen Osten wäre eine wesentlich blutigere Angelegenheit geworden und die ein oder andere knapp entschiedene Schlacht hätte auch in die entgegengesetzte Richtung verlaufen können.
Die MP Typ 100 Modell 1940 wurde 1941/42 in begrenzter Zahl an die Truppe ausgegeben. Im Grunde war dies nur eine modifizierte schweizer Solothurn S1-100 Maschinenpistole, welche auch von der Wehrmacht und anderen Achsen-Armeen während des 2. Weltkrieges verwendet wurde.
Obwohl der Typ 100/40 bei weitem nicht perfekt war, war ihre Leistung gut genug um das Interesse an dieser Waffe zu wecken. Es begann die Entwicklung einer verbesserten Version, dem Modell 1944. Aber die Arbeiten begannen zu spät und waren zu langsam, um größere Bestände der Waffe herzustellen.
Das Modell 40 erschien in zwei Mustern: eines für die Infanterie mit einem festen Schaft und eines für die Luftlandetruppe mit einem klappbaren Schaft. An beiden war eine Halterung für ein Bajonett unter dem Lauf montiert und der Lauf war innen verchromt. Einige der Waffen für die Infanterie wurden manchmal mit einem kleinen Zweibein ausgestattet. Mechanisch waren sie wenig bemerkenswert, sie waren einfache Rückstoß-Waffen, welche nach allgemein bekannten Prinzipen arbeiteten.

Japanische MP Typ 100/40 mit Bajonett-Halterung.
Der einzige nachweisbare, größere Kampeinsatz dieser Waffen erfolgte 1942 während des Angriffs japanischer Fallschirmjäger auf die niederländischen Ölfelder auf Java, wo vermeldet wurde, daß sie äußerst wirksam waren. Es gibt weder Aufzeichnungen zu ihrer Verwendung gegen US-Streitkräfte im Pazifik noch gegen die britischen Truppen in Burma. Es wird daher vermutet, daß weniger als 10.000 von beiden Modellen produziert wurden.
Variante:
Typ 100/44: Mechanisch glich es dem Typ 100/40, hatte aber eine schwächere Schließfeder, welche die Feuerrate auf 800 Schuß in der Minute steigerte. Die Bajonett-Halterung wurde entfernt und das Bajonett konnte nun auf die Mündung aufgesetzt werden. Die Mündung wurde zu einem Kompensator durch das anbohren zweier seitlicher Löcher gebildet. Es gab noch einige andere, kleinere Veränderungen, um die Waffe leichter herstellen zu können. Es wird berichtet, daß rund 7.000 Stück im letzten Kriegsjahr produziert wurden, aber es scheinen keine in die Hände der Fronttruppen gelangt zu sein.

Auch die Version Typ 100/44 war nicht zur einfachen Herstellung optimiert und es gab niemals genug um die japanische Armee damit auszurüsten.
Benutzer: Japan (für alle Varianten).

3D-Modell der japnischen Maschinenpistole Typ100/40.
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Typ 100 |
| Typ |
Maschinenpistole |
| Kaliber |
8 mm |
| Länge |
89 cm |
| Gewicht |
3,85 kg |
| Lauf |
23 cm mit 6 rechtsläufigen Zügen |
| Magazin |
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| Funktion |
Rückstoß, selektives Feuern |
| Geschoßgeschw. |
335 m/s |
| Feuergeschw. |
450 Schuß/min
(Modell 1944: 800 Schuß/min),
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| Hersteller |
Atsuta Waffenfabrik, Nagoya Arsenal |
| Serienproduktion |
1941 |
| Endlieferung |
1945 |
| Stückzahl (alle) |
etwa 17.000 (davon 7.000 vom Modell 1944) |
| Stückpreis |
?
(nicht zur einfachen Produktion konzipiert) |

Japanischer Marinesoldat mit kugelsicherer Weste und einer Typ 100 Maschinenpistole.
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